Human & AI: eine Collaboration, die Insights bringt | Ipsos
Human & AI: eine Collaboration, die Insights bringt | Ipsos

Human & AI: eine Collaboration, die Insights bringt

Die Collaboration von Human Intelligence und AI verändert die Marktforschung grundlegend. Und das nicht dort, wo menschliche Expertise ersetzt wird, sondern wo sich Human Intelligence und künstliche Intelligenz sinnvoll ergänzen. Genau an diesem Punkt setzen wir bei Ipsos an – mit einem methodisch fundierten, sicheren und verantwortungsvollen Ansatz.

Wie funktioniert die Kollaboration zwischen Mensch und KI?

Making AI more Human – genau das ist das Ziel einer gut strukturierten Human-AI-Collaboration. Diese beschreibt die gezielte Zusammenarbeit zwischen menschlicher Expertise und KI-Systemen, um bessere, schnellere und handlungsrelevante Ergebnisse zu erzielen. Gerade im Zusammenspiel von KI und Marktforschung bedeutet das: mehr Effizienz in der Analyse, mehr Tiefe in der Interpretation und mehr Sicherheit in der Ableitung von Entscheidungen.

Wichtig ist zu verstehen, dass es nicht um eine vollständige Automatisierung jeglicher Prozesse und damit den Verzicht auf echte menschliche Expertise geht. Der Grundsatz ist daher bridging AI and Human Interactions. Während Menschen Kontext, Empathie, Marktverständnis und Verantwortung einbringen, soll die KI strukturierte Zuarbeit leisten. Kurz gesagt: die Human-AI-Collaboration ist dann erfolgreich, wenn Technologie unterstützt und der Mensch steuert.

Und genau damit die Technologie bessere Unterstützung leisten kann, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung und damit eine einhergehende Stärkung der Human and AI Connection essenziell.

Warum ist die Human-AI-Collaboration für Unternehmen so relevant?

Die Relevanz der Human-AI-Collaboration wächst zunehmen. Dies begründet sich vor allem darin, dass Unternehmen heute immer schneller und präziser entscheiden müssen, gleichzeitig aber keine Kompromisse bei Qualität, Datenbasis und Governance eingehen dürfen. Klassische Research-Prozesse stoßen oft dort an Grenzen, wo sehr große Datenmengen, komplexe Nutzer:innenkontexte und hohe Geschwindigkeit zusammenkommen. Es ist genau diese sensible und zugleich essenzielle Schnittstelle, für welche eine erfolgreiche Human-AI-Collaboration neue Potenziale eröffnet.

Für Unternehmen entsteht hier ein wichtiger Mehrwert, der sich in folgenden Aspekten äußert:

  • Schnellere Verdichtung von Daten: KI kann qualitative und quantitative Inputs clustern, zusammenfassen und strukturieren, sodass Teams schneller zum Wesentlichen gelangen.
  • Mehr Tiefe in der Beobachtung: Durch Videoanalyse, Vision AI und agentenbasierte Ansätze können reale Nutzungssituationen detaillierter erfasst werden.
  • Bessere Entscheidungsgrundlagen: Die Human-AI-Collaboration verbindet Mustererkennung mit menschlicher Interpretation und liefert dadurch belastbarere Ergebnisse.
  • Skalierbare Innovationsprozesse: Von der Ideation bis zur Evaluation lassen sich Research- und Innovationsschritte effizienter gestalten.
  • Sichere Integration in bestehende Workflows: Mit klaren Leitplanken, QA-Prozessen und Compliance-Strukturen bleibt die AI trotz human likeness beherrschbar. 

Unternehmen sollten bei der Human-AI-Collaboration den Fokus nicht ausschließlich auf den Faktor Effizienz legen. Auch die Qualität von Innovationsentscheidungen spielt eine signifikante Rolle. Produkte gewinnen heute nicht mehr allein über Spezifikationen, sondern über das gesamte Produkterlebnis. Wer verstehen will, wie Menschen Produkte tatsächlich nutzen, braucht reale, gelebte Momente statt bloßer Erinnerung im Nachhinein – und genau das ist eine der großen Stärken einer guten Human-AI-Collaboration!

So gelingt die KI-Transformation für Ihr Unternehmen


Welche Human-Factors spielen in AI-Projekten eine Rolle?

Damit die Human-AI-Collaboration funktioniert, braucht es mehr als ein leistungsfähiges, sicheres und individuell-abgestimmtes Modell. Entscheidend ist ein Zusammenspiel aus Datenqualität, Methodik, menschlicher Kontrolle und geeigneter Infrastruktur. Wir von Ipsos haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

  • Relevante & repräsentative Trainingsdaten

    Die Qualität der Trainingsdaten ist ein zentraler Erfolgsfaktor. KI-Modelle sind nur so gut wie die Daten, auf denen sie basieren. Für belastbare Ergebnisse müssen diese Daten relevant, repräsentativ und möglichst zeitstabil sein. Ein human-centered AI-Design ist die ideale Wahl, wenn es darum geht, reales menschliches Verhalten präzise abzubilden.

