Taking a stand - Politische Positionierung von Unternehmen in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung
Wiederkehrender und sich verstärkender Rechtspopulismus wird Deutschland und besonders Ostdeutschland wenig Gutes tun. Internationale Investitionen in ohnehin schon strukturschwachen Regionen könnten ausbleiben. Der Standort Deutschland leidet unter der zweifelhaften Reputation mangelnder Weltoffenheit und verliert für gefragte Fachkräfte aus dem Ausland an Attraktivität, wenn sich die Menschen hier nicht sicher fühlen können. Auch firmeninterne Politik ist von dem Rechtsruck nicht unberührt. So zeigte sich Daimler-Chef Zetsche Anfang des Jahres alarmiert über den steigenden Einfluss rechtsextremer Betriebsräte.
Ähnliches spielt sich in den USA ab. Große amerikanische Unternehmen finden sich im Zentrum von Kritik aus dem Weißen Haus. Nike machte den afroamerikanischen Football-Spieler Colin Kaepernick zu einem der Gesichter für die neue »Just Do It«-Werbekampagne. Nun boykottieren einige US-Bürger den Sportartikelhersteller und Präsident Trump spricht von einer »furchtbaren Botschaft« des Unternehmens. Amazon-Chef und Besitzer der »Washington Post« Jeff Bezos beschrieb Donald Trumps Verhalten gegenüber den Medien kürzlich als »gefährlich«.
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