Differenzialdiagnose
In einer Zeit, in der Technologie und Daten jeden Aspekt der Industrie prägen, werden synthetische Daten eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Marktforschung im Gesundheitswesen spielen.
Unser von unserem Healthcare-Team verfasstes Ipsos Views-Papier bietet Experteneinblicke in die Anwendung synthetischer Datenmethoden in den Lebenswissenschaften. Es untersucht die aktuellen praktischen Anwendungen synthetischer Ansätze, die Bereiche, in denen sie noch experimentell sind, und die Gründe, warum im Gesundheitswesen strengere Validitätsanforderungen gelten als in der Verbraucherforschung.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören:
- Strategische Empfehlungen: Angesichts der Bedeutung empirischer, auf menschlichen Teilnehmern basierender Forschung als Grundlage sollten synthetische Werkzeuge diese Forschung ergänzen, nicht ersetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass KI-Methoden die Fachkompetenz von Experten im Bereich Gesundheitsforschung optimal ergänzen.
- Versprechen und Kontext: Synthetische Daten werden dafür gepriesen, schnellere Erkenntnisse zu liefern, potenziell größere Stichproben für bestimmte Anwendungsfälle zu ermöglichen und Kosten zu senken. Ihr Erfolg hängt jedoch von konkreten Anwendungsfällen und einer präzisen Anwendung ab, insbesondere im Gesundheitswesen, wo strengere Validierungsanforderungen als in der Konsumforschung gelten.
- Anwendungen und Erkenntnisse: Zu den aktuellen Anwendungen im Gesundheitswesen, die einen Mehrwert bieten, gehören der Einsatz von Healthcare PersonaBot und die Erweiterung synthetischer Daten. Diese Tools adressieren spezifische Herausforderungen, wie beispielsweise die Vergrößerung von Stichproben für Subgruppen mit geringer Inzidenz, wie etwa Patienten mit seltenen Erkrankungen, und die Ermöglichung des interaktiven Dialogs mit KI-gestützten Personas, die auf medizinisches Fachpersonal und Patientensegmente zugeschnitten sind.
- Unterschiedliche Anforderungen im Gesundheitswesen: Im Gegensatz zu Verbraucherdaten erfordern Gesundheitsdaten aufgrund ihrer Auswirkungen auf Behandlung und Ressourcenverteilung eine strenge Validierung. Regulatorische und Compliance-Anforderungen erfordern zudem andere Methoden, sodass sich synthetische Datenwerkzeuge, die in der Verbraucherforschung gut funktionieren, nicht immer ohne Weiteres auf das Gesundheitswesen übertragen lassen.
Synthetische Datenwerkzeuge haben, wenn sie innerhalb angemessener Grenzen durchdacht eingesetzt werden, das Potenzial, die Gesundheitsforschung sinnvoll zu verbessern.
Durch die Kombination etablierter Marktforschungsmethoden mit synthetischer Datentechnologie erhalten Unternehmen Zugang zu neuen Erkenntnissen, die ihnen aufgrund von Stichprobenbeschränkungen zuvor verschlossen waren. Synthetische Daten liefern zwar keine Patentlösung, sind aber bei fachgerechter Anwendung ein wirkungsvolles Instrument.
Ipsos setzt sich für einen verantwortungsvollen Fortschritt ein, der ethische Standards, strenge Tests und transparente Validierung in den Vordergrund stellt. Für alle, die in der Marktforschung im Gesundheitswesen tätig sind oder die Integration synthetischer Daten erwägen, bietet dieses Papier wertvolle Hinweise zur Nutzung dieser Technologien und zur Schaffung der Voraussetzungen für zukünftige Innovationen.