GLP-1-Nutzer achten beim Lebensmitteleinkauf stärker auf Nährwerte
Die Nutzung von GLP-1-Medikamenten geht mit Veränderungen im Einkaufsverhalten einher: Personen, die GLP-1 anwenden oder früher angewandt haben, orientieren sich beim Lebensmitteleinkauf stärker an Nährwerten als Menschen ohne GLP-1-Erfahrung. Sie geben häufiger an, gezielt nach protein- oder ballaststoffreichen Lebensmitteln zu suchen und Nährwertangaben genauer zu lesen. Das zeigen internationale Ergebnisse des Ipsos Health Service Report 2026.
Weltweit achten aktuelle und ehemalige Nutzer:innen von GLP-1 beim Lebensmitteleinkauf stärker auf ernährungsbezogene Kriterien. Knapp 60 Prozent suchen beispielsweise gezielt nach nährstoffreichen Lebensmitteln mit hohem Protein- oder Ballaststoffgehalt, gegenüber 54 Prozent der Personen ohne Nutzungserfahrung. Auch Nährwertangaben werden häufiger vor dem Kauf gelesen (59 % ggü. 54 %). Zudem richten GLP-1-Erfahrene ihre Einkaufsliste häufiger gezielt am Nährwert der Lebensmittel aus (57 % ggü. 50 %) und neigen etwas seltener zu Impulskäufen.
| Aussage zum Lebensmitteleinkauf | GLP-1-Nutzung | Nicht-Nutzung |
|---|---|---|
| Suche gezielt nach protein- oder ballaststoffreichen Lebensmitteln | 60 % | 54 % |
| Lese vor dem Kauf die Nährwertangaben von Lebensmittelprodukten | 59 % | 54 % |
| Richte meine Einkaufsliste gezielter am Nährwert von Lebensmitteln aus | 57 % | 50 % |
Bekanntheit von GLP-1-Medikamenten steigt in Deutschland
GLP-1-Medikamente werden weltweit zunehmend bekannter. Auch in Deutschland ist die Bekanntheit innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen: 47 Prozent der Bundesbürger:innen haben bereits von Präparaten wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro gehört, 14 Prozentpunkte mehr als 2025. Damit liegt Deutschland knapp unter dem internationalen Durchschnitt von 50 Prozent, zugleich aber deutlich hinter den Spitzenreitern Großbritannien (86 %), Kanada (83 %) und USA (82 %).
Methode
Dies sind die Ergebnisse der Studie Ipsos Health Service Report 2026, die Ipsos über seine Online-Plattform Global Advisor in 32 Ländern durchgeführt hat. Für die Online-Umfrage wurden zwischen dem 13. Juli und dem 7. August 2026 insgesamt 22.528 Personen befragt. In Deutschland waren die Befragten zwischen 16 und 74 Jahre alt, die Stichprobe umfasste rund 1.000 Personen.
Zu den 32 befragten Ländern gehören neben Deutschland: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Peru, Polen, Rumänien, Schweden, Singapur, Spanien, Südafrika, Südkorea, Thailand, Türkei, Ungarn, USA und Vietnam.
In 18 der 32 befragten Länder ist die Internetdurchdringung so hoch, dass die Stichproben als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung in den untersuchten Altersgruppen angesehen werden können – darunter auch Deutschland.
Die Daten wurden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammensetzung jedes Landes das demografische Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den jüngsten Volkszählungsdaten bestmöglich widerspiegelt. Der „globale Länderdurchschnitt“ gibt das durchschnittliche Ergebnis aller 32 Länder wieder, in denen die Umfrage durchgeführt wurde. Er wurde nicht an die Bevölkerungsgröße der einzelnen Länder angepasst und stellt kein Gesamtergebnis dar.
Die Genauigkeit der Online-Befragungen von Ipsos wird anhand eines sogenannten Konfidenzintervalls berechnet. Eine Umfrage mit N=1.000 weist eine Genauigkeit von +/- 3,5 Prozentpunkten auf, eine Umfrage mit N=500 eine Genauigkeit von +/- 5,0 Prozentpunkten.