Mobilitätsbarometer: Trends der Elektromobilität
Die Mobilitätsbarometer-Ergebnisse liefern ein umfassendes Bild über das aktuelle Mobilitätsverhalten in Deutschland, Einstellungen zu nachhaltigem Verkehr und den Fortschritt alternativer Antriebe in neun europäischen Ländern.
Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Mobilitätsanbieter erhalten mit dem Mobilitätsbarometer in Deutschland fundierte Insights, um die Entwicklung der Mobilität von morgen besser zu verstehen und zu gestalten.
Zentrale Mehrwerte:
- Repräsentative Daten aus neun europäischen Märkten
- Analyse von Mobilitätsverhalten, Einstellungen und Trends
- Fokus auf Elektromobilität, Nachhaltigkeit und Multimodalität
- Vergleich von Länderprofilen und Konsumentengruppen
- Grundlage für strategische Planung und Marktprognosen
- Jährliche Trendbeobachtung für valide Zeitvergleiche
Was ist das Mobilitätsbarometer?
Die Definition eines Mobilitätsbarometers ist schnell erklärt. Das sogenannte Mobility Barometer ist eine regelmäßig durchgeführte Trendstudie, die Einstellungen, Verhaltensweisen und Erwartungen rund um Mobilität erfasst. Im Fokus steht vor allem der Trend rund um die Elektromobilität. Gleichzeitig untersuchen Expert:innen mit den Methodiken des Mobilitätsbarometers die Entwicklung der E-Mobilität unter anderem in Deutschland und zeigen,
- wie Menschen sich fortbewegen,
- welche Verkehrsmittel sie nutzen und
- welche Faktoren ihre Entscheidungen beeinflussen.
Angefangen bei Kosten über Komfort bis hin zu Nachhaltigkeit und technologischen Innovationen.
Das Ziel des Mobilitätsbarometers ist es, Entwicklungen frühzeitig sichtbar und Veränderungen im Mobilitätsverhalten messbar zu machen. Dadurch liefert es Unternehmen, politischen Entscheidungsträgern und Mobilitätsanbietern wertvolle Orientierung und Einblicke in die Mobilitätstrends Deutschlands für strategische Entscheidungen und nachhaltige Verkehrsplanung.
Der Nutzen des Mobilitätsbarometers ist insbesondere für Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Mobilitätsdienstleister relevant, die verstehen wollen, wie sich Mobilitätsbedürfnisse verändern und was die Entwicklungen des Elektroautomarktes in Deutschland beeinflusst. Die Mobilitätsbarometer-Studie schafft zudem für Versicherer, Verkehrsverbünde und Energieanbieter wertvolle Einblicke, um Strategien, Produkte und Infrastruktur an das tatsächliche Verhalten und die Erwartungen der Menschen anzupassen.
Unsere Lösungen für Ihr Unternehmen
Wie werden die Trends der Elektromobilität erfasst?
Die Entwicklungen rund um Elektromobilität werden im Mobilitätsbarometer systematisch über Zeit und Länder hinweg gemessen. Grundlage, um die Trends der E-Mobilität zu erkennen, ist eine repräsentative Online-Umfrage, die Ipsos im Auftrag von Europ Assistance erstmalig zwischen dem 17. Dezember 2024 und dem 13. Januar 2025 unter 9000 Personen in neun europäischen Ländern durchgeführt hat. Darunter waren Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Spanien, Österreich, Tschechien und die Schweiz.
Für das Mobilitätsbarometer werden Daten wie Besitz, Nutzungsabsichten und Anschaffungsbarrieren von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie die Beweggründe für oder gegen den Umstieg erfasst. Anschließend erfolgt mittels Mobilitätsbarometer-Analyse eine umfassende Auswertung, wobei wirtschaftliche, ökologische und infrastrukturelle Faktoren getrennt untersucht werden. Nur dadurch lassen sich tatsächliche Treiber und Hemmnisse der Elektromobilität sichtbar machen, was letztlich die Bedeutung des Mobilitätsbarometers ausmacht.
