Zufriedenheit mit der Bundesregierung – Umfrage & Trend
Das Ipsos Minister-Ranking: Wie beliebt ist der Kanzler und seine Regierung?
Die heutige Welt ist geprägt von schnellem Wandel. Doch erst der Zugang zu verlässlichen Fakten schafft die Grundlage für sichere Entscheidungen. Deshalb widmen wir uns jeden Tag der Messung, Auswertung und Analyse relevanter Daten.
Dazu gehört auch die Abfrage der Zufriedenheit mit der Bundesregierung, insbesondere für politische Akteure, Institutionen und Medienschaffende. Das Ipsos Minister-Ranking wird alle zwei Monate veröffentlicht und gibt einen wertvollen Einblick in die öffentliche Meinung zu aktuellen politischen Maßnahmen und Entscheidungen. Ziel der Befragung ist es, ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung zur Regierungsarbeit insgesamt und zur Beliebtheit der einzelnen Kabinettsmitglieder zu erhalten.
Aus den Daten lassen sich Trends in den Einstellungen zum Regierungshandeln ablesen. Die Einblicke in die Zufriedenheit mit der Bundesregierung sind wertvoll, um mögliche Verbesserungspotenziale zu erkennen und um zu sehen, in welchen Ressorts es in der Wahrnehmung der Bevölkerung derzeit Unstimmigkeiten gibt. Sie helfen auch, Einschätzungen und Tendenzen für kommende Wahlen zu erhalten.
Um ein bevölkerungsrepräsentatives Stimmungsbild zu erhalten, erheben wir die Daten mittels einer Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland. Die Daten werden nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl gewichtet.

Aktualisiert am 16. Juli 2026
Das aktuelle Minister-Ranking: Zufriedenheit mit Regierung und Kanzler bleibt auf niedrigem Niveau, Klingbeil und Bas legen zu
Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung und des Bundeskanzlers bleibt gegenüber der letzten Erhebung im Mai 2026 weitgehend stabil, verharrt jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau. Nur 17 Prozent der Deutschen bewerten die Arbeit der aktuellen Regierung aus CDU/CSU und SPD insgesamt positiv. 83 Prozent beurteilen sie negativ und damit genauso viele wie zuletzt im Mai.
Kanzler Friedrich Merz verliert zwei Punkte und erreicht nur noch einen Zufriedenheitswert von 16 Prozent. Die auffälligsten Veränderungen zeigen sich jedoch bei der SPD: Boris Pistorius bleibt der beliebteste Minister, muss aber Einbußen hinnehmen. Lars Klingbeil, Bärbel Bas und Stefanie Hubig verzeichnen hingegen leichte Zugewinne.
Pistorius bleibt trotz Verlusten am beliebtesten, SPD-Trio gewinnt an Zuspruch
Mit einem Zufriedenheitswert von 46 Prozent führt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) weiter das Minister-Ranking an, verzeichnet jedoch ein Minus von vier Prozentpunkten – der größte Rückgang gegenüber der letzten Erhebung. Im Gegensatz dazu steigen die Werte von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) und Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) jeweils um zwei Prozentpunkte auf 22, 21 und 26 Prozent.
Während das SPD-Trio zulegt, fällt die Zufriedenheit bei einigen CDU-Mitgliedern des Kabinetts: Neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verlieren auch Bildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU, 18 %) und Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU, 19 %) jeweils zwei Prozentpunkte. Bei den übrigen Ressorts zeigen sich keine relevanten Veränderungen.
Deutlicher Einbruch der Zufriedenheit seit Start der Regierung
Seit ihrem Amtsantritt im Juni 2025 ist die Zufriedenheit mit nahezu allen Mitgliedern der Bundesregierung stark gesunken. Die Regierungszufriedenheit ist in diesem Zeitraum von 40 auf 17 Prozent gefallen (-23 pp); Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat denselben Rückgang von 39 auf 16 Prozent verzeichnet (-23 pp).
Den größten Einbruch hat Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) hinnehmen müssen: Ihr Zufriedenheitswert ist um 26 Prozentpunkte von 41 auf 15 Prozent gesunken – der niedrigste Wert unter allen Kabinettsmitgliedern. Verluste von 18 Prozentpunkten oder mehr haben zudem Finanzminister Lars Klingbeil (SPD, -20 pp), der Chef des Bundeskanzleramts Thorsten Frei (CDU, -19 pp), Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD, -18 pp), Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, -18 pp) sowie Bildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU, -18 pp) erlitten.
Am stabilsten hat sich Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) erwiesen: Ihr Zufriedenheitswert ist im selben Zeitraum lediglich um 8 Prozentpunkte von 34 auf 26 Prozent gesunken.
