US-Politik im Fokus: Meinungen & Stimmen aus Amerika
Politik der USA & die Auswirkungen auf Deutschland
Kaum ein anderes Land beeinflusst globale Entwicklungen so umfassend wie die Vereinigten Staaten. Das gilt sowohl für sicherheitspolitische und wirtschaftliche Fragen als auch zunehmend für gesellschaftliche Diskurse und regulatorische Impulse. Politische Entscheidungen in den USA wirken häufig über Landesgrenzen hinweg und sind daher auch für deutsche Entscheidungsträger von Bedeutung.
Als wichtigster außereuropäischer Handelspartner Deutschlands haben wirtschaftspolitische Entscheidungen der USA direkten Einfluss auf unsere Exportmärkte, Lieferketten und letztlich auch auf Arbeitsplätze. Aufgrund dieser Verflechtungen ist es für deutsche Entscheidungsträger wichtig, ein differenziertes Verständnis der Dynamiken innerhalb der US-Politik zu erlangen. Denn wer politische und gesellschaftliche Strömungen frühzeitig erkennt, kann Risiken besser einschätzen und neue Handlungsräume identifizieren.
Mit der Wiederwahl von Donald Trump werden viele dieser Zusammenhänge auf den Prüfstand gestellt. Die "America First"-Agenda stellt Entscheidungsträger weltweit vor die Frage, wie berechenbar die USA unter seiner Führung sind. Wie verlässlich sind bestehende wirtschaftliche Partnerschaften? Welche Regulierungen sind in Zukunft zu erwarten? Und was für politische Narrative setzen sich in den USA durch? Mit Know the New America bleiben Sie hinsichtlich aktueller Entwicklungen in der US-Politik auf dem neuesten Stand.
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Aktualisiert am 28. Juni 2026
US-Politik in aktuellen Zahlen
Während die Augen der Welt oft im übertragenen Sinne auf die USA gerichtet sind, werden sie in den nächsten anderthalb Monaten buchstäblich auf die USA – sowie auf Mexiko und Kanada – blicken, denn dann findet die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ statt. Doch das Sportgroßereignis sorgt in den USA wegen der extrem hohen Ticketpreise für Kontroversen. Eine Ipsos-Umfrage zeigt, dass 59 Prozent der US-Amerikaner:innen der Meinung sind, es sei für Normalverdiener zu teuer, ein Spiel zu besuchen. Nur 2 Prozent der Befragten halten die Tickets für erschwinglich. Die Debatte über die Erschwinglichkeit könnte die Reputation der WM-Sponsoren auf eine neue Probe stellen.
Dennoch sorgt die Fußball-WM in den USA für Begeisterung – und das nicht nur für die Heimmannschaft. Laut einer Ipsos-Umfrage geben zwei von fünf US-Amerikaner:innen (41 %) an, dass sie neben den USA auch anderen Ländern die Daumen drücken.
Wenn die Weltmeisterschaft die Zuschauer:innen weltweit als Fans vereint, wird dann die Welt auch geopolitisch wieder zusammenfinden? Was das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran angeht, sind viele US-Amerikaner:innen pessimistisch: Laut einer neuen Reuters/Ipsos-Umfrage halten 63 Prozent es für unwahrscheinlich, dass das Abkommen dauerhaften Frieden zwischen den beiden Ländern bringen wird. Die meisten US-Bürger:innen sind zudem der Meinung, dass sich die Militäraktionen der USA im Iran nicht gelohnt haben. Nur 24 Prozent der Befragten sehen das anders.
Was bedeuten diese Entwicklungen? Das neue Amerika ist ein komplexes und oft widersprüchliches Gebilde. Lesen Sie weiter und erfahren Sie die neuesten Erkenntnisse von Ipsos zur US-Politik. Gerne unterstützen wir Sie mit einer breiten Vielfalt an Lösungen dabei, sich in diesem unsicheren Umfeld zurechtzufinden. Unser breites Leistungsspektrum reicht von der Unternehmensreputation über Markenmanagement und Verbraucherbeobachtung bis hin zur Messung der öffentlichen Meinung.
WM live im Stadion? Für die meisten US-Amerikaner:innen zu teuer
Laut einer Ipsos-Umfrage sagen 59 Prozent der US-Amerikaner:innen und 76 Prozent der WM-Zuschauer:innen, dass die Gesamtkosten für den Besuch eines WM-Spiels für den Durchschnittsamerikaner zu hoch sind. Nur wenige halten sie für erschwinglich.
- In der Nachhaltigkeitsdebatte zur Fußball-WM geht es nicht mehr um CO₂-Emissionen, sondern um Zugang – Weiterlesen
- Tauche mit dem kostenlosen Social-Media-Tracker von Ipsos Synthesio tief in die Daten zur WM 2026 ein – Weiterlesen

Kassensturz im Supermarkt: Preisdruck verändert das Einkaufsverhalten
Laut dem Ipsos Consumer Tracker achten inzwischen 48 Prozent der US-Amerikaner:innen stärker auf den Preis pro Einheit als auf den Gesamtpreis von Lebensmitteln.