Die Ergebnisse werden jährlich mit den Daten früherer Barometerberichte verglichen, um Veränderungen im Konsum- und Einstellungsverhalten, aber auch der Infrastruktur im Bereich E-Mobilität in Deutschland nachzuvollziehen. So lässt sich beispielsweise erkennen, dass die Akzeptanz alternativer Antriebe weiter steigt, gleichzeitig aber wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Ladeinfrastruktur entscheidende Einflussgrößen bleiben. Durch den mehrjährigen Vergleich liefert das Barometer belastbare Daten zu Elektromobilitätstrends ebenso wie zur Dynamik der Elektromobilität in Europa.
Wer steht hinter Europ Assistance?
Europ Assistance wurde 1963 gegründet und ist Teil der Generali Group, einem der größten Versicherungsunternehmen weltweit. Das Unternehmen hält in seinem Portfolio internationale Assistance-Dienstleistungen in den Bereichen Mobilität, Reise, Gesundheit, Zuhause und Alltag für seine Kund:innen bereit. Mit einem Netzwerk aus Partnern und Tochtergesellschaften in über 200 Ländern und Regionen unterstützt Europ Assistance jährlich Millionen Kundinnen und Kunden.
Als Auftraggeber des Mobilitätsbarometers arbeitet Europ Assistance eng mit Ipsos zusammen, um Entwicklungen im Mobilitätsverhalten auf Basis wissenschaftlicher Methoden zu erfassen. Die Kombination aus Assistance-Kompetenz und Marktforschung gewährleistet ein umfassendes Verständnis dafür, wie sich Mobilität in Europa verändert. Und das aus der Perspektive der Menschen, die täglich unterwegs sind. Damit hat das Mobilitätsbarometer in der Presse ein hohes Ansehen erzielt.
Typische Anwendungsfälle
Das Mobilitätsbarometer dient als praxisnahes Werkzeug für Organisationen, die verstehen wollen, wie sich Mobilitätsverhalten, Technologieakzeptanz und Konsumentenerwartungen verändern. Und wo Deutschland im Bereich E-Mobilität steht. Die Mobilitätsbarometer-Daten werden in verschiedenen Branchen eingesetzt, um Strategien zu prüfen, Angebote anzupassen und Investitionen gezielt zu steuern.
- Automobilhersteller nutzen die Erkenntnisse, um Marktpotenziale für Elektro- und Hybridfahrzeuge zu bewerten und Modelle an die Erwartungen verschiedener Länder anzupassen.
- Energieversorger planen auf Basis der Daten den Ausbau öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur – etwa, wo Schnellladestationen besonders benötigt werden.
- Städte und Verkehrsplaner verwenden die Ergebnisse, um multimodale Verkehrssysteme zu fördern und nachhaltige Mobilitätskonzepte wie Carsharing oder E-Bike-Verleih zu integrieren.
- Versicherer und Assistance-Dienstleister entwickeln neue Mobilitätsservices, etwa flexible Pannenhilfe für E-Fahrzeuge oder Versicherungslösungen für geteilte Mobilität.
- Unternehmen mit großem Fuhrpark nutzen das Barometer, um Dienstwagenstrategien nachhaltiger zu gestalten und CO₂-Ziele zu erreichen.
Hier geht es zum Mobilitätsbarometer-Download
Was hat das Mobilitätsbarometer 2025 ergeben?
Die Mobilität in Europa befindet sich im Wandel. Dennoch bleibt die Entwicklung der E-Mobilität wie in Deutschland hinter den Erwartungen. Laut dem Mobilitätsbarometer 2025 passen Europäerinnen und Europäer zwar zusehends ihr Verhalten an ökologische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen an, dennoch besitzen 86 Prozent weiterhin ein Auto. Der Anteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen steigt allerdings und erfreulicherweise kontinuierlich an. 13 Prozent im Jahr 2025 gegenüber 10 Prozent im Jahr 2023. Ebenso zeigt die Entwicklung der Mobilität, dass immer mehr Menschen auf umweltfreundliche und multimodale Lösungen wie E-Bikes, öffentliche Verkehrsmittel und Carsharing setzen. Insgesamt haben 60 Prozent der Befragten ihre täglichen Mobilitätsgewohnheiten bereits nachhaltiger gestaltet.
Alternative Verkehrsmittel gewinnen an Bedeutung
Europa bewegt sich Schritt für Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Mobilität. Während das Auto für die meisten weiterhin unverzichtbar bleibt, gewinnen alternative Antriebe und neue Verkehrskonzepte zunehmend an Gewicht.
