Konsumklima erfassen – Global Consumer Confidence Index | Ipsos
Konsumklima erfassen – Global Consumer Confidence Index | Ipsos

Konsumklima erfassen – Global Consumer Confidence Index

Erfahren Sie mehr über Konsumklima & Verbraucherstimmung in Deutschland & weltweit. Mit dem Konsumbarometer von Ipsos gewinnen Sie den Überblick über globale Trends.

Wie geht Ipsos beim Erfassen des Konsumklimas vor?

Für das Konsumbarometer messen wir das Konsumklima seit 2010 im Rahmen der monatlich erscheinenden Tracking-Studie „Global Consumer Confidence Index”. Dazu befragen wir weltweit über 20.000 Verbraucher:innen in 30 Märkten, davon über 1.000 Personen in Deutschland, nach ihrer Verbraucherstimmung. Konkret erfasst werden dabei zentrale Indikatoren wie persönliche Finanzlage, wirtschaftliche Erwartungen, Kaufbereitschaft und Einschätzungen zum Arbeitsmarkt. 

Aus den Ergebnissen dieser Meinungsumfragen erarbeiten unsere Expert:innen vier Teilindizes, die zusammen den Gesamtwert des Konsumklimas widerspiegeln. Der standardisierte Ansatz gewährleistet einen länderübergreifenden Vergleich und zeigt, wie sich die wirtschaftliche Stimmung und das Konsumverhalten global entwickeln.
 

Warum ist das Konsumbarometer so wichtig?

Da der private Konsum einen erheblichen Anteil am Bruttoinlandsprodukt ausmacht, liefert das Konsumbarometer wertvolle Hinweise auf bevorstehende Konjunkturveränderungen. Ein steigender Global Consumer Confidence Index deutet auf eine höhere Konsumfreude hin, was wiederum Unternehmen zu Investitionen und Neueinstellungen anregt. Eine sinkende Verbraucherstimmung hingegen signalisiert Zurückhaltung im Konsumverhalten und veranlasst die Wirtschaft, risikoärmere Maßnahmen zu ergreifen. Somit dient die Erfassung des Konsumklimas als wichtiges Instrument für Wirtschaft, Politik und Finanzmärkte, um frühzeitig auf Veränderungen im Konsumverhalten reagieren zu können.

 

Aktualisiert am 26. August 2026
 

Aktuelles Konsumbarometer: Weltweite Verbraucherstimmung trübt sich erstmals seit vier Monaten ein

Der Global Consumer Confidence Index – unser Konsumbarometer – bildet den Durchschnitt der nationalen Verbraucherindizes aus 30 Ländern und gibt Aufschluss über die weltweite Verbraucherstimmung.

Nach drei Monaten im Aufwärtstrend hat das globale Konsumklima einen Dämpfer erhalten: Der Ipsos Global Consumer Confidence Index sank im August um 0,7 Punkte auf 48,4 Punkte und gab damit erstmals seit April 2026 nach. Das Stimmungsniveau liegt nun wieder auf dem Stand des Vorjahres. Im Vergleich zur Zeit vor Beginn des Iran-Kriegs hat sich die Verbraucherstimmung deutlich eingetrübt. Der Index liegt aktuell mehr als einen Punkt unter dem damaligen Niveau; in 14 Ländern fällt er weiterhin spürbar niedriger aus als vor Kriegsausbruch.

Von den 30 untersuchten Volkswirtschaften verzeichnen lediglich drei Länder einen deutlichen Anstieg der Verbraucherstimmung: Peru (+4,4 Punkte), Irland (+3,1) und Indonesien (+2,7). In sieben Ländern hat sich das Konsumklima dagegen spürbar verschlechtert. Die stärksten Rückgänge entfallen auf Israel und Chile (jeweils -4,0 Punkte), gefolgt von Ungarn (-3,5), Argentinien (-2,8) und Spanien (-2,2).

Deutschland erreicht im Konsumbarometer 42,1 Punkte und verliert gegenüber Juli 2026 0,2 Punkte. Damit belegt die Bundesrepublik lediglich Rang 25 unter den 30 untersuchten Ländern.
 

  

Ungarn im Aufbruch nach der Ära Orbán

Im Jahresvergleich verschlechtert sich die Verbraucherstimmung in 12 der 30 untersuchten Länder, während 8 Länder ein deutliches Plus gegenüber August 2025 verzeichnen. Die mit Abstand stärkste Verbesserung zeigt Ungarn: Das Konsumklima legt dort um 13,6 Punkte zu. Dahinter folgen Peru (+11,0) und Südafrika (+6,7).

Den stärksten Rückgang verzeichnet Chile mit -6,3 Punkten, gefolgt von Argentinien (-5,3), Deutschland (-4,7), den USA (-4,0), Indonesien (-3,7) und Großbritannien (-3,5).



Wie ist es aktuell um das Konsumklima in Deutschland bestellt und wie sieht es im internationalen Vergleich aus? Das verrät Ipsos-Experte Dr. Robert Grimm in seinem Interview bei Tagesschau24 mit ARD-Finanzredakteurin Bo Hyun Kim in der Sendung "Update Wirtschaft".
 

Dr. Robert Grimm zu Gast im Frankfurter Börsenparkett

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Rouven Freudenthal
Pressestelle Ipsos Deutschland
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