März 2025: Verbrauchervertrauen weltweit sinkt - Drei Unterindizes sinken deutlich
Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos ist seit dem Vormonat um 0,6 Punkte gesunken und liegt bei 48,2. Der Index sank erstmals seit Dezember und liegt nun auf dem Niveau des Vorjahreswerts (-0,4 Punkte).
Von den 29 untersuchten Volkswirtschaften verzeichneten fünf Länder von Februar bis März einen deutlichen Anstieg der Verbraucherstimmung, während sieben Länder einen deutlichen Rückgang verzeichneten. Die Subindizes „Aktuelle Entwicklung“, „Erwartungen“ und „Investitionen“ verzeichneten in diesem Monat allesamt Verluste, während der Beschäftigungsindex stabil blieb.
Würde man nur die „alten 20 Länder“ berücksichtigen, die seit März 2010 beobachtet werden, läge der Index bei 46,2, was einem unbedeutenden Rückgang von 0,4 Punkten seit Februar entspricht.
In Lateinamerika ist die Stimmung stark gesunken. Chile (-4,6 Punkte), Argentinien (-3,9 Punkte), Kolumbien (-2,5 Punkte) und Peru (-2,2 Punkte) verzeichneten in diesem Monat allesamt deutliche Rückgänge. Im Gegensatz dazu verzeichnete kein Land in Lateinamerika einen signifikanten Zuwachs.
Das Verbrauchervertrauen im asiatisch-pazifischen Raum ist gemischt. Indonesien (-5,7 Punkte) verzeichnet den stärksten Rückgang aller Länder, und auch Thailand (-2,4 Punkte) verzeichnet einen deutlichen Rückgang. In Malaysia (+2,8 Punkte) und Australien (+2,5 Punkte) verbessert sich die Stimmung jedoch.
Der Global Consumer Confidence Index (GCI) ist der Durchschnitt der Gesamt- bzw. Landesindizes aller untersuchten Länder. Die Ausgabe dieses Monats basiert auf einer monatlichen Umfrage unter mehr als 21.000 Erwachsenen unter 75 Jahren aus 29 Ländern, die über die Online-Plattform Global Advisor von Ipsos durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde zwischen dem 21. Februar und dem 7. März 2025 durchgeführt.
Verbraucherstimmung in 29 Ländern
Von den 29 Ländern weist Indien (60,2) den höchsten nationalen Indexwert auf. Es ist das einzige Land mit einem nationalen Indexwert von 60 oder höher.
Neun weitere Länder weisen mittlerweile einen nationalen Index von oder über der 50-Punkte-Marke auf: Indonesien (58,5), Malaysia (58,4), Mexiko (58,1), Singapur (57,1), die Niederlande (54,8), Schweden (54,5), die USA (54,0), Australien (52,4) und Thailand (54,6).
Im Gegensatz dazu weisen vier Länder mittlerweile einen nationalen Index unter der 40-Punkte-Marke auf: Südkorea (39,4), Ungarn (35,8), Japan (35,7) und die Türkei (35,0).
Im Vergleich zu vor 12 Monaten verzeichnen sieben Länder einen deutlichen Rückgang der Verbraucherstimmung. Im Gegensatz dazu verzeichnen fünf Länder seit Februar 2024 einen deutlichen Anstieg, vor allem Malaysia (+12,5 Punkte).
Trends
Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos (basierend auf allen 29 untersuchten Ländern) liegt aktuell bei 48,2 Punkten und damit 0,6 Punkte unter dem Vorjahreswert. Berücksichtigt man nur die seit März 2010 beobachteten „Legacy 20 Countries“, läge der Index bei 46,2 Punkten.
Der aktuelle Subindex, der die Wahrnehmung der Verbraucher hinsichtlich des Wirtschaftsklimas sowie ihrer aktuellen Kauf-, Beschäftigungs- und Investitionsbereitschaft widerspiegelt, ist um 0,9 Punkte gesunken und liegt nun bei 38,6. Nur vier Länder verzeichnen im aktuellen Subindex einen signifikanten Zuwachs (mindestens zwei Punkte) gegenüber dem Vormonat, während neun Länder einen deutlichen Verlust verzeichnen.
Der Investitionsindex, der die Wahrnehmung des Investitionsklimas durch die Verbraucher widerspiegelt, ist um 0,7 Punkte gesunken und liegt nun bei 41,1. Nur vier Länder verzeichneten in diesem Monat einen deutlichen Anstieg ihres Investitionsindex, während acht Länder einen deutlichen Verlust verzeichneten.
Der Subindex „Erwartungen“, der die Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Lage abbildet, sank in diesem Monat um 0,5 Punkte und liegt nun bei 56,7 Punkten. Insgesamt verzeichneten vier Länder deutliche Zuwächse, sechs Länder hingegen deutliche Verluste.
Der Subindex „Arbeitsplätze“, der die Wahrnehmung der Arbeitsplatzsicherheit und des Arbeitsmarktes widerspiegelt, zeigt sich im fünften Monat in Folge stabil (-0,3 Punkte) und liegt nun bei 57,9. Ähnlich wie beim aktuellen Index verzeichnen nur vier Länder signifikante Zuwächse im Subindex „Arbeitsplätze“, neun Länder hingegen deutliche Verluste.
Bemerkenswert ist, dass Indonesien, Italien und Chile in allen vier Unterindizes erhebliche Verluste (von mindestens zwei Punkten) verzeichnen. Frankreich hingegen ist das einzige Land, das in allen vier Unterindizes im Vergleich zum Vormonat signifikante Zugewinne verzeichnet.