Globale Reiseresilienz: Nachfrage bleibt trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Belastungen stabil – Ipsos-Umfrage
Globale Reiseresilienz: Nachfrage bleibt trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Belastungen stabil – Ipsos-Umfrage

Globale Reiseresilienz: Nachfrage bleibt trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Belastungen stabil

Laut einer Ipsos-Umfrage planen fast drei Viertel (74 %) der Weltbürger eine Sommerreise.

Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheit und steigendem wirtschaftlichem Druck bleibt die weltweite Reisenachfrage stabil. Laut einer von Ipsos durchgeführten Umfrage des Allianz Partners Global Travel Confidence Index planen fast drei Viertel (74 %) der Weltbevölkerung, einen Sommerurlaub zu machen.

Während 77 % der Reisenden Bedenken hinsichtlich steigender Reisekosten äußern, bleibt die Reiseabsicht stark, was die anhaltende Bedeutung von Urlaub für Wohlbefinden und persönliche Erholung unterstreicht.

Wohin die Welt steuert: Inlandsreisen weisen den Weg

Die Reisetrends im Jahr 2026 zeigen eine deutliche Verlagerung hin zu Reisezielen in der näheren Umgebung. Mehr als zwei von fünf Reisenden weltweit (42 %) planen einen Urlaub im eigenen Land. Von diesen Inlandsreisen bevorzugen 31 % Küsten-, Land- oder Bergregionen, während 19 % Städtereisen unternehmen.

Inlandsreisen sind besonders in Indien (60 %), China (59 %), den USA (51 %), Spanien (49 %) und Frankreich (41 %) verbreitet. Reisende aus der Schweiz (61 %), den Niederlanden (55 %), Großbritannien (42 %) und Deutschland (41 %) hingegen verreisen häufiger ins Ausland.

Bemerkenswerterweise gaben 41 % der Befragten in Frankreich an, diesen Sommer nicht verreisen zu wollen – ein höherer Anteil als in anderen befragten Märkten.

Das Erlebnis bleibt im Mittelpunkt: Reisende suchen nach sinnvollen Aktivitäten

Neben der Wahl des Reiseziels werden Reisende zunehmend von bedeutungsvollen Erlebnissen motiviert. Mehr als die Hälfte (54 %) der Reisenden weltweit plant, während ihrer Reisen Konzerte, Festivals oder Aufführungen zu besuchen, während 41 % beabsichtigen, Sportveranstaltungen zu besuchen.

Darüber hinaus erwägen über ein Drittel (36 %) Kreuzfahrten, Flussreisen oder Expeditionsreisen, was die anhaltende Vorliebe für intensive und erlebnisreiche Urlaube unterstreicht.

Die Kostengleichung: Reisen passt sich an, bleibt aber bestehen.

Steigende Kosten verändern zwar das Reiseverhalten, aber nicht die Nachfrage. Der Wunsch zu reisen ist ungebrochen: 82 % der Reisenden weltweit geben an, dringend Urlaub zu brauchen, und 86 % planen weiterhin mindestens einen Urlaub pro Jahr ein. Statt ganz auf Reisen zu verzichten, passen die Verbraucher ihr Verhalten an. Eine Mehrheit (61 %) berichtet, unnötige Ausgaben in anderen Bereichen zu reduzieren, während fast die Hälfte (47 %) bei ihren Reisen Abstriche macht, um sie erschwinglicher zu gestalten.

Die Ausgabenerwartungen bleiben dennoch beträchtlich. Die weltweit durchschnittlichen Ausgaben belaufen sich voraussichtlich auf 1.572 €* pro Person, wobei es je nach Markt große Unterschiede gibt. Die Schweiz führt mit 2.580 €, gefolgt von den USA (2.261 €) und China (2.221 €). Zu den Ländern im mittleren Bereich zählen die Niederlande (1.752 €), Großbritannien (1.489 €) und Deutschland (1.431 €), während Frankreich (991 €), Italien (986 €) und Spanien (952 €) sowie Indien (800 €) eher im unteren Bereich liegen.

Globale Unsicherheit beeinflusst Reiseentscheidungen

Unsicherheit beeinflusst weiterhin die Entscheidungsfindung. Die Hälfte aller Reisenden weltweit (51 %) gibt an, ihre Reiseziele aufgrund von Grenzkontrollen und Reisewarnungen zu überdenken, während 72 % Bedenken hinsichtlich geopolitischer Instabilität nennen. Auch die persönliche Sicherheit spielt eine große Rolle: Zwei Drittel (66 %) äußern Besorgnis über Risiken wie Kriminalität, Betrug oder Terrorismus.

