US-Politik im Fokus: Meinungen & Stimmen aus Amerika
Politik der USA & die Auswirkungen auf Deutschland
Kaum ein anderes Land beeinflusst globale Entwicklungen so umfassend wie die Vereinigten Staaten. Das gilt sowohl für sicherheitspolitische und wirtschaftliche Fragen als auch zunehmend für gesellschaftliche Diskurse und regulatorische Impulse. Politische Entscheidungen in den USA wirken häufig über Landesgrenzen hinweg und sind daher auch für deutsche Entscheidungsträger von Bedeutung.
Als wichtigster außereuropäischer Handelspartner Deutschlands haben wirtschaftspolitische Entscheidungen der USA direkten Einfluss auf unsere Exportmärkte, Lieferketten und letztlich auch auf Arbeitsplätze. Aufgrund dieser Verflechtungen ist es für deutsche Entscheidungsträger wichtig, ein differenziertes Verständnis der Dynamiken innerhalb der US-Politik zu erlangen. Denn wer politische und gesellschaftliche Strömungen frühzeitig erkennt, kann Risiken besser einschätzen und neue Handlungsräume identifizieren.
Mit der Wiederwahl von Donald Trump werden viele dieser Zusammenhänge auf den Prüfstand gestellt. Die "America First"-Agenda stellt Entscheidungsträger weltweit vor die Frage, wie berechenbar die USA unter seiner Führung sind. Wie verlässlich sind bestehende wirtschaftliche Partnerschaften? Welche Regulierungen sind in Zukunft zu erwarten? Und was für politische Narrative setzen sich in den USA durch? Mit Know the New America bleiben Sie hinsichtlich aktueller Entwicklungen in der US-Politik auf dem neuesten Stand.
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Aktualisiert am 30. April 2026
US-Politik in aktuellen Zahlen
Die Unzufriedenheit in der US-Bevölkerung über den Konflikt mit dem Iran wächst. Steigende Kraftstoffpreise belasten nicht nur die Geldbeutel der Menschen, sondern wirken sich auch negativ auf die bislang stabilen Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump aus. Bleiben Sie auf unserer neuen Website zu aktuellen internationalen Ipsos‑Studien und Umfragen zum Iran‑Konflikt auf dem Laufenden.
Das Vertrauen der Verbraucher:innen in die Wirtschaft ist nahezu auf das Niveau der Inflationskrise 2022 gesunken. Auch in der eigenen Partei verliert US‑Präsident Donald Trump an Rückhalt: In der jüngsten Reuters/Ipsos-Umfrage fällt seine Zustimmungsrate auf 34 Prozent – der Tiefstwert seiner zweiten Amtszeit.
Unsere Studie America 250 zeigt, wie die US‑Bevölkerung die Lage des Landes im Vorfeld des 250‑jährigen Jubiläums einschätzt – und macht teils deutliche gesellschaftliche Bruchlinien sichtbar. Vier von fünf US-Amerikaner:innen (80 %) stimmen zu, dass die USA eine Nation von Einwanderern sind. Allerdings glauben nur 63 Prozent, dass die Vielfalt des Landes die Gesellschaft stärkt. Viele dieser Spannungen werden jedoch eher als Probleme gesehen, die sich lösen lassen, nicht als dauerhafte Hindernisse. Eine klare Mehrheit (84 %) traut den USA zu, ihr Potenzial auszuschöpfen, wenn sich das Land auf ein gemeinsames Ziel verständigt.
Was bedeuten diese Entwicklungen? Das neue Amerika ist ein komplexes und oft widersprüchliches Gebilde. Lesen Sie weiter und erfahren Sie die neuesten Erkenntnisse von Ipsos zur US-Politik. Gerne unterstützen wir Sie mit einer breiten Vielfalt an Lösungen dabei, sich in diesem unsicheren Umfeld zurechtzufinden. Unser breites Leistungsspektrum reicht von der Unternehmensreputation über Markenmanagement und Verbraucherbeobachtung bis hin zur Messung der öffentlichen Meinung.
Hohe Kraftstoffpreise treiben den Kauf von Eigenmarken in den USA
Die finanziellen Folgen des Konflikts mit dem Iran reichen über die Zapfsäule hinaus: Laut Ipsos Consumer Tracker geben aktuell 69 Prozent der US-Amerikaner:innen an, vermehrt Eigenmarken zu kaufen – gegenüber 59 Prozent im vergangenen August.
- Viele US-Amerikaner:innen bezweifeln, dass sich die US-Militäraktion im Iran gelohnt hat – Weiterlesen
- Skepsis gegenüber Trumps Umgang mit der Inflation hält an: Ergebnisse einer Reuters/Ipsos-Umfrage – Weiterlesen

Mehrheit hält Rückkehr zum Mond für strategisch wichtig
Die geplante NASA‑Mission Artemis II beflügelt den Stolz auf das US‑Raumfahrtprogramm: 76 Prozent der US-Bürger:innen geben an, stolz darauf zu sein. Eine Mehrheit hält bemannte Landungen der NASA auf dem Mond (69 %) und dem Mars (59 %) für wichtig. Noch größer ist die Zustimmung zu anderen Kernaufgaben der NASA: Je 90 Prozent messen der Überwachung des Erdklimas und von Naturkatastrophen sowie der Entwicklung neuer Technologien hohe Bedeutung bei.