- Nur jede:r Fünfte gibt an, dass das eigene Budget flexibel genug ist, um bei durch höhere Kraftstoffkosten bedingten Preissteigerungen keine Einsparungen vornehmen zu müssen – Weiterlesen

US-Demokratie am Kipppunkt? Mehrheit sieht Gefahr des Scheiterns
Zwar hält eine große Mehrheit der US-Amerikaner:innen die Demokratie nach wie vor für die beste Regierungsform, doch laut einer neuen Reuters/Ipsos-Umfrage glauben zwei Drittel der Bevölkerung, dass die US-Demokratie zu scheitern droht.
Nur wenige US-Amerikaner:innen erwarten, dass die vorläufige Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran dauerhaften Frieden bringen wird – Weiterlesen
Iran-Konflikt dämpft Trumps Beliebtheit – Zustimmungswerte verharren auf niedrigem Niveau
Befürworten Sie insgesamt gesehen die Art und Weise, wie Donald Trump seine Aufgabe als Präsident wahrnimmt, oder lehnen Sie sie ab?
Das jüngste Friedensabkommen mit dem Iran schlägt sich bislang nicht in den Zustimmungswerten der US-Amerikaner:innen für Präsident Trump nieder. Aktuell liegt seine Zustimmungsrate statistisch weiterhin auf dem Tiefststand, den sie nach Kriegsbeginn erreicht hat. Ob sie sich wieder erholt, bleibt abzuwarten, denn die durch den Krieg ausgelösten wirtschaftlichen Erschütterungen dürften noch geraume Zeit anhalten.
Verbraucherstimmung: So wirkt sich die US-Politik aus
Konsumklima bricht ein – niedrigster Stand seit COVID-Pandemie
Das Vertrauen der US-Amerikaner:innen in die Wirtschaft hat einen neuen Tiefpunkt erreicht, den niedrigsten seit der Rezession infolge der Corona-Pandemie 2020. Der LSEG/Ipsos Primary Consumer Sentiment Index liegt aktuell bei 49,1 Punkten, dem geringsten Wert seit Dezember 2020, und damit zum zweiten Mal in Folge unter der Marke von 50.
Wie lässt sich dieser Wert im Vergleich zu früheren Krisen einordnen? Als im vergangenen Jahr die „Liberation Day“-Zölle angekündigt wurden, erreichte der Index zwar 50, fiel aber nicht darunter. Während der Inflationsspitzen 2022 und 2023 sank er dreimal unter die 50-Prozent-Marke, jedoch nie so tief wie heute und nie in zwei aufeinanderfolgenden Monaten. Vor der COVID-Pandemie war der Index seit 2013 nicht mehr unter 50 Punkte gefallen.
All dies deutet auf ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld hin, in dem sich Unternehmen zurechtfinden müssen, da sich das Konsumklima möglicherweise nicht schnell erholen wird.
Wie sich die Lage für Bürger & Unternehmen durch die US-Politik verändert
Die Wiederwahl von Donald Trump offenbarte ein differenzierteres Bild der Außenpolitik der USA, in der die Trennlinien zwischen den politischen Lagern zunehmend verschwimmen. Für Unternehmen und Organisationen weltweit wird es daher entscheidend sein, diese Grauzonen zu verstehen. Wer sich klug an den Erwartungen seiner Verbraucher:innen, Kunden und Stakeholder orientiert, hat die besten Chancen auf Erfolg. Mehr dazu erfahren Sie in einem neuen Bericht aus der Reihe Insights to Activate von Ipsos. Darin erläutern wir, was globale Marken aus den Sektoren Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Einzelhandel, Technologie und Gesundheitswesen wissen müssen.
So stark ist das Ansehen der USA durch die aktuelle US-Politik weltweit gesunken
Die Zahl der Menschen weltweit, die glauben, dass die USA einen positiven Einfluss auf die Welt haben werden, ist seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump deutlich gesunken: Im März/April 2025 sagten weniger als zwei Drittel (durchschnittlich 63 Prozent in 29 Ländern) sagten, die USA würden einen positiven Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Vor der Wahl Trumps im September/Oktober 2024 waren es noch 77 Prozent.
Was der Rest der Welt über die aktuelle US-Politik denkt
Auch wenn sich Donald Trump vor allem auf das Geschehen im eigenen Land konzentriert, bleibt eines klar: Die USA sind auf andere Länder angewiesen – wenn auch nur als Absatzmärkte. Die ersten Reaktionen fallen jedoch überwiegend negativ aus: So hat Trump in Kanada, das einst zu den engsten Handelspartnern der USA zählte, einen neuen Schub an Patriotismus ausgelöst und den Liberalen Auftrieb gegeben. Kanada muss sich jedoch auch künftig auf turbulente Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump einstellen.
Auch in Mexiko und quer durch Europa überwiegt die Skepsis gegenüber der neuen US-Regierung. Höhere Verteidigungsausgaben vieler Länder und eine Neuordnung von Bündnissen scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein.
Entdecken Sie, was andere Länder über die US-Politik denken:
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