Corona als Brennglas: Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit, Sicherheit und politische Erwartungen nach dem Corona-Schock in Nordrhein-Westfalen

Ergebnisse einer qualitativen Studie des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Autor(en)

  • Caroline Werkmann Research Executive IUU
  • Laura Wolfs Senior Research Executive IUU
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FES NRWDie Coronakrise hat vielfach zu einem gesellschaftlichen Umdenken geführt. Eine Ipsos-Studie im Auftrag des Weltwirtschaftsforums vom September 2020 zeigt, dass jede_r zweite Deutsche sich wünscht, dass sich das eigene Leben stark verändert und nicht alles wieder so wird wie vor der Pandemie. Daraus ergibt sich die Frage, wie eine Welt nach Corona aussehen sollte und welche Politikfelder und Probleme insbesondere adressiert werden sollten.

Studien, die vor Corona durchgeführt wurden, geben Anhaltspunkte dazu, welche Themen und Politikfelder dominieren. Eine 2019 durchgeführte qualitative Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Nordrhein-Westfalen (NRW) benennt Beispiele aus dem Alltagsleben für mangelnden Zusammenhalt und Gerechtigkeit.

Bildungs-, Infrastruktur-, Arbeitsmarkt- und Klimaschutzpolitik sind nur einige der genannten Politikfelder (vgl. Florack 2020). Um anhand von gesellschaftspolitisch relevanten Feldern zu untersuchen, inwiefern sich Einstellungen und Erwartungen von Erkenntnissen und Ergebnissen vor der Coronapandemie unterscheiden oder decken, hat die Friedrich-Ebert-Stiftung erneut eine qualitative Studie beauftragt. Ziel der Studie war es, anhand konkreter Erfahrungen im Alltagsleben und Problemen in unterschiedlichen Politikfeldern (aktuelle) gesellschaftliche Entwicklungstendenzen aufzuzeigen und aus diesen politische Prioritäten abzuleiten.

Die qualitative Untersuchung wurde mittels acht im Januar 2021 durchgeführten Online-Gruppendiskussionen vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos GmbH umgesetzt. Insgesamt nahmen 58 Befragte aus verschiedenen Regionen NRWs mit unterschiedlichen Bildungs- und beruflichen Hintergründen an der Studie teil. Zudem zeichneten sich alle Teilnehmer_innen durch eine gewisse Affinität zur sozialen Demokratie aus.
 

Autorinnen:

Caroline Werkmann, Politikwissenschaftlerin, arbeitet seit 2018 als Research Executive für qualitative Forschung bei Ipsos. Sie publizierte u.a. zu Themen wie Rechtsradikale Parteien in Osteuropa sowie KI und Digitalisierung.

Laura Wolfs, Politikwissenschaftlerin, arbeitete im Journalismus, für NGOs und in der qualitativen Marktforschung. Seit 2017 forscht sie als Senior Research Executive bei Ipsos zu politischen und sozialen Themen, bspw. prekäre Lebensverhältnisse von Frauen und Digitalisierung.


Literatur:

Florack, Martin (2020), „Sicherheit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt. Alltagsleben und Politikerwartungen in Nordrhein-Westfalen.“, Weiterdenken – Diskussionspapier des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung, Ausgabe 2, 2020.

Autor(en)

  • Caroline Werkmann Research Executive IUU
  • Laura Wolfs Senior Research Executive IUU

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