US-Wahl: Deutsche würden mehrheitlich für Biden stimmen, Trump nur in Russland Favorit

Die deutschen Wählerinnen und Wähler haben bei der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl einen klaren Favoriten. 62 Prozent aller Bundesbürger würden sich für den demokratischen Kandidaten Joe Biden entscheiden, wenn Sie bei der Wahl am 03. November abstimmen dürften. Lediglich jeder zehnte Deutsche (10%) würde Donald Trump seine Stimme geben. Das ist das Ergebnis einer internationalen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos, die vom 25. September bis zum 09. Oktober 2020 in 24 Ländern durchgeführt wurde. Allerdings sind nur 4 von 10 Deutschen (40%) der Meinung, dass Joe Biden tatsächlich zum Präsidenten gewählt wird, 23 Prozent der Befragten glauben an einen Trump-Sieg.

Kaum internationaler Rückhalt für Trump

Auch in den meisten anderen befragten Ländern ist die Unterstützung für Herausforderer Biden deutlich größer als für den amtierenden Präsidenten. Weltweit würde etwa die Hälfte aller Befragten (48%) für den Demokraten Joe Biden stimmen, nur jeder Sechste (17%) würde republikanisch wählen. Am größten wäre Trumps Rückhalt noch in Indien (34%), der Türkei, Polen und Russland (je 27%), besonders wenige Stimmen würde Trump dagegen in Mexiko erhalten (7%). Global gesehen würde Biden laut Umfrage in 22 von 24 befragten Ländern die Präsidentschaftswahl gewinnen, in Polen käme es zu einem Patt zwischen beiden Kandidaten. Lediglich in Russland könnte Trump mit einem deutlichen Sieg rechnen (+14 Prozentpunkte Vorsprung).

Biden vs. Trump

Geringere Zustimmung für Biden im Vergleich zu Hillary Clinton

Während des letzten US-Wahlkampfs lagen die internationalen Zustimmungs-werte für Kandidatin Hillary Clinton allerdings noch deutlich höher als heute für Biden. Vor vier Jahren gaben weltweit fast 6 von 10 Befragten (58%) an, für Clinton votieren zu wollen, nur 12 Prozent favorisierten Trump. Hierzulande wäre das Ergebnis damals sogar noch eindeutiger ausgefallen (70% vs. 9%).  

Trotz Unbeliebtheit trauen viele Trump den Sieg zu

Die Siegchancen der Demokraten werden nach der für viele überraschenden Wahlniederlage von Clinton vor vier Jahren heute deutlich vorsichtiger eingeschätzt. Weltweit gehen weniger als 4 von 10 Befragten (39%) fest davon aus, dass Joe Biden die Präsidentschaft gewinnen wird, mehr als jeder Vierte (27%) glaubt an einen Trump-Sieg am 03. November. Etwa jeder Dritte (34%) wagt keine Prognose oder möchte hierzu keine Angabe machen. In 2016 gingen noch mehr als zwei Drittel aller Befragten (68%) davon aus, dass Clinton die Wahl gewinnen wird, lediglich 15 Prozent setzten damals auf Trump.

Methodenbeschreibung

Die Ergebnisse stammen aus der Ipsos Global Advisor-Studie »A Global View of the 2020 U.S. Presidential Election«, die vom 25. September bis zum 09. Oktober 2020 in 24 Ländern durchgeführt wurde. Bei der Online-Befragung wurden weltweit insgesamt 18.507 Personen interviewt. In Kanada, Malaysia, Südafrika und der Türkei waren die Befragten zwischen 18 und 64 Jahre alt, in allen anderen untersuchten Ländern zwischen 16 und 64 Jahren. 

In Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Schweden und Spanien wurden jeweils etwa 1000 Personen befragt. In Argentinien, Chile, Indien, Malaysia, den Niederlanden, Peru, Polen, Russland, Südafrika, Südkorea, der Türkei und Ungarn umfasste die Stichprobe etwa 500+ Personen.

In 15 von insgesamt 24 untersuchten Nationen können die Stichproben als repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung unter 75 Jahren angesehen werden: Argentinien, Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Polen, Schweden, Spanien, Südkorea und Ungarn.

Die Stichprobe in Brasilien, Chile, Indien, Malaysia, Mexiko, Peru, Russland, Südafrika und der Türkei ist städtischer, gebildeter und/oder wohlhabender als die Allgemeinbevölkerung und sollte so betrachtet werden, dass sie die Ansichten der stärker "vernetzten" Bevölkerungsgruppe widerspiegelt.

Die Daten werden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammensetzung jedes Marktes das demografische Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den neuesten Volkszählungsdaten am besten widerspiegelt.

Wenn die Ergebnisse sich nicht auf 100 aufsummieren, liegt das an Rundungen durch die computerbasierte Zählung, erlaubte Mehrfachnennungen oder dem Ausschluss von „weiß nicht/keine Angabe“ Nennungen.

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