Worüber sorgt sich Österreich und die Welt?

Corona vervierfacht die Sorge der Österreicher um Arbeitslosigkeit: die aktuelle Krise verändert dramatisch, worüber sich Menschen Sorgen machen. Eine Studie des internationalen Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos zeigt auf, dass für mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher (56%) derzeit die größte Angst dem Jobverlust gilt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich damit die Anzahl jener Menschen, die sich hierzulande um Arbeitslosigkeit sorgen, vervierfacht. An zweiter Stelle liegt die Sorge um Armut und soziale Ungleichheit und an dritter die um unser Gesundheitswesen.

Die Ipsos “What Worries the World” Studie wird monatlich in 29 Staaten durchgeführt und zeichnet mit ihren neuesten Daten ein deutliches Bild davon, wie sich in Krisenzeiten Meinungen und Einstellungen ändern. Die Studie wurde im Zeitraum von 20. März bis 15. April 2020 erhoben.
In Österreich ist es demnach die Arbeitslosigkeit, um die man sich aktuell die meisten Sorgen macht. Insgesamt 56 % der Befragten im Alter von 16 bis 74 Jahren, bereitet dieses Thema derzeit Sorgen. Karoline Sederl-Bartosch, Managing Director Ipsos Austria: „Der Anstieg in diesem Bereich war zwar aufgrund der Situation zu erwarten, doch in dieser Dimension ist er überraschend. Arbeitslosigkeit ist auch international die Sorge Nummer 1, allerdings liegt Österreich in dieser Frage gleichauf mit dem ungleich härter getroffenen Italien und weit über dem weltweiten Durchschnitt von 35 %.“

 

Zweithöchster Zuwachs Gesundheitswesen
Um das Gesundheitswesen sorgt sich die österreichische Bevölkerung ebenfalls deutlich mehr als im Vergleichszeitraum 2019. Der österreichische Wert ist mit 34 % etwas höher als der internationale Durchschnitt von 28 %.
Weltweit die meisten Sorgen um das Gesundheitswesen machen sich derzeit die Menschen in Ungarn (59 %) und Polen (51 %).

 

Umwelt- und Kriminalitätssorgen treten in den Hintergrund
Im Vergleichszeitraum 2019 lagen noch die Themen Kriminalität, Klimawandel und Einwanderungskontrolle vorne, die jetzt in den Hintergrund treten. Nur noch 18 % der Bevölkerung, und damit um 10 Prozentpunkte weniger als 2019, bereitet der Klimawandel derzeit Kopfzerbrechen. Auch global ist 2020 die Sorge um den Klimawandel in den Hintergrund gerückt.
Die nächste “What Worries the World” Studie erscheint Ende Mai und wird Hinweise darauf geben, wie nachhaltig die Veränderungen sind und welche Auswirkungen die aktuellen Entwicklungen rund um Covid-19 haben werden.

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