Sonntagsfrage – aktuelle Umfrageergebnisse zum Wahltrend
Im Rahmen der Sonntagsfrage bilden wir die aktuelle politische Meinungslage in Deutschland und die derzeitigen Wahltrends zwischen den Wahlen ab. Seit einigen Jahren ist die Sonntagsfrage fester Bestandteil unserer Meinungsumfragen. Die Sonntagsfrage misst die aktuelle Wahlabsicht für eine Bundestagswahl am kommenden Sonntag; sie ist keine Prognose für den Wahlausgang.
Die Sonntagsfrage in Deutschland, die lautet: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“, stellen wir in einer repräsentativ quotierten Online-Befragung (und Telefon-Befragung) jeden Monat zwischen 1.000 und 2.000 Bundesbürger:innen. Lesen Sie hier nachfolgend die Wahlabsichten bei der Sonntagsfrage von heute.
Bei jeder neuen Wahlumfrage gilt: Die Sonntagsfrage ist lediglich eine Momentaufnahme der politischen Stimmung zum jeweiligen Zeitpunkt – sie stellt keine Prognose dar. Die Ergebnisse zeigen aktuelle Tendenzen, die sich schnell ändern können. Schwankungen innerhalb der statistischen Fehlertoleranz von zwei bis drei Prozentpunkten sind üblich. Zudem beeinflussen die Frageformulierung, die Erhebungsmethode und die Stichprobengröße die Ergebnisse. Auch aktuelle politische Ereignisse oder mediale Debatten können die Werte verzerren. Selbst internationale Geschehnisse, etwa im Rahmen der US-Politik, können kurzfristig Einfluss nehmen.
Neue Sonntagsfrage zur Bundestagswahl: die aktuellen Trends
Aktualisiert am 1. April 2026
Schwarz-Rot verliert, FDP wieder bei 5 Prozent
Im aktuellen Sonntagstrend von Ipsos zieht die AfD knapp an der Union vorbei und ist damit erneut stärkste politische Kraft. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die AfD bei 25 Prozent (+1). CDU/CSU geben gegenüber dem Vormonat einen Punkt ab und kommen auf 24 Prozent, wie die aktuelle Sonntagsfrage vom 27. bis 29. März 2026 zeigt. Die SPD verliert nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ebenfalls einen Punkt und liegt nur noch bei 14 Prozent – der niedrigste Wert seit September 2024. Wie im Vormonat erreichen die Grünen 14 Prozent (±0). Damit liegen sie bei der Sonntagsfrage erstmals seit Dezember 2022 wieder gleichauf mit der SPD. Die Linke bleibt stabil bei 11 Prozent (±0). Die FDP gewinnt im Vergleich zur letzten Wahlumfrage etwas an Zuspruch und klettert auf 5 Prozent (+1). Damit liegt sie bei der Sonntagsfrage erstmals seit November 2024 wieder über der Fünf-Prozent-Hürde.
Das BSW stagniert bei 3 Prozent (±0) und würde damit den Einzug in den Bundestag verpassen. Alle sonstigen Parteien kommen in der Wahlumfrage zusammen auf 4 Prozent (±0), so zeigt es die Sonntagsfrage in Deutschland aktuell.

Sonntagsfrage zeigt Entwicklung der Wahlabsicht 2022 bis April 2026
Der Blick auf die Bundestagswahl 2029
Vier Jahre nach der politischen Zäsur des Winters 2025 wird Deutschland bei der Bundestagswahl 2029 erneut vor einer richtungsweisenden Entscheidung stehen. Zwischen Januar und März 2029 wird das Land dann zum 22. Mal über die Zusammensetzung seines Parlaments abstimmen. Der genaue Termin liegt in den Händen des Bundespräsidenten. Bis dahin wird Ipsos die Sonntagsfrage in Deutschland noch viele Male stellen.
Bereits die letzte Wahl am 23. Februar 2025 markierte einen außergewöhnlichen Moment in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach dem Bruch der damaligen Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP musste das Land frühzeitig an die Urnen treten. Erst zum vierten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik – nach 1972, 1983 und 2005 – kam es zu vorgezogenen Bundestagswahlen, die das Machtgefüge und den Wahlkalender nachhaltig verändert haben.
Welche Bedeutung hat die Wahlkampfphase für die Sonntagsfrage?
Die letzte Phase eines Wahlkampfs gilt als entscheidend, da sich in dieser Zeit viele Wahlberechtigte endgültig festlegen. Unentschlossene und taktisch entscheidende Wähler:innen rücken in den Fokus aktueller Wahlumfragen. Parteien senden strategische Botschaften, platzieren gezielt bestimmte Themen und senden emotionale Appelle. Auch die erhöhte Medienpräsenz, TV-Duelle und Social-Media-Kampagnen verstärken die Dynamik rund um den Wahltrend und die Sonntagsfrage.
Ergebnisse der Bundestagswahl 2025: Sonntagsfrage als Wegweiser
Mit 28,6 Prozent der Zweitstimmen wurde die Union aus CDU und CSU im Februar 2025 klar stärkste Kraft. Auf Platz zwei lag erstmals die AfD mit 20,8 Prozent, gefolgt von der SPD, die deutlich geschwächt mit 16,4 Prozent ins Ziel kam. Den Einzug ins neue Parlament schafften außerdem die Grünen mit 11,6 Prozent und die Linke mit 8,8 Prozent.