Operative Risiken erhöhen die Komplexität zusätzlich. Verspätungen und Flugausfälle bereiten 59 % der Reisenden Sorgen, 57 % befürchten eine Erkrankung im Ausland und 56 % medizinische Notfälle. Praktische Probleme wie verlorenes Gepäck (52 %) oder fehlende Reisedokumente (50 %) verstärken das Gefühl der Unsicherheit. Diese Sorgen sind besonders ausgeprägt bei jüngeren Reisenden, die im Vergleich zu älteren Reisenden durchweg höhere Angstwerte in Bezug auf Gesundheits-, Sicherheits- und Logistikrisiken angeben.

Reiseversicherung: Mehr Vertrauen in einem unsicheren Umfeld

In diesem Umfeld spielt die Reiseversicherung eine immer wichtigere Rolle für das Reisevertrauen. Die Beweggründe derjenigen, die eine Versicherung abschließen, sind einheitlich: 85 % geben an, sich dadurch sicherer zu fühlen und vor unvorhergesehenen Ereignissen geschützt zu sein, während 84 % die Möglichkeit schätzen, Kosten im Falle einer Stornierung erstattet zu bekommen. Die Versicherung wird oft frühzeitig in den Reiseprozess integriert; 42 % der Reisenden schließen sie bereits bei der Buchung ab.

Das Kaufverhalten zeigt eine Präferenz für den direkten Kontakt: 31 % der Reisenden schließen ihre Versicherung direkt bei den Versicherern ab, gefolgt von Online-Reiseplattformen und -büros (jeweils 13 %). Banken, Fluggesellschaften und Vergleichsportale spielen eine geringere Rolle. Gleichzeitig ist eine beträchtliche Minderheit unversichert: 20 % der Reisenden planen keine Versicherung abzuschließen, und weitere 13 % sind unentschlossen.

* Die Währungsumrechnungen in Euro wurden zum Stichtag April 2026 durchgeführt.

Über die Studie
Dies sind die Ergebnisse einer von Ipsos im Auftrag von Allianz Partners durchgeführten Umfrage, die zwischen dem 20. März und dem 14. April 2026 stattfand. Insgesamt nahmen n=11.010 Erwachsene über 18 Jahre an der von Ipsos auf seiner Online-Plattform Global Advisor durchgeführten Umfrage teil. Die Stichprobe umfasst China (n=1001), Frankreich (n=1001), Deutschland (n=1001), Großbritannien (n=1001), Indien (n=1001), Italien (n=1001), die Niederlande (n=1001), Spanien (n=1001), die Schweiz (n=1001) und die Vereinigten Staaten (n=2001). Quoten und Gewichtungen wurden angewendet, um sicherzustellen, dass die Zusammensetzung der Stichprobe derjenigen der Bevölkerung gemäß den Volkszählungsparametern entspricht. Insgesamt weist die Umfrage eine Fehlermarge von +/- 1,1 Prozent in 19 von 20 Fällen auf. Aufgrund unterschiedlicher Stichprobengrößen ist die Fehlermarge jedoch für einzelne Länder größer. Zum Beispiel +/- 3,8 % für Länder mit einer Stichprobengröße von 1001 und +/- 2,7 % für die Vereinigten Staaten mit einer Stichprobengröße von 2001 im Vergleich zu den Ergebnissen, die sich ergeben hätten, wenn alle Erwachsenen ab 18 Jahren befragt worden wären.

Die Stichproben aus China und Indien repräsentieren überwiegend städtische, gebildete und/oder wohlhabende Bevölkerungsgruppen und nicht die Gesamtbevölkerung. Daher sollten die Umfrageergebnisse aus diesen Ländern als Spiegelbild der Perspektiven der besser vernetzten Bevölkerungsschichten interpretiert werden. Diese vernetzten Personen haben in der Regel besseren Zugang zu Technologie, Informationen und globalen Kommunikationsnetzwerken und sind stärker mit digitalen Plattformen und internationalen Trends verbunden.

This is an automatic translation, for the original version, please click here: https://www.ipsos.com/en-ch/global-travel-resilience-demand-holds-firm-amid-economic-and-geopolitical-pressures

The author(s)

Related news