US-Politik im Fokus: Meinungen & Stimmen aus Amerika
Politik der USA & die Auswirkungen auf Deutschland
Kaum ein anderes Land beeinflusst globale Entwicklungen so umfassend wie die Vereinigten Staaten. Das gilt sowohl für sicherheitspolitische und wirtschaftliche Fragen als auch zunehmend für gesellschaftliche Diskurse und regulatorische Impulse. Politische Entscheidungen in den USA wirken häufig über Landesgrenzen hinweg und sind daher auch für deutsche Entscheidungsträger von Bedeutung.
Als wichtigster außereuropäischer Handelspartner Deutschlands haben wirtschaftspolitische Entscheidungen der USA direkten Einfluss auf unsere Exportmärkte, Lieferketten und letztlich auch auf Arbeitsplätze. Aufgrund dieser Verflechtungen ist es für deutsche Entscheidungsträger wichtig, ein differenziertes Verständnis der Dynamiken innerhalb der US-Politik zu erlangen. Denn wer politische und gesellschaftliche Strömungen frühzeitig erkennt, kann Risiken besser einschätzen und neue Handlungsräume identifizieren.
Mit der Wiederwahl von Donald Trump werden viele dieser Zusammenhänge auf den Prüfstand gestellt. Die "America First"-Agenda stellt Entscheidungsträger weltweit vor die Frage, wie berechenbar die USA unter seiner Führung sind. Wie verlässlich sind bestehende wirtschaftliche Partnerschaften? Welche Regulierungen sind in Zukunft zu erwarten? Und was für politische Narrative setzen sich in den USA durch? Mit Know the New America bleiben Sie hinsichtlich aktueller Entwicklungen in der US-Politik auf dem neuesten Stand.
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Aktualisiert am 28. Mai 2026
US-Politik in aktuellen Zahlen
Während der Konflikt mit dem Iran andauert, sinkt das Ansehen der USA weltweit deutlich. In weniger als zwei Jahren ist der Anteil der Menschen, die den USA einen positiven Einfluss auf die Welt zutrauen, um 20 Prozentpunkte gefallen – von 59 Prozent im Jahr 2024 auf heute 39 Prozent. Zugleich traut inzwischen rund die Hälfte der Befragten in 31 Ländern China laut einer Ipsos-Umfrage zu, die globale Entwicklung positiv mitzugestalten.
Die Wirtschaft bleibt das zentrale Kriterium für politischen Erfolg – lange eine Stärke von Präsident Trump und den Republikanern. Neue Ipsos-Daten deuten jedoch auf ein Ende dieses Vorteils hin: Hatten die Republikaner zu Trumps Amtsantritt noch 17 Prozentpunkte Vorsprung, liegen sie heute beim Vergleich, wer den besseren Wirtschaftsplan hat, gleichauf mit den Demokraten (33 % zu 33 %). Gleichzeitig machen 76 Prozent der US-Amerikaner:innen die Trump-Regierung für die gestiegenen Kraftstoffpreise verantwortlich – darunter 57 Prozent der republikanischen Wählerschaft. Das könnte den Ausgang der Midterms-Wahlen im November maßgeblich beeinflussen und damit Trumps verbleibende Agenda in dieser Amtszeit.
Inmitten dieser tiefgreifenden politischen Umbrüche nimmt die Polarisierung weiter zu – und begünstigt ein Umfeld, in dem Übertreibungen, Falschinformationen und Desinformationen gedeihen können. Dieses Problem ist den Menschen in den USA durchaus bewusst: Laut einer Ipsos-Befragung sehen 82 Prozent der US-Amerikaner:innen Desinformation als eine der größten globalen Bedrohungen. Die aktuelle Ausgabe unseres Magazins "What the Future: Attention" zeigt, wie Marken robuster gegenüber Disruptionen werden – in einer Zeit, in der sie ihre Botschaften und das Marktumfeld nur noch begrenzt steuern können.
Was bedeuten diese Entwicklungen? Das neue Amerika ist ein komplexes und oft widersprüchliches Gebilde. Lesen Sie weiter und erfahren Sie die neuesten Erkenntnisse von Ipsos zur US-Politik. Gerne unterstützen wir Sie mit einer breiten Vielfalt an Lösungen dabei, sich in diesem unsicheren Umfeld zurechtzufinden. Unser breites Leistungsspektrum reicht von der Unternehmensreputation über Markenmanagement und Verbraucherbeobachtung bis hin zur Messung der öffentlichen Meinung.
Der Iran-Krieg und sein Echo weltweit: Fünf Grafiken
Wie reagieren verschiedene Länder auf die Folgen des Iran-Kriegs – und was bedeutet das für das Ansehen der USA? Fünf Grafiken zeigen die wichtigsten Entwicklungen.
