Stimmungslage in Deutschland – Sorgenbarometer
Top 5-Sorgen der Deutschen Was die Welt bewegt
Stimmungslage in Deutschland: Aktuelles Sorgenbarometer
Seit mehr als einem Jahrzehnt misst die Tracking-Studie „What Worries the World“ von Ipsos das allgemeine gesellschaftliche Klima und die Einstellungen der Menschen zu zentralen Themen ab. Auf diese Weise entsteht ein präzises Bild der wahrgenommenen Lage der Nation und der Wirtschaft. Ziel ist es, die vorherrschenden Sorgen und Ängste zu identifizieren, die von wirtschaftlicher Unsicherheit und Arbeitslosigkeit über Kriminalität und Gesundheitsversorgung bis hin zu Klimawandel und politischer Korruption reichen. Durch monatliche Umfragen verfolgt die Studie die langfristigen Auswirkungen globaler Ereignisse auf die öffentliche Meinung.
Die breite geografische Streuung der Erhebungen stellt sicher, dass Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Sorgen der Menschen mit unterschiedlichem kulturellem und wirtschaftlichem Hintergrund erfasst werden. Repräsentative Stichproben und standardisierte Fragebögen sorgen für zuverlässige und vergleichbare Daten.
Die regelmäßig veröffentlichten Ergebnisse liefern wertvolle Einblicke in globale und regionale Themen, die die Menschen bewegen, und dienen Regierungen, Unternehmen, NGOs und Medien als Grundlage, um die öffentliche Meinung besser zu verstehen und adäquat auf die Sorgen und Nöte der Bevölkerung zu reagieren.
Diese Themen bewegen Deutschland und die Welt
Welche sozialen und politischen Themen besorgt die Menschen aktuell am meisten? Unsere monatlich in 30 Ländern weltweit durchgeführte Tracking-Studie "What Worries the World" gibt Aufschluss. Sie stützt sich auf mehr als zehn Jahre an Daten, um die neuesten Ergebnisse in einen größeren Kontext zu stellen.
Aktualisiert am 30. April 2026
Größte Sorgen in Deutschland: Armut, militärische Konflikte und steigende Preise
Wie ist die aktuelle Stimmungslage in Deutschland und welche Themen beschäftigen die Menschen derzeit am meisten? Die Sorge vor Armut und sozialer Ungleichheit hat im April 2026 deutlich zugenommen und steht erstmals seit dem Frühjahr 2022 wieder an der Spitze des Sorgebarometers. 36 Prozent der Deutschen (+3 pp seit März 2026) nennen Armut und soziale Ungleichheit als eines der drei Themen, die ihnen im eigenen Land die meisten Sorgen bereiten. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs hat auch die Angst vor militärischen Konflikten zwischen Nationen drastisch zugenommen: 31 Prozent der Deutschen zählen dieses Thema aktuell zu ihren größten Sorgen – ein Anstieg um 8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat und der höchste Wert seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022. Parallel dazu nimmt auch die Sorge vor Inflation zu. Sie wird ebenfalls von fast jedem dritten Deutschen (31 % | +3 pp) angegeben. Die Top 5 des Ipsos-Sorgenbarometers werden komplettiert von den Sorgen vor Migration (29 % | -4 pp) sowie Kriminalität und Gewalt (24 % | -8 pp). Beide Themen sind im Lichte der jüngsten geopolitischen Entwicklungen etwas in den Hintergrund getreten.
Die Sorge um das Gesundheitswesen beunruhigt aktuell 23 Prozent (+1 pp) der Deutschen. Damit liegt das Thema auf Platz 6 des Sorgenrankings und somit noch vor den Themen Steuern (20 %), zunehmender Extremismus (18 %) und Klimawandel (16 %).
Lesen Sie unsere aktuelle Pressemitteilung (April 2026) zu den größten Sorgen der Deutschen.
Welche drei der folgenden Themen machen Ihnen in Ihrem Land die größten Sorgen? (max. drei Antworten)

Was die Welt bewegt
Auch weltweit sind die Auswirkungen des Krieges zwischen den USA und dem Iran deutlich spürbar, wenngleich sich die Stimmungslage in Deutschland nach wie vor teilweise stark von den Sorgen in anderen Regionen der Welt unterscheidet. Global betrachtet steht die Sorge vor Inflation an der Spitze des Sorgenbarometers: Weltweit zählt jeder dritte Befragte (33 %) steigende Preise zu den größten Problemen im eigenen Land – ein sprunghafter Anstieg um 4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Kriminalität und Gewalt (31 % | -2 pp), Armut und soziale Ungleichheit (28 % | -1 pp), Arbeitslosigkeit (28 % | -1 pp) sowie Korruption (26 % | -2 pp).