  • Menschliche Interpretation und methodische Einordnung

    Ein Muster ist noch kein Insight. Auch wenn die Human-AI-Collaboration Analyseprozesse beschleunigt, bleiben Interpretation, Kontextualisierung und Entscheidung menschliche Aufgaben. Research-Teams müssen erkennen, was relevant ist, wie Ergebnisse einzuordnen sind und wo Risiken, Verzerrungen oder Halluzinationen liegen.

  • Beobachtung realer Nutzungssituationen

    Besonders spannend ist die Human-AI-Collaboration dort, wo ethnografische Ansätze mit Videotechnologie verbunden werden. Sie ermöglichen es, Konsument:innen in realen Situationen zu beobachten. So entstehen Erkenntnisse darüber, wie Produkte genutzt werden, welche Hürden auftreten und welche Momente wie wahrgenommen werden.

  • Governance, Qualitätssicherung & Verantwortung

    Professionelle Arbeit mit KI-Modellen braucht klare Regeln. Dazu gehören Side-by-Side-Checks, Spot Checks, Audit-Logiken, definierte Rollen und transparente Dokumentation. Gerade in sensiblen Bereichen ist es entscheidend, dass KI keine unkontrollierte Black Box wird, sondern Teil eines abgesicherten Research-Setups bleibt.

Wie kann die Human-AI-Collaboration Innovation und Produktentwicklung verbessern?

In Innovationsprozessen spielt das Zusammenspiel von Mensch und KI eine besonders große Rolle. Schlussendlich entschiedet sich Innovationserfolg nicht nur auf technischer Ebene, sondern an der Frage, wie gut Produkte in reale Lebenswelten passen. Genau hier wird sichtbar, warum rein synthetische oder rein modellbasierte Sichtweisen eben nicht ausreichen und mitunter sogar mangelhafte oder falsche Ergebnisse liefern.

Generative AI kann in frühen Phasen der Ideation neue Produktideen entwickeln, Varianten durchspielen und Hypothesen formulieren. Analytische AI dagegen hilft in der Evaluationsphase, Marktpotenziale einzuschätzen und Erfolgswahrscheinlichkeiten zu modellieren. Doch die Qualität dieser Ergebnisse hängt entscheidend davon ab, ob die Modelle mit realen, menschlichen Daten angereichert werden. Hier beweist die Human-AI-Collaboration, wie aus rein technischer Vorhersage ein realitätsnahes Innovationsinstrument gemacht wird, das Ihnen wertvolle Insights für Ihr Brandmanagement liefert.

Wichtige Anwendungsfälle sind:

  • In-home Product Testing: Produkte werden in realen Alltagssituationen getestet, während Vision AI Nutzungsmuster sichtbar macht.
  • Ethnografische Beobachtung: Marken sehen gelebte Momente statt bloßer Erinnerungen.
  • Erlebnisorientierte Produktoptimierung: Nicht nur das Produkt, sondern das gesamte Nutzungserlebnis wird bewertet.
  • Subgruppenanalysen: KI-gestützte Verfahren helfen, Unterschiede zwischen Zielgruppen detaillierter sichtbar zu machen.
  • Agilere Entwicklungszyklen: Human-AI-Collaboration kann Kosten senken, Zeit sparen und Entwicklungsprozesse beschleunigen. 

Bedenken Sie immer – menschliche Produktwahrnehmung ist nicht nur semantisches Wissen. Sie umfasst Sinne, Gewohnheiten, Emotionen, Erwartungen und Kontext. Deshalb bleibt das Produkterlebnis immer inhärent menschlich und muss als solches durch die stimmige Symbiose von Human Intelligence und Artificial Intelligence gestützt werden.

200 Menschen vs. 50 Menschen + 150 Synths

Wenn eine KI nicht anhand von realen Daten trainiert wurde, die für Ihr Unternehmen relevant sind, kann sie keine synthetischen Daten generieren, die dieselben Eigenschaften wie reale Daten aufweisen. So einfach ist das!

Exkurs: Menschlichkeit im KI-Zeitalter

Mit dem Aufkommen von KI-Modellen eröffneten sich unendliche Möglichkeiten – und das nicht nur für die Datenanalyse und Marktforschung. Trotz all der Vorteile zeigt sich allerdings nach wie vor eine gewisse Skepsis unter den Verbraucher:innen. Gerade der kreative Bereich ist davon stark betroffen. So erntete etwa Coca-Cola im Dezember letzten Jahres Kritik für Werbespots, die mit KI generiert wurden. Creative Excellence ist daher ein Begriff, der im Zusammenspiel von KI und Kreativität eine wichtige Rolle spielt. 