- Neue ABC News/Washington Post/Ipsos-Umfrage: US-Amerikaner:innen sind uneins über das weitere Vorgehen im Iran – Weiterlesen
- Zwei Drittel der US-Bevölkerung geben an, dass gestiegene Kraftstoffpreise ihre Haushaltsfinanzen belasten – Weiterlesen

Aufmerksamkeit im KI‑Zeitalter: So gewinnen Marken trotz Vertrauenskrise
Aufmerksamkeit ist die knappste Ressource im Marketing. Während unzählige Reize um sie konkurrieren und wir im Sekundentakt den Kontext wechseln, vertiefen sich Menschen zugleich stundenlang in Inhalte – von Shorts über Podcasts bis hin zu Filmen.
Die neue Ausgabe unseres Magazins "What the Future: Attention" beleuchtet Zielgruppen, Plattformen und Kontexte der Aufmerksamkeitsökonomie – und liefert Forschungsergebnisse, die Marken helfen, sich in einem von KI und schwindendem Vertrauen geprägten Umfeld erfolgreich zu behaupten.

KI‑Rechenzentren: Mehrheit der US‑Bevölkerung sagt Nein – Umweltbedenken dominieren
Laut Ipsos Consumer Tracker würde eine Mehrheit der US-Amerikaner:innen ein Rechenzentrum in der eigenen Gemeinde ablehnen und sorgt sich um die Umweltauswirkungen.
Vertrauen in KI‑Produktempfehlungen bleibt über zahlreiche Produkt‑ und Servicekategorien hinweg konstant – Weiterlesen
Iran-Konflikt dämpft Trumps Beliebtheit – Zustimmungswerte verharren auf niedrigem Niveau
Befürworten Sie insgesamt gesehen die Art und Weise, wie Donald Trump seine Aufgabe als Präsident wahrnimmt, oder lehnen Sie sie ab?
Die Unzufriedenheit der US-Amerikaner:innen mit der Trump-Regierung wächst, je länger der Iran-Krieg andauert und je weiter die Preise steigen. Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage lehnen inzwischen 73 Prozent Trumps Umgang mit der Inflation ab – der schlechteste Wert seiner zweiten Amtszeit in einem Bereich, der zuvor als seine Stärke galt.
Verbraucherstimmung: So wirkt sich die US-Politik aus
Keine Erholung in Sicht: US-Konsumklima bleibt schwach
Das deutlich gesunkene Vertrauen der US-Amerikaner:innen in die Wirtschaft ist kein kurzfristiger Ausreißer: Vor dem Hintergrund des Iran‑Konflikts und hoher Kraftstoffpreise bleibt die Verbraucherstimmung auf Krisenniveau. Der LSEG/Ipsos Primary Consumer Sentiment Index (PCSI) liegt im Mai bei einem Wert von 49,6 Punkten (-0,4 ggü. Vormonat) und bewegt sich damit in einem Bereich, der zuletzt während der Inflationsspitzen und der COVID‑Rezession 2020 erreicht wurde.
Wie sich die Lage für Bürger & Unternehmen durch die US-Politik verändert
Die Wiederwahl von Donald Trump offenbarte ein differenzierteres Bild der Außenpolitik der USA, in der die Trennlinien zwischen den politischen Lagern zunehmend verschwimmen. Für Unternehmen und Organisationen weltweit wird es daher entscheidend sein, diese Grauzonen zu verstehen. Wer sich klug an den Erwartungen seiner Verbraucher:innen, Kunden und Stakeholder orientiert, hat die besten Chancen auf Erfolg. Mehr dazu erfahren Sie in einem neuen Bericht aus der Reihe Insights to Activate von Ipsos. Darin erläutern wir, was globale Marken aus den Sektoren Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Einzelhandel, Technologie und Gesundheitswesen wissen müssen.
So stark ist das Ansehen der USA durch die aktuelle US-Politik weltweit gesunken
Die Zahl der Menschen weltweit, die glauben, dass die USA einen positiven Einfluss auf die Welt haben werden, ist seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump deutlich gesunken: Im März/April 2025 sagten weniger als zwei Drittel (durchschnittlich 63 Prozent in 29 Ländern) sagten, die USA würden einen positiven Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Vor der Wahl Trumps im September/Oktober 2024 waren es noch 77 Prozent.
Was der Rest der Welt über die aktuelle US-Politik denkt
Auch wenn sich Donald Trump vor allem auf das Geschehen im eigenen Land konzentriert, bleibt eines klar: Die USA sind auf andere Länder angewiesen – wenn auch nur als Absatzmärkte. Die ersten Reaktionen fallen jedoch überwiegend negativ aus: So hat Trump in Kanada, das einst zu den engsten Handelspartnern der USA zählte, einen neuen Schub an Patriotismus ausgelöst und den Liberalen Auftrieb gegeben. Kanada muss sich jedoch auch künftig auf turbulente Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump einstellen.
Auch in Mexiko und quer durch Europa überwiegt die Skepsis gegenüber der neuen US-Regierung. Höhere Verteidigungsausgaben vieler Länder und eine Neuordnung von Bündnissen scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein.
Entdecken Sie, was andere Länder über die US-Politik denken:
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