US-Politik im Fokus: Meinungen & Stimmen aus Amerika
Politik der USA & die Auswirkungen auf Deutschland
Kaum ein anderes Land beeinflusst globale Entwicklungen so umfassend wie die Vereinigten Staaten. Das gilt sowohl für sicherheitspolitische und wirtschaftliche Fragen als auch zunehmend für gesellschaftliche Diskurse und regulatorische Impulse. Politische Entscheidungen in den USA wirken häufig über Landesgrenzen hinweg und sind daher auch für deutsche Entscheidungsträger von Bedeutung.
Als wichtigster außereuropäischer Handelspartner Deutschlands haben wirtschaftspolitische Entscheidungen der USA direkten Einfluss auf unsere Exportmärkte, Lieferketten und letztlich auch auf Arbeitsplätze. Aufgrund dieser Verflechtungen ist es für deutsche Entscheidungsträger wichtig, ein differenziertes Verständnis der Dynamiken innerhalb der US-Politik zu erlangen. Denn wer politische und gesellschaftliche Strömungen frühzeitig erkennt, kann Risiken besser einschätzen und neue Handlungsräume identifizieren.
Mit der Wiederwahl von Donald Trump werden viele dieser Zusammenhänge auf den Prüfstand gestellt. Die "America First"-Agenda stellt Entscheidungsträger weltweit vor die Frage, wie berechenbar die USA unter seiner Führung sind. Wie verlässlich sind bestehende wirtschaftliche Partnerschaften? Welche Regulierungen sind in Zukunft zu erwarten? Und was für politische Narrative setzen sich in den USA durch? Mit Know the New America bleiben Sie hinsichtlich aktueller Entwicklungen in der US-Politik auf dem neuesten Stand.
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Aktualisiert am 3. August 2026
US-Politik in aktuellen Zahlen
Kriegsmüdigkeit wächst, doch viele rechnen mit einem langen Konflikt
Die Mehrheit der US-Amerikaner:innen steht militärischen Konflikten zunehmend skeptisch gegenüber, erwartet jedoch gleichzeitig, dass das US-Engagement im Iran noch lange andauern wird. Laut einer aktuellen Reuters/Ipsos-Umfrage gehen inzwischen 79 Prozent davon aus, dass die militärische Beteiligung der USA über einen längeren Zeitraum fortgesetzt wird. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als noch im März.
Die öffentliche Stimmung gegenüber dem Konflikt ist dabei deutlich negativ: Mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) ist der Meinung, dass sich der Krieg nicht gelohnt hat. Nur jede:r Vierte (24 %) vertritt die gegenteilige Ansicht. Gleichzeitig sorgen sich viele Menschen vor den wirtschaftlichen Folgen. Sechs von zehn US-Amerikaner:innen (60 %) erwarten steigende Kraftstoffpreise infolge des Konflikts. Eine Entwicklung, die sich bereits abzeichnet, nachdem die Ölpreise zuletzt deutlich angezogen haben.
Auch jenseits der aktuellen außenpolitischen Lage bleibt die wirtschaftliche Stimmung im „neuen Amerika“ angespannt. Einer neuen Washington Post/Ipsos-Umfrage zufolge glauben 59 Prozent der US-Bürger:innen nicht, dass Menschen wie sie und ihre Familien derzeit gute Chancen haben, ihren Lebensstandard zu verbessern. Der wirtschaftliche Optimismus bleibt damit auf einem niedrigen Niveau.
Mit Blick auf die Zwischenwahlen zum US-Kongress im November dürften sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch die aktuelle US-Politik die politische Stimmung maßgeblich beeinflussen. Für die Republikaner rund um Donald Trump sind die Vorzeichen dabei nicht ideal: Historisch betrachtet verliert die Partei des amtierenden Präsidenten bei der ersten Wahl nach einem Wahlsieg häufig an Zustimmung. Angesichts eines umstrittenen Krieges und wirtschaftlicher Unsicherheit könnte sich das politische Kräfteverhältnis in den USA daher schneller verschieben als erwartet. Für Unternehmen wäre ein solcher Machtwechsel mit erheblichen Auswirkungen auf die regulatorischen Rahmenbedingungen und die zukünftige Politik der USA verbunden.
Was bedeuten diese Entwicklungen? Das neue Amerika ist ein komplexes und oft widersprüchliches Gebilde. Lesen Sie weiter und erfahren Sie die neuesten Erkenntnisse von Ipsos zur US-Politik. Gerne unterstützen wir Sie mit einer breiten Vielfalt an Lösungen dabei, sich in diesem unsicheren Umfeld zurechtzufinden. Unser breites Leistungsspektrum reicht von der Unternehmensreputation über Markenmanagement und Verbraucherbeobachtung bis hin zur Messung der öffentlichen Meinung.
Welche Marken die Fußball-WM 2026 für sich entscheiden konnten
Spanien gewann die Fußball-WM 2026. Doch welche Marken konnten bei den Fans punkten? Ipsos-Daten zeigen: Die wirkungsvollsten Kampagnen gingen über die klassischen Inszenierungen auf dem Spielfeld oder in der Sportsbar hinaus. Stattdessen setzten sie auf markante Produktdarstellungen und unverwechselbare Markenelemente, um Aufmerksamkeit zu gewinnen und in Erinnerung zu bleiben.