Entwicklung der Bekanntheit: Klingbeil und Pistorius am bekanntesten, größte Zuwächse bei Reiche und Warken
Die Bekanntheit der einzelnen Bundesministerinnen und Bundesminister hat sich seit Juni 2025 teils deutlich erhöht. Die bekanntesten Regierungsmitglieder sind weiterhin Lars Klingbeil und Boris Pistorius. Jeweils 3 Prozent der Befragten geben an, sie nicht zu kennen. Am wenigsten bekannt ist Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD): 32 Prozent der Deutschen kennen sie nicht. Dieser Wert ist seit dem Start der Regierung unverändert geblieben – anders als bei vielen anderen Kabinettsmitgliedern.
Die größten Zuwächse gab es bei Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU): Der Anteil derer, die sie nicht kennen, ist jeweils um 13 Prozentpunkte gesunken. Deutlich bekannter geworden sind auch Bildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU, -11 pp), Justizministerin Stefanie Hubig (SPD, -10 pp), Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU, -10 pp) und Umweltminister Carsten Schneider (SPD, -10 pp).
Welche Auswirkungen wird die Bundestagswahl 2025 auf die Zukunft Deutschlands haben? Lesen Sie hier die aktuellen Analysen und Einschätzungen unseres Experten für Politik- und Sozialforschung, Dr. Robert Grimm.
Methode der Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung
Die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung erfolgt mittels einer quotierten Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten im Alter von 18 bis 75 Jahren in Deutschland, repräsentativ gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl. Die Befragung zum aktuellen Minister-Ranking wurde vom 3. bis zum 5. Juli 2026 durchgeführt. Die Vergleichswerte stammen aus Umfragen, die vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2025 sowie vom 8. bis zum 10. Mai 2026 durchgeführt wurden.
Die Zufriedenheitswerte basieren auf einer Skala von 1 ("Vollständig unzufrieden") bis 10 ("Voll und ganz zufrieden"). Der angegebene Prozentwert entspricht dem Anteil der Befragten, die ihre Zufriedenheit auf den Stufen 6 bis 10 eingeordnet haben.
Die Ergebnisse der Umfragen werden durch unsere Expert:innen aus der Politik- und Sozialforschung detailliert analysiert und in unserem Bericht zur politischen Meinungslage in Deutschland veröffentlicht. Alle Daten stellen wir sowohl der Öffentlichkeit als auch politischen Entscheidungsträger:innen kostenfrei zur Verfügung.
Alle volljährigen Bundesbürger:innen sind eingeladen, an der Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung teilzunehmen. Für unsere Meinungsumfragen ist es uns wichtig, einen vielfältigen und repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen. Deshalb laden wir Menschen aus allen Altersgruppen und geografischen Regionen zur Teilnahme ein.
FAQ: Zufriedenheit mit der Bundesregierung
Wie wird die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung durchgeführt?
Die Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung wird online durchgeführt. Die Stichprobe ist quotiert nach Alter, Region und Geschlecht. Die Teilnehmenden können bequem von zu Hause oder unterwegs ihre Meinung bei der Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung abgeben. Wir verwenden sichere Tools, die die Anonymität der Teilnehmenden gewährleisten. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und auf sicheren Servern gespeichert, um höchste Datenschutzstandards zu gewährleisten.
Warum sollte ich an der Befragung zum Minister-Ranking teilnehmen?
Eine repräsentative Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung zeichnet sich dadurch aus, dass die Zusammensetzung der Befragtengruppe die zu untersuchende Grundgesamtheit der Bevölkerung in verkleinertem Maßstab widerspiegelt. Idealerweise wird dies durch eine Zufallsstichprobe erreicht, bei der jede wahlberechtigte Person die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, ausgewählt zu werden. Ihre Teilnahme ist wichtig, um ein breites Spektrum an Meinungen zu erhalten, unabhängig von Ihren Interessen oder politischen Überzeugungen. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse alle Stimmen gleichermaßen repräsentieren und nicht nur die der politisch aktiven oder entschiedenen Wähler:innen.
Was passiert mit meinen Daten bei der Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung?
Bei der Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung legen wir großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre unserer Teilnehmer:innen. Die Umfragen sind vollständig anonym und es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Die Antworten werden nur in aggregierter Form ausgewertet und veröffentlicht, so dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Unsere Datenschutzrichtlinien entsprechen den höchsten Standards und werden regelmäßig überprüft.
Kann ich die Ergebnisse der Umfragen zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung einsehen?
Ja, die Ergebnisse unserer Umfragen werden regelmäßig auf unserer Website veröffentlicht. Unseren Website-Besucher:innen stellen wir detaillierte Berichte zur Verfügung, die die wichtigsten Erkenntnisse und Trends zusammenfassen. Alle Informationen über die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung sind frei zugänglich und tragen zu einer informierten öffentlichen Debatte bei.
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