Zudem sollte bedacht werden, dass durch die konstante Flut an KI-Inhalten im Internet eine sogenannte Kannibalisierung stattfindet. Es entsteht das Risiko, dass KI-Modelle zunehmend mit KI-generierten Inhalten trainiert werden und so die menschliche Qualität im Datensatz verwässert. Bilder, Texte und andere Inhalte, die bereits von KI geprägt sind, führen nicht automatisch zu stärkerer Menschennähe. Im Gegenteil: ohne reale menschliche Basis kann das Ergebnis künstlich, glatt oder irritierend wirken. Der sogenannte Uncanny-Valley-Effekt ist hier nur ein Beispiel.

Der Verlass auf eine reine und unregulierte KI-Nutzung ist daher weder zielführend noch erfolgversprechend.

Wie setzt Ipsos Human-AI-Collaboration in der Praxis um?

Bei Ipsos setzen auch wir mit unseren Tools auf eine durchdachte Human-AI-Collaboration als methodische Weiterentwicklung der Marktforschung. Unser Anspruch ist es, KI dort einzusetzen, wo sie Research-Teams unterstützt, ohne Human Intelligence zu verdrängen. Mit Lösungen wie Ipsos Facto oder Ipsos Orbit schaffen wir dafür einen sicheren, kontrollierten und praxisnahen Rahmen.

Typische Einsatzfelder unserer Human-AI-Collaborationen sind:

  • Zusammenfassung und Strukturierung großer Mengen qualitativer und quantitativer Daten.
  • Coding von Verbatims und erste Clusterung offener Antworten.
  • Erstellung von Stimuli, Drafts und Research-Materialien als Arbeitsgrundlage für Expert:innen.
  • Multi-Source-Analysen, bei denen unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt werden.
  • Unterstützung bei Datenqualität und Fehlererkennung, etwa bei Inkonsistenzen oder logischen Brüchen.
  • Synthetische Daten und Personas als ergänzende Option in klar abgegrenzten Einsatzszenarien. 

Dabei bleibt der methodische Grundsatz unverändert: AI-Nutzung bedeutet bei Ipsos nicht, Entscheidungen an Maschinen abzugeben. Vielmehr kuratieren, prüfen und interpretieren Researcher:innen alle relevanten Outputs. Gerade emotionale Tiefenstruktur, kulturelle Codes und komplexe Nutzungskontexte bleiben dabei zutiefst menschliche Felder.

Dabei steht bei uns weiterhin Rechtssicherheit, menschliche Verantwortung und methodische Stärke ganz klar im Fokus.

Dr. Markus Eberl, Chief Analytics Officer bei Ipsos in Deutschland, fasst es an unserem Stand auf der Succeet, der größten Marktforschungsmesse in Deutschland, noch einmal zusammen:

Erfahren Sie mehr in unserem kostenlosen Webinar

Dr. Markus Eberl | Ipsos

The Magic is Real – Mit KI & synthetischen Daten Marktforschung verwandeln

Entdecken Sie, wie Ipsos mit seiner GenAI-Plattform und synthetischen Daten eine Vorreiterrolle bei der Gestaltung der Zukunft der Marktforschung einnimmt. Erfahren Sie, wie Ihnen hochentwickelte KI-Lösungen präzisere, schnellere und effizientere Einblicke in das Verbraucherverhalten bieten können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Insights:

  • Wie die Zusammenarbeit von menschlicher Intelligenz (HI) und künstlicher Intelligenz (KI) einzigartige Synergien schafft.
  • Einsatzmöglichkeiten innovativer Anwendungen wie Digital Twins und Persona Bots
  • Warum diese Strategie die erfolgversprechendste Herangehensweise bei der Nutzung synthetischer Daten ist.

Dr. Markus Eberl wirft einen Blick auf die Vorteile der Integration von KI und synthetischen Daten in die Marktforschung. Nutzen Sie die Gelegenheit, die transformative Kraft von KI und synthetischen Daten zu entdecken. Lernen Sie, wie die Synthese von Mensch und Maschine Ihre Marktforschungsstrategien revolutionieren kann.

Jetzt die Aufzeichnung anfordern und 25 Minuten kostenlose, exklusive Insights sichern!

Unser Fazit zur Human-AI-Collaboration

Human-AI-Collaboration ist kein Trendbegriff, sondern ein belastbares Arbeitsprinzip für bessere Forschung, präzisere Innovation und souveränere Entscheidungen. Wer den Mehrwert menschlicher Expertise, Empathie und menschlichen Denkens versteht, kann AI sinnvoll einsetzen und wirklich an Effizienz und Flexibilität gewinnen.

Wenn Sie verstehen möchten, wie sich KI sinnvoll, sicher und menschenzentriert in Ihre Research- und Innovationsprozesse integrieren lässt, sprechen Sie uns an – wir unterstützen Sie dabei, aus technologischen Möglichkeiten konkrete Maßnahmen zu entwickeln, denn wir setzen auf eine durchdachte Human-AI-Collaboration!