Die Teilhabe-Community
Was bedeutet inklusive Forschung konkret?
Inklusive Forschung beschreibt einen Forschungsansatz, bei dem Menschen mit Beeinträchtigungen nicht nur als statistische Randgruppe auftauchen, sondern als sichtbarer, relevanter und aktiv einbezogener Teil von Studien, Befragungen und Forschungsprojekten. So sollen in Projekten und Kampagnen vielfältige Lebensrealitäten abgebildet werden und nicht nur die „klassische“.
Für Unternehmen, Verbände, Ministerien, Stiftungen oder Organisationen bedeutet das: Wer valide Entscheidungen treffen und sein Brandmanagement optimieren will, braucht eine Datenbasis, die möglichst viele Perspektiven berücksichtigt und inklusive Forschung schafft die Voraussetzung dafür.
Ohne eine fundierte Forschung und Meinungsforschung zum Leben mit Behinderung bleiben viele Erfahrungen unsichtbar. Das betrifft nicht nur soziale Fragestellungen, sondern auch Markenführung, Customer Experience, digitale Zugänglichkeit und Innovation – kurzum, es betrifft auch Sie und Ihre Projekte.
Warum sind Forschungsergebnisse und Perspektiven zu Inklusion so wichtig?
Inklusive Forschung ist weit mehr als ein gesellschaftspolitisches Signal. Sie ist ein methodischer und strategischer Vorteil. Wenn Zielgruppen in Studien systematisch unterrepräsentiert sind, entstehen blinde Flecken, Lücken und Verzerrungen, wenn es um Erfolge, Schwierigkeiten oder andere Aspekte geht.
Besonders relevant wird Inklusion in der Marktforschung für Organisationen, die Angebote entwickeln, Kommunikationsmaßnahmen planen oder die Wirkung von Programmen bewerten wollen, denn hier gilt es, diese barrierefrei zu gestalten und so umfassende Zugänglichkeit zu gewährleisten.
Dies sind die Vorteile inklusiver Forschung:
- Breitere Perspektiven: Inklusive Forschung macht Lebensrealitäten sichtbar, die in klassischen Samples häufig untergehen oder gar nicht identifizierbar sind.
- Bessere Entscheidungen: Wer mit belastbaren Daten arbeitet, kann Maßnahmen gezielter entwickeln, priorisieren und evaluieren.
- Höhere gesellschaftliche Relevanz: Forschung gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn sie nicht nur Mehrheiten betrachtet, sondern Teilhabe real abbildet.
- Stärkere Nutzer:innenorientierung: Produkte, Services und Kommunikation lassen sich zielgerichteter gestalten, wenn unterschiedliche Bedarfe bekannt sind.
- Mehr Innovationspotenzial: Partizipation eröffnet häufig neue Impulse für Entwicklung, Positionierung und Wirkungsmessung.
Inklusive Forschung hilft so dabei, Zielgruppen differenzierter zu segmentieren, Kommunikationsbarrieren zu erkennen und Angebote marktnäher zu gestalten.
Welche Bestandteile gehören zu professioneller inklusiver Forschung?
Damit inklusive Forschung tragfähig ist und aus reinen Meinungsumfragen zum Leben mit Behinderung echte Insights werden, reicht es nicht aus, einzelne Personen zusätzlich zu befragen. Entscheidend ist ein Forschungsdesign, das Zugänglichkeit, Ansprache, Rekrutierung, Methodik und Auswertung von Anfang an mitdenkt. Wir haben uns daher bei unserer Arbeit, auf die Entwicklung und Auswertung eines kompletten Prozesses entwickelt, der komplexe Meinungen und Perspektiven berücksichtigt und abbildet.
Zu den zentralen Bestandteilen gehören:
- Gezielte Rekrutierung: Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen müssen überhaupt erreichbar und einladend angesprochen werden.
