Juli 2026: Das globale Verbrauchervertrauen steigt den dritten Monat in Folge
Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos ist in diesem Monat um 1,1 Punkte gestiegen und liegt bei 49,0. Der Index hat sich damit den dritten Monat in Folge erhöht und liegt fast einen Punkt höher als im Vorjahreszeitraum.
Die Stimmung nähert sich weiterhin dem Niveau vor Beginn des Iran-Krieges an, der Index liegt nun einen Punkt darunter. In 14 Ländern ist die Stimmung jedoch weiterhin deutlich niedriger als vor dem Krieg.
Von den 30 untersuchten Volkswirtschaften verzeichnen neun Länder einen deutlichen Anstieg des Verbrauchervertrauens, während nur zwei Länder einen nennenswerten Rückgang aufweisen. Alle vier Teilindizes zeigen in diesem Monat Zuwächse.
Würde man nur die seit März 2010 erfassten „20 traditionellen Länder“ berücksichtigen, läge der Index bei 47,4, was einem Anstieg um 1,2 Punkte gegenüber Juni entspräche.
Die Stimmung im asiatisch-pazifischen Raum hat sich diesen Monat verbessert. Singapur (+3,6 Punkte) und Indien (+3,2 Punkte) verzeichnen beide einen deutlichen Anstieg, während Südkorea (-2,2 Punkte) als einziges Land in der Region einen deutlichen Rückgang hinnehmen musste.
Auch in Lateinamerika ist das Verbrauchervertrauen gestiegen. Argentinien (+4,4 Punkte) verzeichnet den größten Zuwachs aller Länder, und auch Mexiko (+2,1 Punkte) hat deutlich zugelegt.
Der globale Verbrauchervertrauensindex ist der Durchschnitt der Gesamt- bzw. nationalen Indizes aller befragten Länder. Die diesmonatige Ausgabe basiert auf einer monatlichen Umfrage unter mehr als 21.000 Erwachsenen unter 75 Jahren aus 30 Ländern, die über die Online-Plattform Global Advisor von Ipsos durchgeführt wurde. Die Umfrage fand zwischen dem 19. Juni und dem 3. Juli 2026 statt.
Verbraucherstimmung in 30 Ländern
Unter den 30 Ländern weist Indien (67,1) den höchsten Wert im nationalen Index auf. Indien ist in diesem Monat das einzige Land mit einem Wert von 60 oder höher im nationalen Index.
Vierzehn weitere Länder weisen nun einen nationalen Indexwert von mindestens 50 Punkten auf: Schweden (58,6), Malaysia (57,0), Singapur (54,1), Mexiko (53,7), Thailand (52,7), Ungarn (52,1), Brasilien (52,1), Kolumbien (51,4), Indonesien (51,2), die USA (51,0), Israel (50,8), die Niederlande (50,7), Spanien (50,6) und Peru (50,0).
Demgegenüber weisen nur noch zwei Länder einen Nationalindex unter der 40-Punkte-Marke auf: Japan (39,7) und die Türkei (38,0).
Im Vergleich zu vor zwölf Monaten ist in acht Ländern ein deutlicher Rückgang der Verbraucherstimmung zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu weisen zwölf Länder ab Juli 2025 einen deutlichen Anstieg auf, allen voran Ungarn (+15,4 Punkte).
Trends
Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos (basierend auf allen 30 befragten Ländern) liegt aktuell bei 49,0. Würde man nur die „traditionellen 20 Länder“ berücksichtigen, die seit März 2010 erfasst werden, läge der Wert bei 47,4.
Der Teilindex „Aktuelle Lage“, der die Einschätzung der Verbraucher zum Wirtschaftsklima sowie ihr aktuelles Kauf-, Beschäftigungs- und Investitionsvertrauen widerspiegelt, ist in diesem Monat um 1,6 Punkte gestiegen und liegt nun bei 39,8. Insgesamt verzeichnen fünfzehn Länder einen deutlichen Anstieg (mindestens 2 Punkte) im Vergleich zum Vormonat in ihrem Teilindex „Aktuelle Lage“, während nur zwei Länder einen deutlichen Rückgang aufweisen.
Der Teilindex „Investitionen“, der die Wahrnehmung des Investitionsklimas durch die Verbraucher widerspiegelt, ist in diesem Monat um 1,4 Punkte gestiegen und liegt nun bei 42,2. Vierzehn Länder verzeichnen in diesem Monat einen deutlichen Anstieg ihres Teilindex „Investitionen“, verglichen mit drei Ländern, die einen deutlichen Rückgang verzeichnen.
Der Teilindex „Erwartungen“, der die Verbrauchererwartungen hinsichtlich der zukünftigen Wirtschaftslage widerspiegelt, ist in diesem Monat um 0,7 Punkte gestiegen und liegt nun bei 57,0. Sechs Länder verzeichnen deutliche Zuwächse in ihrem Teilindex „Erwartungen“, während Kolumbien als einziges Land einen signifikanten Rückgang aufweist.
Der Teilindex „Beschäftigung“, der die Einschätzungen zur Arbeitsplatzsicherheit und zum Arbeitsmarkt widerspiegelt, ist in diesem Monat um 0,7 Punkte gestiegen und liegt nun bei 58,4. Fünf Länder verzeichnen deutliche Zuwächse in ihrem Teilindex „Beschäftigung“, drei Länder hingegen deutliche Rückgänge.
Bemerkenswert ist, dass in diesem Monat kein Land signifikante Verluste (von mindestens 2 Punkten) in allen vier Teilindizes verzeichnet. Argentinien und Indien hingegen weisen beide deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vormonat in allen vier Teilindizes auf.