COVID-19, das zwei Jahre lang die Rangliste der größten Sorgen anführte, wird nur noch von 2 Prozent der Befragten weltweit zu den drei größten persönlichen Sorgen gezählt.
Unsere Meinungsumfragen werden von einem unabhängigen Expertenteam durchgeführt, das sich durch Transparenz und Neutralität auszeichnet. Die Studie "What worries the World" wird von Ipsos auf eigene Initiative und nicht im Auftrag von politischen Parteien oder Interessengruppen durchgeführt.
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- World Worries: Deutschland-Bericht April 2026
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FAQ: Stimmungslage in Deutschland
Warum wir die Stimmungslage in Deutschland erfassen
Die Erfassung der Stimmungslage in Deutschland ist von großer Bedeutung, um das allgemeine gesellschaftliche Klima und die Sorgen und Nöte der Bevölkerung zu verstehen. Seit über 30 Jahren liefern wir als eines der führenden Markt- und Meinungsforschungsunternehmen verlässliche Umfragedaten. Durch monatliche bevölkerungsrepräsentative Erhebungen geben wir einen detaillierten Einblick in die aktuelle Stimmungslage in Deutschland. Unser Ziel ist es, sowohl der Öffentlichkeit als auch unseren Kunden und Medienpartnern fundierte Informationen zur Verfügung zu stellen. Das Wissen, das daraus entsteht, ermöglicht es Politik, Wirtschaft und sozialen Institutionen, präziser auf die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen zu reagieren und fördert Transparenz und eine bürgernahe Politik.
Was versteht man unter einem Sorgenbarometer?
Das Ipsos Sorgenbarometer ist eine regelmäßig durchgeführte Umfrage, die die größten Ängste, Sorgen und Erwartungen der deutschen Bevölkerung ermittelt. Jeden Monat werden in Deutschland rund 1.000 Befragte im Alter von 16 bis 74 Jahren gebeten, drei Themen auszuwählen, die ihnen in ihrem Land aktuell die größten Sorgen bereiten. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in das allgemeine gesellschaftliche Klima und zeigen, welche Themen die Menschen derzeit besonders beschäftigen.
Wie häufig wird die Stimmungslage in Deutschland erfasst?
Wir analysieren monatlich die Sorgen der Deutschen und schaffen so einen umfassenden Überblick über die Stimmungslage in Deutschland. Unsere regelmäßigen Updates ermöglichen es, Trends zu erkennen und Veränderungen in der öffentlichen Wahrnehmung zu verstehen.
Welche Themen behandelt das Sorgenbarometer?
Das Sorgenbarometer deckt ein breites Spektrum von Themen ab, die die Stimmungslage in Deutschland beeinflussen. Dazu gehören wirtschaftliche Themen wie Arbeitslosigkeit und Inflation, außen- und sicherheitspolitische Themen wie Krieg oder Terrorismus oder soziale Themen wie Armut, Bildung, Gesundheitsversorgung oder Klima- und Umweltschutz.
Wie wird die Umfrage zur Erfassung der Stimmungslage in Deutschland durchgeführt?
Wir führen die Befragungen zur Stimmungslage in Deutschland online durch. Die Datenübertragung und -speicherung erfolgt verschlüsselt auf hochsicheren Servern, um höchsten Datenschutzstandards zu genügen. Die Teilnahme an den Umfragen ist vollständig anonym und erfordert keine Angabe persönlicher Daten. Zur Gewährleistung der Repräsentativität unserer Daten wird die Auswahl durch ein sorgfältig kontrolliertes Zufallsverfahren bestimmt. Zudem nutzen wir für die Erfassung der Sorgen der Deutschen repräsentative Stichproben, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse die Meinungen verschiedener demografischer Gruppen angemessen widerspiegeln.
Wie verlässlich sind die Ergebnisse des Sorgenbarometers?
Die Ergebnisse des Sorgenbarometers sind sehr verlässlich, da wir uns an den methodischen Standards der Umfrageforschung orientieren. Dazu gehören eine strenge Stichprobenziehung, eine qualitätskontrollierte Datenerhebung und sorgfältige Analyseverfahren. Die Ergebnisse sind jedoch immer mit einem statistischen Fehler behaftet, der bei der Interpretation berücksichtigt werden muss.
Wo finde ich die Ergebnisse des Sorgenbarometers?
Die Ergebnisse des Sorgenbarometers werden auf unserer offiziellen Website unter der Rubrik „Meinungsumfragen“ veröffentlicht. Die Daten sind öffentlich zugänglich und werden in umfassenden Berichten für alle 29 untersuchten Länder zusammengefasst.
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Rouven Freudenthal
Pressestelle Ipsos Deutschland
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