Der Ipsos-Bericht „Menschen und Klimawandel 2026“
Willkommen zum Ipsos-Bericht „Menschen und Klimawandel“ , der die Risikowahrnehmung im Zusammenhang mit der Klimakrise sowie die Haltung zur Energiewende in 31 Ländern untersucht. Drei der letzten vier Jahre waren die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen. Gleichzeitig ist jedoch die Bereitschaft der Bevölkerung, im Klimaschutz aktiv zu werden, gesunken. Diese Diskrepanz steht im Mittelpunkt des Berichts.
Wichtigste Erkenntnisse
Mit steigenden Temperaturen sinkt die individuelle Verantwortung zum Handeln. Die vergangenen elf Jahre waren die wärmsten der Neuzeit , doch die Menschen messen der Notwendigkeit zum Handeln zunehmend weniger Bedeutung bei. In den letzten fünf Jahren ist in allen für diesen Bericht untersuchten Ländern sowohl 2021 als auch 2026 der Anteil derjenigen gesunken, die der Ansicht sind, dass Einzelpersonen künftigen Generationen schaden würden, wenn sie nicht gegen den Klimawandel vorgehen.
Kurzfristige Ängste stehen langfristigen Vorsorgemaßnahmen entgegen. Zwar ist die Sorge um den Klimawandel weiterhin präsent – durchschnittlich 59 % der Befragten in 31 Ländern geben an, ihr Land solle mehr im Kampf gegen den Klimawandel tun –, doch werden unmittelbarere Risiken als dringlicher angesehen. Unsere Umfrage „Was die Welt beunruhigt “ platziert die Sorge um den Klimawandel auf Platz 11, hinter greifbareren und unmittelbareren Problemen wie Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Inflation.
Die Energiewende steht an einem Wendepunkt. Die öffentliche Zustimmung zum Übergang zu sauberer Energie ist zunehmend an Bedingungen geknüpft, insbesondere an die Abwägung von Bezahlbarkeit, Zuverlässigkeit und Versorgungssicherheit. Laut dem Ipsos Energy Transition Barometer befürwortet jeder Zweite (50 % in 31 Ländern), dass Regierungen niedrigen Energiepreisen Priorität einräumen, selbst wenn dies zu steigenden Emissionen führt.
Werteorientiertes Einkaufen gewinnt trotz Preisdruck und politischer Gegenreaktionen an Bedeutung. 56 % der Amerikaner und 62 % der Kanadier geben an, dass der Preis ihr Kaufverhalten im Jahr 2025 stärker beeinflussen wird. Gleichzeitig stieg der Conscious Consumer Index von 38 % auf 40 %, was bedeutet, dass immer mehr Käufer in Nordamerika Nachhaltigkeitsaspekte beim Einkaufen berücksichtigen.
Die stille Integration von ESG. Aus Angst vor negativen Reaktionen verfolgen Unternehmen eine Strategie des „strategischen Schweigens“ – nur 21 % der Mitglieder des Ipsos Reputation Council äußern sich zu potenziell kontroversen Themen. Doch hinter den Kulissen ist ESG weiterhin fest in der Geschäftswelt verankert. 81 % der Council-Mitglieder sind der Ansicht, dass ESG-Initiativen einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung und Bindung von Talenten bieten, und 60 % stimmen zu, dass eine schlechte ESG-Performance mittlerweile erhebliche Konsequenzen hat.
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