Die FDP und das BSW erreichten die Fünf-Prozent-Hürde nicht und verpassten somit den Einzug in den Bundestag. Nach wochenlangen Koalitionsverhandlungen formierte sich schließlich eine schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD.
Ipsos hatte in der letzten Sonntagsfrage vor der Bundestagswahl einen Wahlerfolg der Union und starke Zugewinne der AfD erwartet. In der sogenannten Kanzlerfrage lag Friedrich Merz zudem vor seinen Kontrahenten Olaf Scholz, Robert Habeck und Alice Weidel.
Viele fragen sich nun: Wie steht es um die Deutsche Zukunft? Aktuelle Analysen und Einschätzungen hierzu lieferte Dr. Robert Grimm, Experte für Politik- und Sozialforschung bei Ipsos Deutschland, im Nachgang zur Bundestagswahl 2025.
FAQ: Wissenswertes zur Sonntagsfrage und Bundestagswahl
Nach der spannenden Bundestagswahl 2025, bei der die Union als stärkste Kraft hervorging, richtet sich der Blick auf die Wahl im Jahr 2029. Bis dahin bleibt die Sonntagsfrage ein zentrales Instrument, um die politische Stimmung in Echtzeit abzubilden und erste Tendenzen zu erkennen, die das Wahlgeschehen beeinflussen könnten. Mit der Sonntagsfrage bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden!
Was genau wird bei der Bundestagswahl gewählt?
Bei der voraussichtlich 2029 stattfindenden kommenden Bundestagswahl wird der 22. Deutsche Bundestag – bestehend aus 630 Abgeordneten – gewählt. Die wahlberechtigten Bundesbürger:innen aus 299 Wahlkreisen geben bei der Bundestagswahl ihre Stimmen für einen Direktkandidaten aus dem eigenen Wahlkreis und eine Partei ab. Nach dem personalisierten Verhältniswahlrecht beeinflusst jede:r Einzelne mit seinen/ihren beiden Stimmen direkt den Wahlausgang.
Wie wird in Deutschland der Bundestag gewählt?
Während die Sonntagsfrage in Deutschland telefonisch oder online gestellt wird, müssen die Wähler:innen bei der Bundestagswahl ihre Stimme in einem Wahllokal oder per Briefwahl abgeben. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsbürger:innen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten über einen Hauptwohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland verfügen. In der Regel erfolgt der Eintrag in das Wählerverzeichnis sowie die Versendung der Wahlbenachrichtigung automatisch.
Wie funktioniert eine Sonntagsfrage?
Das Ziel einer Sonntagsfrage besteht darin, auf Basis der Antworten einer kleineren, ausgewählten Gruppe (Stichprobe) eine möglichst repräsentative Schlussfolgerung über eine Grundgesamtheit zu treffen. So soll beispielsweise das Wahlverhalten der rund 61 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland eingeschätzt werden, ohne jede:n Einzelne:n befragen zu müssen. Dazu wird eine Stichprobe gezogen, die für die Gesamtbevölkerung in den abgefragten Altersgruppen repräsentativ ist.
Wie befragt man Bürger:innen für eine Sonntagsfrage?
Die Wahlumfrage wird von den Ipsos-Expert:tinnen online durchgeführt. Die Stichprobe zur aktuellen Sonntagsfrage wird repräsentativ nach Alter, Bildung, Geschlecht, Region Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl quotiert.
Warum ist es wichtig, dass bei der Sonntagsfrage in Deutschland mindestens 1.000 Menschen befragt werden?
Bei Stichproben wie der Sonntagsfrage von etwa 1.000 Personen variieren die Fehlergrenzen je nach Ergebnis zwischen 1,4 und 3,1 Prozent. Eine Vervierfachung der Stichprobe würde die Fehlergrenzen zwar halbieren, führt jedoch auch zu deutlich höheren Kosten, ohne signifikante Erkenntnisgewinne. Aus diesem Grund setzen auch wir auf eine Stichprobengröße zwischen 1.000 und 2.000 Personen, die sich als effektiver Standard etabliert hat.
Kann eine Sonntagsfrage vorhersagen, wie eine Wahl ausgeht?
Nein, die Umfragewerte spiegeln nur die aktuelle Wahlneigung der Befragten wider. Sie dient nicht dazu, eine präzise Prognose des Wahlergebnisses zu repräsentieren. Der Sinn und Zweck der Umfragewerte einer Sonntagsfrage ist es, die Wahlabsichten zu erfassen und diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Beeinflusst die Sonntagsfrage nicht die tatsächlichen Wahlergebnisse?
Ja, Umfragen wie die Sonntagsfrage können die tatsächlichen Wählerentscheidungen beeinflussen, wobei das Ausmaß des Einflusses unklar bleibt. Es ist dennoch wichtig, die öffentliche Meinung zuverlässig abzubilden, sodass der Nutzen einer Sonntagsfrage die eventuellen Nachteile überwiegt.
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Rouven Freudenthal
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