- Barrierearme Kommunikation: Fragebögen, Einladungen und Plattformen sollten verständlich, zugänglich und möglichst niedrigschwellig gestaltet sein.
- Passende Studiendesigns: Je nach Fragestellung können qualitative, quantitative oder hybride Ansätze sinnvoll sein.
- Partizipative Perspektive: Inklusive Forschung wird besonders belastbar, wenn Betroffene nicht nur teilnehmen, sondern den gesamten Forschungsprozess mitprägen.
- Sensible Interpretation: Ergebnisse brauchen Kontext. Zahlen allein reichen nicht aus, wenn sie nicht in Lebensrealitäten eingeordnet werden.
Gerade beim Thema Inklusion in der Marktforschung zeigt sich, wie wichtig flexible Methodik ist. Wir fokussieren uns auf eine fundierte Befragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, die die komplexen und individuellen Lebensrealitäten berücksichtigt. Manche Fragestellungen erfordern standardisierte Online-Befragungen, andere profitieren von moderierten Austauschen, Community-Ansätzen oder vertiefenden Interviews. Hier überzeugen wir mit kreativen und durchdachten Plänen!
So gestalten wir Panels bei Ipsos
Welche Themen lassen sich mit inklusiver Forschung untersuchen?
Inklusive Forschung ist vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich für gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Fragestellungen gleichermaßen. Entscheidend ist, dass Forschungsfragen nicht über Menschen hinweg formuliert werden, sondern ihre Lebensrealitäten ernst nehmen.
Bei uns dreht sich inklusive Forschung daher um diese Fragen:
- Teilhabe und Lebensqualität: Wie erleben Menschen mit einer Beeinträchtigung Alltag, Mobilität, Wohnen, Gesundheitsversorgung oder digitale Angebote?
- Marken- und Produktforschung: Welche Barrieren bestehen bei Nutzung, Zugang, Kommunikation oder Service?
- Kommunikationsforschung: Welche Sprache, Kanäle und Botschaften werden als inklusiv, glaubwürdig und verständlich wahrgenommen?
- Policy- und Wirkungsforschung: Welche Maßnahmen entfalten Wirkung, wo bestehen Versorgungslücken und welche Erwartungen gibt es an Institutionen?
- Innovation und Entwicklung: Wie können Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse partizipativer gestaltet werden?
In diesem Kontext liefern Befragungen von Menschen mit Behinderungen einen wichtigen Mehrwert, weil sie nicht nur Zahlen abbilden, sondern Zusammenhänge erklären. Für viele Auftraggeber:innen ist genau das entscheidend.
Unser Ansatz für inklusive Forschung
Laut des BMAS-Teilhabebericht von 2021 haben 13 Millionen Menschen in Deutschland eine Beeinträchtigung und repräsentieren somit einen signifikanten Bevölkerungsanteil (15,7%). Wir bei Ipsos haben früh erkannt, dass inklusive Forschung nicht nur ein relevantes, sondern ein sensibles und methodisch anspruchsvolles Feld ist. Deshalb arbeiten wir mit klaren Qualitätsansprüchen, partizipativen Prinzipien und einer Infrastruktur, die diese Menschen ein- und vor allem abbildet!
Ein zentraler Baustein ist die gemeinsam mit der Aktion Mensch aufgebaute Teilhabe-Community. Dies ist Deutschlands erste Forschungscommunity, die geschaffen wurde, um Meinungen, Erfahrungen und Alltagsperspektiven von Menschen mit Beeinträchtigung gezielt sichtbar zu machen. Damit reagieren wir auf ein zentrales Problem innerhalb der Marktforschung. In vielen Bevölkerungsumfragen sind Menschen mit Beeinträchtigung bis heute nicht ausreichend vertreten oder in der Auswertung nicht klar identifizierbar – und genau hier setzen wir an!
Die Teilhabe-Community steht seit Anfang 2023 für unterschiedliche Forschungszwecke zur Verfügung und umfasst inzwischen mehr als 2.100 Personen mit verschiedenen Einschränkungen. Sie sind mindestens 16 Jahre alt und haben eine angeborene oder erworbene Beeinträchtigung.
