Zufriedenheit mit der Bundesregierung – Umfrage & Trend
Das Ipsos Minister-Ranking: Wie beliebt ist der Kanzler und seine Regierung?
Die heutige Welt ist geprägt von schnellem Wandel. Doch erst der Zugang zu verlässlichen Fakten schafft die Grundlage für sichere Entscheidungen. Deshalb widmen wir uns jeden Tag der Messung, Auswertung und Analyse relevanter Daten.
Dazu gehört auch die Abfrage der Zufriedenheit mit der Bundesregierung, insbesondere für politische Akteure, Institutionen und Medienschaffende. Das Ipsos Minister-Ranking wird alle zwei Monate veröffentlicht und gibt einen wertvollen Einblick in die öffentliche Meinung zu aktuellen politischen Maßnahmen und Entscheidungen. Ziel der Befragung ist es, ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung zur Regierungsarbeit insgesamt und zur Beliebtheit der einzelnen Kabinettsmitglieder zu erhalten.
Aus den Daten lassen sich Trends in den Einstellungen zum Regierungshandeln ablesen. Die Einblicke in die Zufriedenheit mit der Bundesregierung sind wertvoll, um mögliche Verbesserungspotenziale zu erkennen und um zu sehen, in welchen Ressorts es in der Wahrnehmung der Bevölkerung derzeit Unstimmigkeiten gibt. Sie helfen auch, Einschätzungen und Tendenzen für kommende Wahlen zu erhalten.
Um ein bevölkerungsrepräsentatives Stimmungsbild zu erhalten, erheben wir die Daten mittels einer Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland. Die Daten werden nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl gewichtet.

Aktualisiert am 21. Mai 2026
Das aktuelle Minister-Ranking: Zufriedenheit mit Bundesregierung sinkt weiter – Pistorius trotzt dem Trend
Der Rückhalt für die Bundesregierung schwindet zusehends: Mit wenigen Ausnahmen verlieren fast alle Kabinettsmitglieder deutlich an Zustimmung – sowohl gegenüber der Vormessung im März als auch im Langzeittrend seit Juni 2025. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) liegt im aktuellen Ipsos-Minister-Ranking weiterhin mit klarem Abstand vorn, während Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am wenigsten Zuspruch erhält.
Stimmungstief für Regierung und Kanzler, Bas verliert am stärksten
Der Abwärtstrend hält an: Die allgemeine Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung liegt im Mai bei lediglich 17 Prozent – ein Minus von 7 Prozentpunkten gegenüber März 2026. Ähnlich entwickelt sich die Bewertung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Der Anteil der Deutschen, die mit seiner Arbeit zufrieden sind, geht ebenfalls um 7 Prozentpunkte zurück und liegt nun bei 18 Prozent.
Auffällige kurzfristige Rückgänge zeigen sich auch in mehreren Ressorts: Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) verliert gegenüber März 10 Prozentpunkte und wird nur noch von 19 Prozent der Deutschen positiv bewertet. Auch Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und der Chef des Kanzleramts, Thorsten Frei (CDU), büßen jeweils 8 Prozentpunkte ein und kommen auf 20 bzw. 22 Prozent. Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) gibt ebenfalls 7 Prozentpunkte ab: Derzeit sind nur 15 Prozent der Befragten mit ihrer Arbeit zufrieden – der niedrigste Wert im Kabinett.
Gegen den allgemeinen Trend behauptet sich Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD): Er bleibt mit einer Zufriedenheitsquote von 50 Prozent mit weitem Abstand der beliebteste Politiker im Bundeskabinett. Im Vergleich zum März 2026 verzeichnet Pistorius lediglich einen minimalen Rückgang um 1 Prozentpunkt. Auf Platz zwei folgt Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 30 Prozent (−2 pp).
Abwärtstrend: Drastischer Vertrauensverlust seit Juni 2025
Im Langzeitvergleich seit Juni 2025 wird das Ausmaß des Zufriedenheitsverlustes besonders deutlich. Seit ihrem Amtsantritt ist die schwarz-rote Bundesregierung von einem Zufriedenheitswert von 40 Prozent (Juni 2025) auf aktuell 17 Prozent (Mai 2026) abgestürzt – ein Minus von 23 Prozentpunkten. Friedrich Merz verlor im selben Zeitraum 21 Prozentpunkte (von 39 % auf 18 %).
Auf Ressortebene treten seit Juni 2025 folgende markanten Langzeittrends zutage:
- Katherina Reiche (Wirtschaft und Energie): Reiche verzeichnet seit Amtsbeginn den stärksten Zufriedenheitsverlust im Kabinett – von 41 auf aktuell 15 Prozent (-26 pp).