US-Amerikaner wollen bei KI mithalten, finden das Tempo jedoch zu hoch
Laut Ipsos Consumer Tracker sind zwei von drei (66 Prozent) der Meinung, dass sich die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) zu schnell vollzieht. Gleichzeitig sagen noch mehr (76 Prozent), die Menschen müssten einfach Schritt halten.
Generative KI wird in den USA zunehmend Mainstream – Weiterlesen
Iran-Krieg drückt Trumps Zustimmungswerte auf Tiefststand seiner zweiten Amtszeit
Befürworten Sie insgesamt gesehen die Art und Weise, wie Donald Trump seine Aufgabe als Präsident wahrnimmt, oder lehnen Sie sie ab?
Über mehr als ein Jahr blieben die Zustimmungswerte von US‑Präsident Donald Trump weitgehend stabil und überschritten nur selten die übliche Schwankungsbreite – getragen von hoher Loyalität unter Republikaner:innen, trotz anhaltender Kontroversen. Der jüngste Konflikt mit dem Iran und die in der Folge gestiegenen Kraftstoffpreise belasten nun jedoch seine Popularität – sowohl bei Unabhängigen als auch in Teilen der republikanischen Basis. Aktuell liegt Trumps Zustimmungswert laut Reuters/Ipsos bei 34 Prozent: unter dem bisherigen Tiefstand von Präsident Joe Biden (36 %), aber über Trumps eigenem Tief aus der ersten Amtszeit (33 % im Jahr 2017).
Verbraucherstimmung: So wirkt sich die US-Politik aus
Konsumklima in den USA sinkt im Zuge des Iran-Kriegs
Angesichts des Iran-Kriegs blicken US-Amerikaner:innen deutlich pessimistischer auf die Wirtschaft. Der LSEG/Ipsos Primary Consumer Sentiment Index (PCSI) steht aktuell bei einem Wert von 50,0 – nahe den Tiefstständen der jüngeren Krisen. Während der Inflationskrise 2022/23 fiel der Index zuletzt unter 50 und erreichte im Juni 2023 einen Tiefstwert von 49,6. Ein deutlich niedrigerer Wert wurde zuletzt im Dezember 2020 gemessen (48,1), in der Erholungsphase nach der COVID‑Rezession.
Wie sich die Lage für Bürger & Unternehmen durch die US-Politik verändert
Die Wiederwahl von Donald Trump offenbarte ein differenzierteres Bild der Außenpolitik der USA, in der die Trennlinien zwischen den politischen Lagern zunehmend verschwimmen. Für Unternehmen und Organisationen weltweit wird es daher entscheidend sein, diese Grauzonen zu verstehen. Wer sich klug an den Erwartungen seiner Verbraucher:innen, Kunden und Stakeholder orientiert, hat die besten Chancen auf Erfolg. Mehr dazu erfahren Sie in einem neuen Bericht aus der Reihe Insights to Activate von Ipsos. Darin erläutern wir, was globale Marken aus den Sektoren Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Einzelhandel, Technologie und Gesundheitswesen wissen müssen.
So stark ist das Ansehen der USA durch die aktuelle US-Politik weltweit gesunken
Die Zahl der Menschen weltweit, die glauben, dass die USA einen positiven Einfluss auf die Welt haben werden, ist seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump deutlich gesunken: Im März/April 2025 sagten weniger als zwei Drittel (durchschnittlich 63 Prozent in 29 Ländern) sagten, die USA würden einen positiven Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Vor der Wahl Trumps im September/Oktober 2024 waren es noch 77 Prozent.
Was der Rest der Welt über die aktuelle US-Politik denkt
Auch wenn sich Donald Trump vor allem auf das Geschehen im eigenen Land konzentriert, bleibt eines klar: Die USA sind auf andere Länder angewiesen – wenn auch nur als Absatzmärkte. Die ersten Reaktionen fallen jedoch überwiegend negativ aus: So hat Trump in Kanada, das einst zu den engsten Handelspartnern der USA zählte, einen neuen Schub an Patriotismus ausgelöst und den Liberalen Auftrieb gegeben. Kanada muss sich jedoch auch künftig auf turbulente Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump einstellen.
Auch in Mexiko und quer durch Europa überwiegt die Skepsis gegenüber der neuen US-Regierung. Höhere Verteidigungsausgaben vieler Länder und eine Neuordnung von Bündnissen scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein.
Entdecken Sie, was andere Länder über die US-Politik denken:
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Rouven Freudenthal
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