Für Auftraggeber:innen eröffnet das neue Möglichkeiten, wenn es um zielgerichtete Befragungen, vertiefende Austausche oder partizipative Forschung geht. Für Teilnehmende schafft das einen Raum, in dem ihre Erfahrungen nicht als Sonderfall, sondern als relevanter Bestandteil gesellschaftlicher Wirklichkeit behandelt werden – so geht echte Teilhabeforschung!
Erfahren Sie hier mehr zur Teilhabe-Community
Welche Möglichkeiten eröffnet die Teilhabe-Community?
Die Teilhabe-Community ist ein Beispiel dafür, wie inklusive Forschung praxisnah umgesetzt werden kann. Statt nur punktuell einzelne Zielgruppen anzusprechen, entsteht hier eine Forschungsumgebung, die kontinuierlichen Austausch und somit fundierte inklusive Forschung ermöglicht.
Zu den wichtigsten Aspekten zählen:
- Meinungsumfragen: Mitglieder können in quantitative Studien eingebunden werden, um Einstellungen, Erfahrungen und Bedarfe strukturiert zu erfassen.
- Austauschformate: Online-Diskussionen oder qualitative Ansätze ermöglichen tiefere Einblicke in Alltagserfahrungen und Entscheidungslogiken.
- Partizipative Forschung: Produkte, Konzepte oder Kommunikationsideen lassen sich gemeinsam mit betroffenen Personen reflektieren und weiterentwickeln.
- Langfristige Perspektive: Wiederkehrende Befragungen schaffen valide Zeitvergleiche und machen Veränderungen sichtbar.
- Praxisnahe Anwendung: Die Ergebnisse unterstützen Unternehmen und Institutionen dabei, Angebote, Maßnahmen und Strategien an realen Bedürfnissen auszurichten.
- Neue Einblicke: Direkter und pragmatischer Zugang zu einer sonst schwer erreichbaren Zielgruppe.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Community wurde 2025 mit dem Impact & Innovation-Award auf der GOR ausgezeichnet. Das unterstreicht, dass inklusive Forschung nicht nur gesellschaftlich relevant, sondern auch methodisch innovativ sein kann.
Wie profitieren Auftraggeber:innen von inklusiver Forschung mit Ipsos?
Wenn Sie inklusive Forschung professionell einsetzen möchten, benötigen Sie mehr als ein Standardpanel. Sie brauchen einen Partner, der sensible Rekrutierung, methodische Qualität und zugängliche Umsetzung zusammenführt. Genau hier setzen wir bei Ipsos an.
Für Unternehmen und Institutionen bedeutet das:
- Fundierte Insights statt Annahmen: Inklusive Forschung schafft eine belastbare Datengrundlage für strategische Entscheidungen.
- Methodische Sicherheit: Wir kombinieren qualitative, quantitative und hybride Ansätze zielgerichtet und passend zur Fragestellung.
- Zugängliche Umsetzung: Von Einladung bis Auswertung gestalten wir den gesamten Prozess barrierearm.
- Partizipative Qualität: Relevante Zielgruppen werden nicht nur befragt, sondern als Erfahrungs- und Wissensquelle ernst genommen.
- Starke Expertise: Aktion Mensch steht der Teilhabe-Community im Forschungsprozess beratend zur Seite.
- Praxisnahe Ableitungen: Ergebnisse werden so aufbereitet, dass konkrete Handlungsschritte erkennbar werden.
Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für inklusive Forschung?
Der Anspruch an Forschung verändert sich. Unternehmen und Institutionen möchten heute nicht nur schneller, sondern auch genauer, relevanter und verantwortungsvoller entscheiden. Genau deshalb gewinnt inklusive Forschung zunehmend an Bedeutung.
