Angst vor Ebola im eigenen Land

Vor inzwischen mehr als sechs Monaten hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den Ausbruch von Ebola in Guinea öffentlich gemacht. Der Virus verbreitet sich seitdem so schnell und aggressiv wie nie zuvor. Weltweit haben nahezu neun von zehn Personen vom Ebola Virus gehört und mehr als drei Viertel von ihnen befürchten, dass das Virus aus Afrika ins eigene Land gebracht werden könnte. Dies sind Ergebnisse einer weltweiten repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstitutes Ipsos.

Deutsche gut informiert über den Virus

Neun von zehn Personen (88%) weltweit haben von dem Virus, das seit einem halben Jahr in Westafrika grassiert, gehört. In Deutschland wissen 95 Prozent der Bürger um die Krankheit, auch Südkoreaner (97%), Spanier (96%), Ungarn und Schweden (jeweils 95%) sind sehr gut informiert. Anders sieht es in Indien aus, dort wissen zwei Drittel der Bürger von Ebola, in Saudi Arabien sind es 77 Prozent und in Australien haben acht von zehn Befragten  Kenntnis von der Viruserkrankung.

Zwei Drittel der  Deutschen haben Angst vor Ebola in Deutschland

Internationale Helfer sind in Westafrika vor Ort und was passiert, wenn diese nach Hause kommen? 65 Prozent der Deutschen haben Sorge, dass der Virus trotz aller Sicherheitsvorkehrungen auch ins eigenen Land  kommen könnte. Damit liegen sie zusammen mit Großbritannien (65%), Ungarn (63%) und Schweden (52%) im Ländervergelich am unteren Ende derr Skala .  Dagegen haben neun von zehn Bürgern in Indien (92%), Argentinien und Frankreich (jeweils 90%) Angst vor der Krankheit im eigenen Land. Dies legt den Schluss nah, dass die Angst sinkt, umso informierter die Bewohner eines Landes sind. Weltweit sind drei Viertel der Bürger (77%) besorgt, dass das Virus ins eigene Land gebracht werden könnte.

Ein genauerer Blick nach Deutschland zeigt, dass  Frauen (73%) sehr viel besorgter sind als  Männer hierzulande (58%), das Alter der Befragten spielt bei m Grad der Besorgnis dagegen keine besondere Rolle.

Politik und Gesundheitswesen treffen ausreichend Vorkehrungen

Weltweit stimmen 57 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass Politiker und Gesundheitsorganisationen genügend Vorkehrungen treffen, damit der Ebola-Virus nicht ins eigene Land gelangt, 43 Prozent sind nicht dieser Auffassung.

Die Deutschen fühlen sich im globalen Vergleich am besten geschützt, 68 Prozent sind der Meinung, dass von offizieller Seite genug getan wird, gefolgt von Ungarn (66%), den Vereinigten Staaten (64%) und Kanada (63%). In Italien und Südkorea sind jeweils nur 34 Prozent der Ansicht, dass das eigene Land genug Anstrengungen unternimmt, um den Virus nicht ins  Land zu lassen.

Auffällig ist, dass in Deutschland nahezu drei Viertel (73%) der Befragten unter 35 Jahren das Gefühl haben, Politik und Gesundheitsbeauftragte würden genug gegen Ebola im eigenen Land unternehmen, bei den 50-64jährigen sind es nur noch 61 Prozent. 

Zwei Drittel der Deutschen fürchten Ebola Infektion im eigenen Land

 

Steckbrief

Diese Ergebnisse stammen aus der Ipsos Global Advisor Befragung, die zwischen dem 5. und 19. August 2014 in 24 Ländern über das Ipsos Online Panel durchgeführt wurde. Die teilnehmenden Länder waren Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Polen, Rumänien, Russland, Saudi Arabien, Schweden, Spanien, Südafrika, Südkorea, Türkei, Ungarn und die Vereinigten Staaten von Amerika. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von 17.558 Erwachsenen in den USA und Kanada zwischen 18 und 64 Jahren, in allen anderen Ländern zwischen 16 und 64 Jahren, gezogen. In Deutschland wurden ungefähr 1.000 Erwachsene befragt.  In den folgenden Ländern wurde die Stichprobe so gewichtet, dass sie der einer repräsentativen Stichprobe der erwachsenen Bevölkerung des jeweiligen Landes entspricht: Argentinien, Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Polen, Südkorea, Spanien, Schweden, Ungarn, USA. 

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