Das Abgeordnetenhaus von Berlin mit Banner zur Wahl am 20. September
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Umfrage zur Wahl in Berlin 2026: Das sagen die Zahlen

Die aktuelle Umfrage zu der Wahl in Berlin im September zeigt: Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl gibt es in der Hauptstadt keinen eindeutigen Favoriten. SPD, Grüne, CDU und Linke liegen dicht beieinander und ringen um dieselben Wählergruppen. Was die Zahlen im Detail bedeuten, haben wir uns näher angesehen.

Was bedeuten die neuesten Wahlumfragen aus Berlin?

Bevor es daran geht, Zahlen einzuordnen und Schlüsse zu ziehen, lohnt sich ein Blick auf die Methode hinter den aktuellen Wahlumfragen von Ipsos aus Berlin. Im Gegensatz zur klassischen Sonntagsfrage, bei der die Befragten nur eine einzige Partei nennen können, misst das sogenannte Wählerpotenzial, für welche Parteien sich jemand grundsätzlich erwärmen kann.

Konkret werden die Befragten in dieser Art der Umfrage gebeten, ihre Wahlwahrscheinlichkeit für jede Partei einzeln auf einer Skala von 1 bis 10 einzuschätzen. Anschließend werden alle Werte zwischen 6 und 10 als Potenzial gezählt. Diese Methode zeigt damit nicht, wer am Wahltag tatsächlich gewinnt, sondern wie groß das Reservoir an Wählerinnen und Wählern ist, das eine Partei theoretisch noch erreichen könnte. In einer vielfältigen und beweglichen Stadt wie Berlin – wo sich nicht selten auch soziale Extreme begegnen – soll so ein realistisches Bild über die derzeitige Ausgangslage entstehen. 

Dadurch unterscheidet sich unsere aktuelle Umfrage zur Wahl in Berlin von anderen Befragungen. 
 

Die Umfragewerte aus Berlin im Überblick

Die Umfrage aus Berlin zur Wahl macht aktuell vor allem eines deutlich – einen klaren Favoriten gibt es nicht. Das Wählerpotenzial verteilt sich insgesamt wie folgt:

  • Grüne: 33 Prozent
  • SPD: 33 Prozent
  • CDU: 32 Prozent
  • Linke: 31 Prozent
  • AfD: 20 Prozent
  • FDP: 17 Prozent
  • BSW: 16 Prozent

Bemerkenswert ist bei dieser Umfrage zur Wahl in Berlin weniger die Reihenfolge als die teils sehr geringen Abstände. Zwischen Platz eins und Platz vier liegen gerade einmal zwei Prozentpunkte. Diese enge Ausgangslage macht die Sonntagsfrage für Berlin in den kommenden Wochen besonders spannend. Schon kleine Verschiebungen in der Mobilisierung oder in der Themenlage können die Reihenfolge am Wahlabend verändern. 
 



Wie unentschlossen ist die Berliner Wählerschaft?

Ein zentraler Grund für die enge Lage in der Umfrage zur baldigen Wahl in Berlin liegt in der Berliner Wählerschaft. Den Wählerpotenzialen in Berlin zufolge zeichnen sich für die Wahl folgende Tendenzen ab:

  • 52 Prozent können sich grundsätzlich die Unterstützung von mindestens zwei Parteien vorstellen
  • 28 Prozent ziehen sogar drei oder mehr Parteien ernsthaft in Betracht
  • nur etwa ein Drittel legt sich bereits jetzt auf genau eine Partei fest

Diese Beweglichkeit bedeutet: Wer am Ende bei der Landtagswahl Berlin vorne liegt, entscheidet sich möglicherweise erst kurz vor der Wahl, wenn die Themen, Kandidat:innen und Ereignisse der letzten Wochen ihre volle Wirkung entfalten. 
 

Generationenunterschiede prägen die Trends rund um die Wahl in Berlin

Ein Blick auf unsere Umfragen zur Wahl in Berlin zeigt nicht nur die Unentschlossenheit der Berliner Wählerschaft, sondern auch den Unterschied im Wahlverhalten zwischen den Generationen. Konkrete Zahlen belegen folgende Verteilung in den Gruppen der unter 40-Jährigen und über 60-Jährigen:

Unter 40 JahreÜber 60 Jahre
  • Linke: 49 Prozent
  • Grüne: 36 Prozent
  • SPD: 29 Prozent
  • CDU: 23 Prozent
  • AfD: 21 Prozent
  • FDP: 18 Prozent
  • BSW: 17 Prozent
  • CDU: 41 Prozent
  • SPD: 35 Prozent
  • Grüne: 25 Prozent
  • AfD: 22 Prozent
  • Linke: 19 Prozent
  • FDP: 17 Prozent
  • BSW: 11 Prozent

Bei den unter 40-Jährigen liegt die Linke in der Umfrage zur Wahl in Berlin mit weitem Abstand vorn, bei den über 60-Jährigen kommt sie dagegen nur auf 19 Prozent und damit auf weniger als die Hälfte ihres Potenzials in der jüngeren Altersgruppe.

Umgekehrt verdoppelt sich das Potenzial der CDU nahezu, wenn man von der jüngeren zur älteren Generation blickt. Ausschlaggebend sind hier die unterschiedlichen Sorgen und Prioritäten der Wählergruppen: Für jüngere Berliner:innen stehen Faktoren wie Lebenshaltungskosten und soziale Ungleichheit im Vordergrund, während ältere Befragte Wirtschaft und Sicherheit stärker gewichten. In der Gesamtübersicht für Berlin und die Landtagswahl ergibt sich somit ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Parteien.

Zum Ipsos-Sorgenbarometer

BILD
 

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