Corona als Katalysator der Transformation

Was bedeutet das für die Arbeitswelt?

Autor(en)

  • Dr. Ingrid Feinstein Director
  • Dr. Fleur Zbinden-Laros Associate Director
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EOR WP VorschaubildDie Corona-Krise wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und scheint bereits vorher bestehende Trends zu verstärken – so auch im Kontext Arbeit. Bereits vor der Krise waren die Digitalisierung und kulturelle Transformation unserer Arbeitswelt in vollem Gange – auch wenn gerade deutsche Unternehmen sich damit bisher eher schwergetan haben: Laut einer Studie von Bitkom Research (2019) sieht sich die Mehrheit der Unternehmen als Nachzügler in der Digitalisierung. Die Pandemie aber hat zu einem radikalen Kurswechsel gezwungen. In kürzester Zeit mussten die interne Arbeitsorganisation sowie die Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten angepasst werden. Ein klares Beispiel hierfür ist die plötzliche Umstellung auf Home Office in vielen Bereichen. Aber auch in anderen Arbeitsbereichen, für die Home
Office nicht möglich ist, waren Arbeitnehmer stark betroffen durch veränderte Abläufe und Schutzmaßnahmen.

Wie wirkt sich diese radikale Disruption aus? Worauf müssen wir uns zukünftig einstellen? Welche Chancen, aber auch Risiken sind zu beachten? Um zu verstehen, wie Beschäftigte die Krise erleben und
wie HR- und Kommunikationsexperten auf die aktuelle Situation blicken, haben wir zwei  länderübergreifende Studien durchgeführt: Eine repräsentative Umfrage unter insgesamt 5.000 Beschäftigten zwischen 18 und 65 Jahren in 5 Ländern sowie eine Befragung von mehr als 350 HR- und Kommunikationsexperten. Dabei haben wir Fragen gestellt zur allgemeinen Stimmung, Bewertung des Managements und Veränderungen aufgrund der Coronakrise (im Besonderen mit Blick auf Home Office). Hier nehmen wir die Ergebnisse in Deutschland in den Fokus. Der emotionale Tenor in Deutschland ist zunächst eher negativ geprägt: 37 Prozent der Befragten sind besorgt, gar jeder Zehnte sogar deprimiert (13%). 42 Prozent machen sich insgesamt Sorgen um ihren Arbeitsplatz oder ihre finanzielle Situation (43%).

Viele sind aber auch positiv gestimmt: Jeder Vierte (25%) tritt der Krise zuversichtlich entgegen, jeder Sechste (17%) hat gar eine engagierte, kämpferische Haltung. Nicht einmal jeder Zehnte (8%) ist wütend.

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