Februar 2026: Globales Verbrauchervertrauen erstmals seit Oktober stabil
Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos ist diesen Monat stabil (+0,1 Punkte) und liegt bei 50,0. Nach drei Monaten mit deutlichen Anstiegen zeigt der Index damit eine Stabilisierung. Aktuell liegt er 1,2 Punkte über dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Von den 30 untersuchten Volkswirtschaften verzeichnen vier Länder einen deutlichen Anstieg des Verbrauchervertrauens, während in vier Ländern ein merklicher Rückgang zu verzeichnen ist. Alle vier Teilindizes zeigen in diesem Monat Stabilität.
Auf Basis der seit März 2010 erfassten „20 traditionellen Länder“ läge der Index bei 47,5, was nahezu unverändert gegenüber Januar (-0,2 Punkte) wäre.
Die Stimmung in Lateinamerika ist uneinheitlich. Kolumbien (+3,1 Punkte) hat deutlich zugelegt und den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2023 erreicht, während Argentinien (-3,9 Punkte) und Brasilien (-2,5 Punkte) beide deutliche Verluste verzeichnen.
Im Gegensatz dazu ist das Verbrauchervertrauen in Europa weitgehend stabil. Ungarn (+4,4 Punkte) hat erstmals seit Mai 2024 die 40-Punkte-Marke überschritten, während Belgien (-2,5 Punkte) in diesem Monat einen Rückgang verzeichnete.
Der globale Verbrauchervertrauensindex ist der Durchschnitt der Gesamt- bzw. nationalen Indizes aller befragten Länder. Die diesmonatige Ausgabe basiert auf einer monatlichen Umfrage unter mehr als 21.000 Erwachsenen unter 75 Jahren aus 30 Ländern, die über die Online-Plattform Global Advisor von Ipsos durchgeführt wurde. Die Umfrage fand zwischen dem 23. Januar und dem 6. Februar 2026 statt.
Verbraucherstimmung in 30 Ländern
Unter den 30 Ländern weist Indonesien mit 62,4 den höchsten Wert im nationalen Index auf. Indonesien ist in diesem Monat das einzige Land mit einem Wert von 60 oder höher im nationalen Index.
Vierzehn weitere Länder weisen nun einen nationalen Indexwert von mindestens 50 Punkten auf: Malaysia (59,8), Thailand (57,0), Indien (56,4), Singapur (56,3), Schweden (55,9), Kolumbien (54,8), die USA (53,8), die Niederlande (53,6), Mexiko (53,3), Brasilien (52,7), Australien (52,5), Israel (51,4), Chile (50,3) und Spanien (50,0).
Im Gegensatz dazu ist die Türkei (34,6) das einzige Land in diesem Monat, das einen nationalen Index unter der 40-Punkte-Marke aufweist.
Im Vergleich zu vor zwölf Monaten weisen nur noch drei Länder einen deutlichen Rückgang der Verbraucherstimmung auf. Im Gegensatz dazu verzeichnen zwölf Länder ab Februar 2025 einen deutlichen Anstieg, allen voran Israel (+6,6 Punkte).
Trends
Der globale Verbrauchervertrauensindex von Ipsos (basierend auf allen 30 befragten Ländern) liegt aktuell bei 50,0. Würde man nur die „traditionellen 20 Länder“ berücksichtigen, die seit März 2010 erfasst werden, läge der Wert bei 47,5.
Der Teilindex „Aktuelle Lage“, der die Wahrnehmung der Verbraucher hinsichtlich des wirtschaftlichen Klimas und ihr aktuelles Kauf-, Beschäftigungs- und Investitionsvertrauen widerspiegelt, bleibt unverändert bei 40,8. Insgesamt verzeichnen fünf Länder einen deutlichen Anstieg (mindestens 2 Punkte) im Vergleich zum Vormonat in ihrem Teilindex „Aktuelle Lage“, während sechs Länder einen deutlichen Rückgang verzeichnen.
Der Teilindex „Investitionen“, der die Wahrnehmung des Investitionsklimas durch die Verbraucher widerspiegelt, zeigt diesen Monat Stabilität (+0,1 Punkte) und liegt nun bei 43,2. Sechs Länder verzeichnen diesen Monat einen deutlichen Anstieg ihres Teilindex „Investitionen“, während sechs Länder einen deutlichen Rückgang verzeichnen.
Der Teilindex „Erwartungen“, der die Verbrauchererwartungen hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Lage widerspiegelt, ist in diesem Monat stabil (+0,3 Punkte) und liegt nun bei 58,2. Fünf Länder verzeichnen deutliche Zuwächse in ihrem Teilindex „Erwartungen“, während nur drei Länder deutliche Rückgänge verzeichnen.
Der Teilindex „Beschäftigung“, der die Wahrnehmung der Arbeitsplatzsicherheit und des Arbeitsmarktes widerspiegelt, zeigt in diesem Monat keine signifikante Veränderung (-0,3 Punkte) und liegt nun bei 58,8. Fünf Länder verzeichnen deutliche Zuwächse in ihrem Teilindex „Beschäftigung“, und fünf Länder verzeichnen deutliche Rückgänge.
Bemerkenswert ist, dass Indien als einziges Land in allen vier Teilindizes signifikante Verluste (von mindestens 2 Punkten) verzeichnet. Ungarn, Israel und Singapur hingegen weisen in allen vier Teilindizes deutliche monatliche Zuwächse auf.
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