Zentrale Entwicklungen:
- Der Anteil an Hybrid- und Elektrofahrzeugen ist weiter gestiegen – von 10 Prozent im Jahr 2023 auf 13 Prozent im Jahr 2025, mit Spitzenwerten in Italien (21 Prozent) und der Schweiz (16 Prozent).
- 60 Prozent der Europäerinnen und Europäer haben ihr Mobilitätsverhalten bereits nachhaltiger gestaltet, etwa durch den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, E-Bikes oder Carsharing.
- Nur 14 Prozent planen, ihr Auto künftig häufiger zu nutzen, während 16 Prozent die Nutzung reduzieren möchten.
- In Deutschland erfolgt der Wandel vor allem aus wirtschaftlichen Motiven – steigende Kosten und Effizienz stehen stärker im Fokus als ökologische Argumente.
- Öffentliche Verkehrsmittel gewinnen an Bedeutung, besonders in Spanien (59 Prozent) und Österreich (72 Prozent tägliche Nutzung, jeweils mit steigender Tendenz).
- Die Nutzung von Elektrofahrrädern hat in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen. Besonders stark ist das Wachstum in Frankreich, Belgien und Deutschland.
- Mehr als die Hälfte der Fahrradbesitzer plant, Versicherungs- und Assistance-Leistungen für Fahrräder oder Mikromobilität zu nutzen. Ein Hinweis auf den wachsenden Stellenwert dieser neuen Mobilitätsformen.
- Der Anteil der Europäerinnen und Europäer, die in den kommenden Jahren ein Elektroauto kaufen wollen, stagniert bei 27 Prozent, was auf eine gewisse Marktsättigung und anhaltende Kostensensibilität hindeutet.
Elektromobilität: Zwischen Wachstum und Kostenbremse
Die Einführung von Elektrofahrzeugen verläuft in Europa langsamer als erwartet. Zwar zieht rund ein Viertel der Europäerinnen und Europäer den Kauf eines Elektroautos in Betracht, doch der Trend der E-Mobilität zeigt erste Anzeichen einer Abschwächung. Die größten Hemmnisse liegen in den hohen Anschaffungskosten und der unzureichenden Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig bleibt die Motivation stark von wirtschaftlichen und ökologischen Überlegungen geprägt. Hierzu zu nennen wären die Kraftstoffersparnis und Nachhaltigkeit als zentrale Argumente für den Umstieg.
Unser Barometer zeigt, dass wirtschaftliche Faktoren die Hauptantriebskraft für Mobilitätsveränderungen sind. Kostenreduzierung bleibt der entscheidende Treiber – unabhängig davon, ob Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing oder Elektrofahrzeuge setzen.“
Pascal Baumgarten, CEO von Europ Assistance Northern Europe & Mobility
| Aspekt | Europa (gesamt) | Deutschland (Beispiel) | Interpretation |
|---|---|---|---|
| Erwägung eines E-Auto-Kaufs | 25 % der Europäer | – | Interesse vorhanden, aber leicht rückläufig |
| Haupthindernis: Anschaffungskosten | 51 % | – | Preis bleibt die größte Eintrittsbarriere |
| Fehlende Ladeinfrastruktur | 26 % | – | Zweitwichtigste Hürde, besonders in ländlichen Regionen |
| Hauptkaufgrund: Kraftstoffersparnis | 40 % | 44 % | Wirtschaftlicher Nutzen treibt die Entscheidung |
| Hauptkaufgrund: Umweltaspekt | 35 % | 39 % | Ökologische Motivation bleibt stark, aber nachrangig |
| Staatliche Anreize als Kaufgrund | – | 26 % | Förderprogramme wirken, reichen aber noch nicht aus |
Multimodale Mobilität wird zur neuen Normalität
In Europa zeichnet sich ein deutlicherer Mentalitätswandel hinsichtlich des Trends zur Elektromobilität ab. Immer mehr Menschen kombinieren verschiedene Verkehrsmittel, anstatt ausschließlich auf das eigene Auto zu setzen. Jeder dritte Autobesitzer kann sich inzwischen vorstellen, künftig auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten. Besonders häufig in Spanien (45 %), Italien (37 %) und der Schweiz (38 %).
