Januar 2026: Das globale Verbrauchervertrauen steigt zu Beginn des Jahres 2026
Januar 2026: Das globale Verbrauchervertrauen steigt zu Beginn des Jahres 2026

Januar 2026: Das globale Verbrauchervertrauen steigt zu Beginn des Jahres 2026

Die Teilindizes Erwartungen und Beschäftigung steigen beide deutlich in der Januar 2026 veröffentlichten Ausgabe des Ipsos Global Consumer Confidence Index.

Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos stieg diesen Monat um 0,5 Punkte auf 49,9. Nach einer Stagnation im Großteil des Jahres 2025 verzeichnete der Index nun den dritten Monat in Folge einen deutlichen Anstieg und signalisiert damit einen verbesserten Start ins Jahr 2026. Aktuell liegt er 1,3 Punkte über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Von den 30 untersuchten Volkswirtschaften verzeichnen vier Länder einen deutlichen Anstieg des Verbrauchervertrauens, während nur zwei Länder einen merklichen Rückgang aufweisen. Die Teilindizes „Erwartungen“ und „Beschäftigung“ zeigen in diesem Monat beide deutliche Zuwächse, während die Teilindizes „Laufendes Geschäft“ und „Investitionen“ stabil bleiben.

Basierend allein auf den seit März 2010 erfassten „20 traditionellen Ländern“ läge der Index bei 47,7, ein Anstieg um 0,8 Punkte gegenüber Dezember.

Die Stimmung in Europa ist weitgehend stabil. Belgien (+3,5 Punkte) und Polen (+2,2 Punkte) haben in diesem Monat deutlich zugelegt, während kein europäisches Land einen signifikanten Rückgang verzeichnet.

Im Gegensatz dazu ist das Verbrauchervertrauen im asiatisch-pazifischen Raum uneinheitlich. Australien (+3,1 Punkte) verzeichnet einen deutlichen Anstieg, während Singapur (-3,7 Punkte) und Südkorea (-2,4 Punkte) die einzigen Länder sind, die in diesem Monat einen deutlichen Rückgang hinnehmen mussten.

Der globale Verbrauchervertrauensindex ist der Durchschnitt der Gesamt- bzw. nationalen Indizes aller befragten Länder. Die diesmonatige Ausgabe basiert auf einer monatlichen Umfrage unter mehr als 21.000 Erwachsenen unter 75 Jahren aus 30 Ländern, die über die Online-Plattform Global Advisor von Ipsos durchgeführt wurde. Die Umfrage fand zwischen dem 24. Dezember 2025 und dem 9. Januar 2026 statt.

Verbraucherstimmung in 30 Ländern

Unter den 30 Ländern weist Indonesien (62,6) den höchsten Wert im nationalen Index auf. Indonesien und Indien (60,7) sind in diesem Monat die einzigen Länder mit einem Wert von 60 oder höher im nationalen Index.

 

 

Elf weitere Länder weisen nun einen nationalen Indexwert von mindestens 50 Punkten auf: Malaysia (59,9), Thailand (57,2), Schweden (56,9), Brasilien (55,1), Mexiko (54,2), Australien (53,9), USA (53,8), die Niederlande (52,6), Singapur (52,4), Kolumbien (51,6) und Polen (50,5).

Demgegenüber weisen nur drei Länder einen Nationalindex unter der 40-Punkte-Marke auf: Frankreich (39,8), Ungarn (36,1) und die Türkei (34,6).

Im Vergleich zu vor zwölf Monaten weisen nur noch zwei Länder einen deutlichen Rückgang der Verbraucherstimmung auf. Demgegenüber verzeichnen elf Länder ab Januar 2025 einen deutlichen Anstieg, allen voran Südkorea (+8,7 Punkte).

 

 

Trends

Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos (basierend auf allen 30 befragten Ländern) liegt aktuell bei 49,9. Würde man nur die „traditionellen 20 Länder“ berücksichtigen, die seit März 2010 erfasst werden, läge der Wert bei 47,7.

Der Teilindex „Aktuelle Lage“, der die Einschätzung der Verbraucher zum Wirtschaftsklima sowie ihr aktuelles Kauf-, Beschäftigungs- und Investitionsvertrauen widerspiegelt, ist diesen Monat stabil (+0,3 Punkte) und liegt bei 40,8. Insgesamt verzeichnen acht Länder einen deutlichen Anstieg (mindestens 2 Punkte) im Vergleich zum Vormonat in ihrem Teilindex „Aktuelle Lage“, während vier Länder einen deutlichen Rückgang verzeichnen.

Der Teilindex „Investitionen“, der die Wahrnehmung des Investitionsklimas durch die Verbraucher widerspiegelt, zeigt diesen Monat Stabilität (+0,2 Punkte) und liegt nun bei 43,0. Acht Länder verzeichnen diesen Monat einen deutlichen Anstieg ihres Teilindex „Investitionen“, während fünf Länder einen deutlichen Rückgang verzeichnen.

Der Teilindex „Erwartungen“, der die Verbrauchererwartungen hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Lage widerspiegelt, ist in diesem Monat um 0,8 Punkte gestiegen und liegt nun bei 57,9. Neun Länder verzeichnen deutliche Zuwächse in ihrem Teilindex „Erwartungen“, während nur drei Länder deutliche Rückgänge aufweisen.

Der Teilindex „Beschäftigung“, der die Einschätzungen zur Arbeitsplatzsicherheit und zum Arbeitsmarkt widerspiegelt, ist in diesem Monat um 0,9 Punkte gestiegen und liegt nun bei 59,0. Acht Länder verzeichnen deutliche Zuwächse in ihrem Teilindex „Beschäftigung“, verglichen mit drei Ländern, die deutliche Rückgänge verzeichnen.

Bemerkenswert ist, dass kein Land in allen vier Teilindizes signifikante Verluste (von mindestens 2 Punkten) verzeichnet. Kanada und Belgien hingegen weisen in allen vier Teilindizes deutliche monatliche Zuwächse auf.

Autor (en)

  • Johnny Sawyer
    Senior Research Manager, Public Affairs, US

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