September 2024: Verbrauchervertrauen in den lateinamerikanischen Ländern deutlich gestiegen
Der Global Consumer Confidence Index von Ipsos zeigt seit dem letzten Monat keine nennenswerte Veränderung (+0,4 Punkte) und liegt nun bei 49,1. Der Index zeigt sich im sechsten Monat in Folge stabil und liegt mehr als einen Punkt höher als zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr.
Sieben der untersuchten 29 Volkswirtschaften weisen eine deutliche Verbesserung der Verbraucherstimmung auf, fünf verzeichnen jedoch einen deutlichen Rückgang.
Basierend auf den „Legacy 20“-Ländern, die seit März 2010 beobachtet werden, würde der Index bei 47,4 liegen und damit praktisch unverändert (+0,1 Punkte) gegenüber August. Der „Legacy 20“-Index bleibt etwa zwei Punkte höher als sein Wert vom gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr.
Der Erwartungsindex ist der einzige Unterindex, der in diesem Monat einen deutlichen Anstieg verzeichnete. Die Indizes für aktuelle Konjunktur, Investitionen und Arbeitsplätze blieben alle stabil.
In Lateinamerika ist die Stimmung überwiegend besser. Mexiko (+3,9 Punkte) und Peru (+3,2 Punkte) verzeichnen in diesem Monat beide deutliche Zuwächse.
Das Verbrauchervertrauen ist in den europäischen Ländern gemischt. Sowohl in Deutschland (+4,7 Punkte) als auch in Frankreich (+3,2 Punkte) ist die Stimmung gestiegen. Beide Länder haben ihren höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreicht. Im Gegensatz dazu ist die Stimmung in Schweden (-3,3 Punkte) gesunken.
Der Global Consumer Confidence Index ist der Durchschnitt der Gesamt- oder „nationalen“ Indizes aller untersuchten Länder. Die Ausgabe dieses Monats basiert auf einer monatlichen Umfrage unter mehr als 21.000 Erwachsenen unter 75 Jahren aus 29 Ländern, die auf der Online-Plattform Global Advisor von Ipsos durchgeführt wurde. Diese Umfrage wurde zwischen dem 23. August und dem 6. September 2024 durchgeführt.
Verbraucherstimmung in 29 Ländern
Unter den 29 Ländern hat Singapur (62,5) derzeit den höchsten nationalen Indexwert. Singapur ist zusammen mit Indien (62,0) und Indonesien (61,5) das einzige Land mit einem nationalen Indexwert von 60 oder höher.
Elf weitere Länder weisen mittlerweile einen nationalen Index über der 50-Punkte-Marke auf: die Niederlande (57,4), Mexiko (55,9), die USA (55,0), Großbritannien (54,1), Schweden (54,0), Deutschland (53,7), Thailand (52,1), Brasilien (51,3), Malaysia (51,2), Südafrika (50,5) und Australien (50,2).
Im Gegensatz dazu weisen nur vier Länder einen nationalen Index unter der 40-Punkte-Marke auf: Südkorea (39,7), Japan (39,4), Ungarn (36,4) und die Türkei (30,8).
Im Vergleich zu vor zwölf Monaten verzeichnen lediglich drei Länder einen deutlichen Rückgang der Verbraucherstimmung. Demgegenüber verzeichnen elf Länder einen deutlichen Anstieg, vor allem Argentinien (+12,3) und Deutschland (+8,7).
Trends
Der Global Consumer Confidence Index von Ipsos (auf Basis aller 29 untersuchten Länder) liegt derzeit bei 49,1 und damit nur um 0,4 Punkte höher als im August. Basierend auf den seit März 2010 beobachteten „Legacy 20 Countries“ läge der Index bei 47,4.
Der aktuelle Teilindex spiegelt die Wahrnehmung des wirtschaftlichen Klimas durch die Verbraucher und ihre aktuelle Kauf-, Beschäftigungs- und Investitionsvertrauen, ist relativ unverändert (+0,2 Punkte) und liegt bei 40,0. Neun Länder weisen in ihrem aktuellen Teilindex einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vormonat (mindestens 2 Punkte) auf, und sieben Länder weisen einen deutlichen Verlust auf.
Der Investitions-Subindex, der die Wahrnehmung des Investitionsklimas durch die Verbraucher widerspiegelt, ist um unbedeutende 0,4 Punkte gestiegen und liegt nun bei 42,4. Insgesamt verzeichnen acht Länder in diesem Monat einen deutlichen Anstieg ihres Investitions-Subindex, während sieben Länder einen deutlichen Verlust verzeichnen.
Der Subindex „Erwartungen“, der die Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Lage angibt, ist in diesem Monat um 0,7 Punkte gestiegen und liegt bei 57,7. Sieben Länder weisen in ihrem Subindex „Erwartungen“ deutliche Zuwächse auf, während nur drei Länder deutliche Verluste verzeichneten.
Der Subindex „Arbeitsplätze“, der die Wahrnehmung der Arbeitsplatzsicherheit und des Arbeitsmarktes widerspiegelt, ist nahezu unverändert (+0,1 Punkte) und liegt nun bei 57,5. Sieben Länder verzeichnen in ihrem Subindex „Arbeitsplätze“ deutliche Zuwächse, fünf Länder hingegen deutliche Verluste.
Bemerkenswert ist, dass die Türkei das einzige Land ist, das in allen vier Unterindizes signifikante Verluste (von mindestens 2 Punkten) verzeichnet. Im Gegensatz dazu weisen Mexiko und Frankreich in allen vier Unterindizes jeweils signifikante Zuwächse gegenüber dem Vormonat auf.
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