E-Auto-Prämie: Zurückhaltung bei jenen, die am stärksten gefördert werden sollen | Ipsos
E-Auto-Prämie: Zurückhaltung bei jenen, die am stärksten gefördert werden sollen | Ipsos

E-Auto-Prämie: Zurückhaltung bei jenen, die am stärksten gefördert werden sollen

Steigt der Verkauf von E-Autos durch die neue Förderung der Bundesregierung? Laut einer repräsentativen Befragung von Ipsos zur E-Auto-Prämie steigt die Wahrscheinlichkeit dafür nicht.

Rückwirkend zum 01.01.2026 wird der Kauf oder das Leasing eines Elektroautos, Hybrids oder eines Fahrzeugs mit Range Extender vom Staat mit 1.500 bis 6.000 Euro unterstützt. Die Maßnahme richtet sich an Privatpersonen und insbesondere Familien, wobei bei niedrigen Einkommen eine entsprechend höhere Förderung vorgesehen ist.

Ipsos hat repräsentativ 1.000 Personen in Deutschland gefragt, ob sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie als nächstes ein reines Elektrofahrzeug (ohne Hybrid oder Range-Extender) kaufen oder leasen, durch diese Förderung gestiegen, gleichgeblieben oder gesunken ist.

Annähernd 70 Prozent der Bundesbürger zeigen sich bei der Entscheidung, sich ein E-Auto anzuschaffen, von der Prämie bisher unbeeindruckt. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist für sie gleichgeblieben oder sogar gesunken. Für knapp ein Drittel hat sich die Chance durch die Fördermaßnahme erhöht, dass ihr nächstes Auto vollelektrisch fährt.

Balkendiagramm „Mehrheit bisher wenig beeindruckt von geplanter E Auto Prämie“. Fragestellung: „Ist durch die neue, einkommensabhängige Förderung (ab Jan. 2026) Ihre Wahrscheinlichkeit, als Nächstes ein rein elektrisches Auto zu kaufen/leasen gestiegen oder gesunken?“ Dargestellt sind vier Balken: Gesamt sowie drei Einkommensgruppen (bis 2.000 €, 2.001–4.000 €, mehr als 4.000 €). Segmentreihenfolge je Balken: gesunken – unverändert – gestiegen – weiß nicht/keine Angabe. Werte wie im Text.

Deutliche Trends nach Bildung, Einkommen und Alter

Zurückhaltung zeigen dabei besonders jene Bevölkerungsgruppen, die am höchsten gefördert werden sollen: Nur 17 Prozent der Befragten, die über ein eher niedriges Nettoeinkommen verfügen, werden von der Prämie motiviert. Bei den Besserverdienenden sind es 25 Prozent. In der gering verdienenden Gruppe ist der Anteil derer, die „weiß nicht“ angeben oder keine Angabe machen wollen mit 16 Prozent zudem deutlich höher als in den höheren Einkommensgruppen.

Bei der Differenzierung nach Bildung oder nach Alter ist ebenfalls eine klare Tendenz auszumachen. Je höher die formale Bildung ist, desto eher überzeugt die Prämie, auf ein E-Auto umzuschwenken. Mit dem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit hingegen ab.

Nach Parteienpräferenz: Zwei Gruppen stechen hervor

Nach Parteienpräferenz differenziert fällt der hohe Anteil von CDU/CSU-Wählern auf, die angeben, dass die Wahrscheinlichkeit, sich ein E-Auto anzuschaffen, durch die Prämie gestiegen ist (31 Prozent). Umgekehrt gibt fast jeder dritte AfD-Sympathisant an, dass mit der Förderung die Chance sogar gesunken ist.

Bei den Anhängern von Bündnis 90/Die Grünen sind 38 Prozent überzeugt, dass die Prämie die Entscheidung, zu einem E-Auto zu wechseln, erhöht hat. Das ist der größte Anteil unter allen Parteien.

Methode

Quotierte Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland, repräsentativ gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der Bundestagswahl. Im Gesamtwert sind auch Personen berücksichtigt, die keine der gelisteten Parteien wählen würden. 5er-Skala: gestiegen/gesunken = Top/Low-Box-Werte. Feldzeit: 06.-08.02.2026

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