- Lars Klingbeil (Finanzen): Auch der Vizekanzler musste über das Jahr hinweg starke Einbußen hinnehmen – von 42 auf 20 Prozent (-22 pp).
- Bärbel Bas (Arbeit und Soziales): Die Zufriedenheitswerte der SPD-Chefin sanken seit Messbeginn ebenfalls um 20 Prozentpunkte – von 39 auf 19 Prozent.
- Boris Pistorius (Verteidigung): Selbst Spitzenreiter Pistorius blieb vom allgemeinen Abwärtstrend nicht völlig verschont. Seit Juni 2025 ging der Anteil der Zufriedenen von 64 auf 50 Prozent zurück (-14 pp).
Kaum Bekanntheitszuwächse – Alabali-Radovan am wenigsten präsent
Ein Jahr nach Amtsantritt bleibt die Bekanntheit vieler Kabinettsmitglieder nahezu unverändert. Boris Pistorius (4 % Unbekanntheit) und Lars Klingbeil (6 %) sind der Bevölkerung am geläufigsten. Am wenigsten bekannt bleibt Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD): Rund 32 Prozent der Befragten geben an, sie nicht zu kennen – ein Wert, der nahezu unverändert gegenüber Juni 2025 ist.
Welche Auswirkungen wird die Bundestagswahl 2025 auf die Zukunft Deutschlands haben? Lesen Sie hier die aktuellen Analysen und Einschätzungen unseres Experten für Politik- und Sozialforschung, Dr. Robert Grimm.
Methode der Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung
Die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung erfolgt mittels einer quotierten Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten im Alter von 18 bis 75 Jahren in Deutschland, repräsentativ gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl. Die Befragung zum aktuellen Minister-Ranking wurde vom 8. bis 10. Mai 2026 durchgeführt. Die Vergleichswerte stammen aus Umfragen, die vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2025 sowie vom 7. bis zum 9. März 2026 durchgeführt wurden.
Die Ergebnisse der Umfragen werden durch unsere Expert:innen aus der Politik- und Sozialforschung detailliert analysiert und in unserem Bericht zur politischen Meinungslage in Deutschland veröffentlicht. Alle Daten stellen wir sowohl der Öffentlichkeit als auch politischen Entscheidungsträger:innen kostenfrei zur Verfügung.
Alle volljährigen Bundesbürger:innen sind eingeladen, an der Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung teilzunehmen. Für unsere Meinungsumfragen ist es uns wichtig, einen vielfältigen und repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen. Deshalb laden wir Menschen aus allen Altersgruppen und geografischen Regionen zur Teilnahme ein.
FAQ: Zufriedenheit mit der Bundesregierung
Wie wird die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung durchgeführt?
Die Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung wird online durchgeführt. Die Stichprobe ist quotiert nach Alter, Region und Geschlecht. Die Teilnehmenden können bequem von zu Hause oder unterwegs ihre Meinung bei der Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung abgeben. Wir verwenden sichere Tools, die die Anonymität der Teilnehmenden gewährleisten. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und auf sicheren Servern gespeichert, um höchste Datenschutzstandards zu gewährleisten.
Warum sollte ich an der Befragung zum Minister-Ranking teilnehmen?
Eine repräsentative Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung zeichnet sich dadurch aus, dass die Zusammensetzung der Befragtengruppe die zu untersuchende Grundgesamtheit der Bevölkerung in verkleinertem Maßstab widerspiegelt. Idealerweise wird dies durch eine Zufallsstichprobe erreicht, bei der jede wahlberechtigte Person die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, ausgewählt zu werden. Ihre Teilnahme ist wichtig, um ein breites Spektrum an Meinungen zu erhalten, unabhängig von Ihren Interessen oder politischen Überzeugungen. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse alle Stimmen gleichermaßen repräsentieren und nicht nur die der politisch aktiven oder entschiedenen Wähler:innen.
Was passiert mit meinen Daten bei der Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung?
Bei der Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung legen wir großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre unserer Teilnehmer:innen. Die Umfragen sind vollständig anonym und es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Die Antworten werden nur in aggregierter Form ausgewertet und veröffentlicht, so dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Unsere Datenschutzrichtlinien entsprechen den höchsten Standards und werden regelmäßig überprüft.
Kann ich die Ergebnisse der Umfragen zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung einsehen?
Ja, die Ergebnisse unserer Umfragen werden regelmäßig auf unserer Website veröffentlicht. Unseren Website-Besucher:innen stellen wir detaillierte Berichte zur Verfügung, die die wichtigsten Erkenntnisse und Trends zusammenfassen. Alle Informationen über die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung sind frei zugänglich und tragen zu einer informierten öffentlichen Debatte bei.
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Rouven Freudenthal
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