In Deutschland wächst das Bewusstsein dafür, dass gesellschaftliche Teilhabe, barrierefreie Angebote und differenzierte Zielgruppenansprache keine Nischenthemen sind. Wer frühzeitig handelt, verschafft sich einen echten Erkenntnisvorsprung. Inklusive Forschung hilft dabei, Chancen zu erkennen, Risiken einzuordnen und Angebote näher an den Menschen zu entwickeln.
Mit Ipsos und der Teilhabe-Community haben Sie die Chance, Inklusion in der Marktforschung tatsächlich anzugehen und sich so deutlich abzuheben. Wir stehen Ihnen zur Seite und unterstützen Sie dabei mit unserem Expertenwissen und modernen technischen Möglichkeiten!
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
FAQ: inklusive Forschung
Was ist inklusive Forschung und warum ist sie heute so wichtig?
Inklusive Forschung beschreibt einen Forschungsansatz, bei dem Menschen mit Behinderungen systematisch, sichtbar und methodisch angemessen in Studien einbezogen werden. Das ist wichtig, weil klassische Erhebungen viele Lebensrealitäten nur unzureichend abbilden und dadurch blinde Flecken entstehen können. Für Unternehmen und Institutionen schafft sie eine belastbare Grundlage, um Entscheidungen fundierter, gerechter und zielgerichteter zu treffen.
Welche Rolle spielt inklusive Forschung für Unternehmen und Institutionen?
Für Unternehmen und Institutionen ist sie ein strategischer Vorteil, weil sie differenzierte Perspektiven auf Zielgruppen, Nutzungssituationen und Barrieren eröffnet. Dadurch lassen sich Produkte, Services, Kommunikationsmaßnahmen und Programme deutlich präziser entwickeln und bewerten. Gleichzeitig hilft inklusive Forschung dabei, gesellschaftliche Teilhabe nicht nur als Anspruch, sondern als messbare Realität zu verstehen. Das schafft handlungsrelevante Ergebnisse, die über reine Standarddaten hinausgehen.
Wie funktioniert Inklusion in der Marktforschung in der Praxis?
Inklusion in der Marktforschung beginnt mit einem Forschungsdesign, das Rekrutierung, Ansprache, Zugänglichkeit und Auswertung von Anfang an mitdenkt. Dazu gehören barrierearme Fragebögen, geeignete Kontaktwege, sensible Kommunikation und flexible Studiendesigns. Je nach Fragestellung können quantitative, qualitative oder hybride Ansätze sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass Inklusion in der Marktforschung nicht als Zusatz, sondern als fester Bestandteil methodischer Qualität verstanden wird.
Warum sind Forschungsergebnisse und Perspektiven zu Inklusion für die Praxis so relevant?
Forschungsergebnisse und Perspektiven liefern nicht nur Zahlen, sondern helfen dabei, Zusammenhänge, Bedarfe und Erfahrungen differenziert einzuordnen. Genau das ist für Auftraggeber:innen relevant, wenn aus Forschung konkrete Maßnahmen, Strategien oder Verbesserungen entstehen sollen. Ohne diese Perspektiven bleiben viele Barrieren unsichtbar oder werden falsch interpretiert. Für die Praxis bedeutet das: bessere Entscheidungen, höhere Relevanz und mehr Nähe zu den tatsächlichen Lebensrealitäten der Menschen.
Was leistet ein Panel zur Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung?
Die Teilhabe-Community ermöglicht Zugang zu Antworten auf Fragen zur Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung. Das Panel steht zur Verfügung, um Daten zu Erfahrungen, Hürden und Erwartungen systematisch zu erfassen. Für Unternehmen, Institutionen und öffentliche Akteur:innen entsteht dadurch ein valider Blick auf Teilhabe in unterschiedlichen Lebensbereichen. Solche Ergebnisse sind besonders wertvoll, wenn Maßnahmen priorisiert oder Entwicklungen über die Zeit beobachtet werden sollen.