Nutzung verschiedener Verkehrsmittel:
- 86 % der Europäer fahren Auto
- 54 % nutzen zusätzlich öffentliche Verkehrsmittel
- 48 % verwenden regelmäßig Fahrräder oder E-Bikes
In Deutschland besitzen 68 % der Befragten ein Fahrrad, darunter 27 % ein E-Bike. Der Ausbau von Infrastruktur und digitalen Mobilitätsplattformen gilt für 32 % der Europäer als zentraler Anreiz für den häufigeren Einsatz alternativer Verkehrsmittel.
Gemeinsam statt allein: Carsharing und Fahrgemeinschaften werden Teil des Alltags. In Portugal (31 %) und Österreich (31 %) hat ihre Nutzung im Vergleich zu 2024 deutlich an Beachtung gewonnen. Die Entwicklung unterstreicht, dass geteilte und kombinierte Mobilität europaweit zum neuen Standard wird.
Ipsos – Ihr Partner für Mobilitäts-Insights
Mit einem Mobilitätsbarometer unterstützt Ipsos Unternehmen, Institutionen und Entscheidungsträger dabei, Mobilitätsverhalten, Trends und Zukunftstreiber besser zu verstehen. Die Studie liefert belastbare Daten zu nachhaltiger E-Mobilität in Deutschland und multimodalen Verkehrsformen in ganz Europa. Die Grundlage für Ihre fundierten Strategien und zukunftsfähigen Entscheidungen.
Als eines der weltweit führenden Markt- und Sozialforschungsunternehmen ist Ipsos in über 90 Ländern präsent, beschäftigt rund 20000 Mitarbeitende und begleitet mehr als 5000 Kunden weltweit. In Deutschland verfügt Ipsos mit über 500 Mitarbeitenden an den Standorten Hamburg, Nürnberg, München, Frankfurt und Berlin über umfassende Expertise im Bereich Mobilität, Verbraucherforschung und gesellschaftlicher Wandel.
Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie uns gemeinsam erarbeiten, wie Sie die Erkenntnisse aus dem Mobilitätsbarometer nutzen können. Für Strategien, die Mobilität nachhaltiger, effizienter und näher am Menschen gestalten.
FAQ: Mobilitätsbarometer
Wie häufig erscheint das Mobilitätsbarometer?
Das Mobilitätsbarometer wird jährlich veröffentlicht. Durch die wiederkehrende Erhebung lassen sich Entwicklungen und Veränderungen im Mobilitätsverhalten über die Zeit hinweg zuverlässig nachverfolgen. Der Vergleich mit früheren Erhebungen ermöglicht ein klares Verständnis aktueller Trends und langfristiger Dynamiken in der europäischen Mobilität.
Welche Länder sind Teil der Mobilitätsbarometer-Analyse?
Die aktuelle Ausgabe des Mobilitätsbarometers umfasst neun europäische Länder. Dazu gehören Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Spanien, Österreich, die Tschechische Republik und die Schweiz. Die Auswahl bildet unterschiedliche Mobilitätskulturen, Infrastrukturen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen ab und erlaubt damit einen repräsentativen Blick auf die Mobilität in Europa.
Wie werden die Mobilitätsbarometer-Daten erhoben und ausgewertet?
Ipsos führt eine repräsentative Online-Befragung mit 9000 Teilnehmenden durch, die nach Alter, Geschlecht und Land quotiert werden. Die Auswertung erfolgt nach einheitlichen methodischen Standards, sodass die Ergebnisse vergleichbar sind. Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr werden auf Basis identischer Länderstichproben berechnet, um Trends valide und konsistent abzubilden.
Wie können Unternehmen und Institutionen die Ergebnisse des Mobilitätsbarometers nutzen?
Die Ergebnisse schaffen Entscheidungshilfen für eine Vielzahl von Akteuren im Mobilitätssektor, wie Automobilhersteller, Energie- und Infrastrukturunternehmen oder auch Versicherer und Verkehrsbehörden. Sie liefern konkrete Daten zur strategischen Planung, etwa zur Nachfrage nach Elektromobilität, zur Nutzung alternativer Verkehrsmittel oder zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren auf das Mobilitätsverhalten.