- In den USA sagen die meisten Menschen noch immer „Soccer“ statt „Football“. – Weiterlesen

GLP-1-Boom: Wie die US-Bevölkerung die neuen Medikamente bewertet
GLP-1-Medikamente verändern den US-Gesundheitsmarkt rasant. Fünf Grafiken zeigen, wie die Verbreitung dieser Arzneimittel voranschreitet und wie US-Amerikaner:innen deren Nutzen, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen bewerten.
- Wie GLP-1-Medikamente die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, den Einzelhandel, die Reisebranche und weitere Märkte verändern – Weiterlesen
- Vor den Midterm Elections 2026 befürworten viele US-Amerikaner:innen politische Maßnahmen zur Senkung der Gesundheitskosten – Weiterlesen

Krieg im Iran: Mehrheit der US-Amerikaner rechnet mit langem Einsatz
Nach der Wiederaufnahme der US-Militärschläge im Iran erwartet die überwiegende Mehrheit der US-Amerikaner:innen eine langfristige Beteiligung der USA an dem Konflikt. Laut einer aktuellen Ipsos-Umfrage gehen 79 Prozent davon aus, dass das militärische Engagement über einen längeren Zeitraum andauern wird.
Wirtschaftliche Sorgen könnten die Midterm Elections 2026 entscheidend prägen, wie eine aktuelle Washington Post/Ipsos-Umfrage zeigt – Weiterlesen
Iran-Konflikt dämpft Trumps Beliebtheit – Zustimmungswerte verharren auf niedrigem Niveau
Befürworten Sie insgesamt gesehen die Art und Weise, wie Donald Trump seine Aufgabe als Präsident wahrnimmt, oder lehnen Sie sie ab?
Das jüngste Friedensabkommen mit dem Iran schlägt sich bislang nicht in den Zustimmungswerten der US-Amerikaner:innen für Präsident Trump nieder. Aktuell liegt seine Zustimmungsrate statistisch weiterhin auf dem Tiefststand, den sie nach Kriegsbeginn erreicht hat. Ob sie sich wieder erholt, bleibt abzuwarten, denn die durch den Krieg ausgelösten wirtschaftlichen Erschütterungen dürften noch geraume Zeit anhalten.
Verbraucherstimmung: So wirkt sich die US-Politik aus
Konsumklima bricht ein – niedrigster Stand seit COVID-Pandemie
Das Vertrauen der US-Amerikaner:innen in die Wirtschaft hat einen neuen Tiefpunkt erreicht, den niedrigsten seit der Rezession infolge der Corona-Pandemie 2020. Der LSEG/Ipsos Primary Consumer Sentiment Index liegt aktuell bei 49,1 Punkten, dem geringsten Wert seit Dezember 2020, und damit zum zweiten Mal in Folge unter der Marke von 50.
Wie lässt sich dieser Wert im Vergleich zu früheren Krisen einordnen? Als im vergangenen Jahr die „Liberation Day“-Zölle angekündigt wurden, erreichte der Index zwar 50, fiel aber nicht darunter. Während der Inflationsspitzen 2022 und 2023 sank er dreimal unter die 50-Prozent-Marke, jedoch nie so tief wie heute und nie in zwei aufeinanderfolgenden Monaten. Vor der COVID-Pandemie war der Index seit 2013 nicht mehr unter 50 Punkte gefallen.
All dies deutet auf ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld hin, in dem sich Unternehmen zurechtfinden müssen, da sich das Konsumklima möglicherweise nicht schnell erholen wird.
Wie sich die Lage für Bürger & Unternehmen durch die US-Politik verändert
Die Wiederwahl von Donald Trump offenbarte ein differenzierteres Bild der Außenpolitik der USA, in der die Trennlinien zwischen den politischen Lagern zunehmend verschwimmen. Für Unternehmen und Organisationen weltweit wird es daher entscheidend sein, diese Grauzonen zu verstehen. Wer sich klug an den Erwartungen seiner Verbraucher:innen, Kunden und Stakeholder orientiert, hat die besten Chancen auf Erfolg. Mehr dazu erfahren Sie in einem neuen Bericht aus der Reihe Insights to Activate von Ipsos. Darin erläutern wir, was globale Marken aus den Sektoren Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Einzelhandel, Technologie und Gesundheitswesen wissen müssen.
So stark ist das Ansehen der USA durch die aktuelle US-Politik weltweit gesunken
Die Zahl der Menschen weltweit, die glauben, dass die USA einen positiven Einfluss auf die Welt haben werden, ist seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump deutlich gesunken: Im März/April 2025 sagten weniger als zwei Drittel (durchschnittlich 63 Prozent in 29 Ländern) sagten, die USA würden einen positiven Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Vor der Wahl Trumps im September/Oktober 2024 waren es noch 77 Prozent.
Was der Rest der Welt über die aktuelle US-Politik denkt
Auch wenn sich Donald Trump vor allem auf das Geschehen im eigenen Land konzentriert, bleibt eines klar: Die USA sind auf andere Länder angewiesen – wenn auch nur als Absatzmärkte. Die ersten Reaktionen fallen jedoch überwiegend negativ aus: So hat Trump in Kanada, das einst zu den engsten Handelspartnern der USA zählte, einen neuen Schub an Patriotismus ausgelöst und den Liberalen Auftrieb gegeben. Kanada muss sich jedoch auch künftig auf turbulente Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump einstellen.
Auch in Mexiko und quer durch Europa überwiegt die Skepsis gegenüber der neuen US-Regierung. Höhere Verteidigungsausgaben vieler Länder und eine Neuordnung von Bündnissen scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein.
Entdecken Sie, was andere Länder über die US-Politik denken:
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