Zufriedenheit mit der Bundesregierung – Umfrage & Trend
So bewertet Deutschland Kanzler, Regierung und Minister
Aktuelle Ergebnisse und Trends aus dem SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitor
Die heutige Welt ist geprägt von schnellem Wandel. Doch erst der Zugang zu verlässlichen Fakten schafft die Grundlage für sichere Entscheidungen. Deshalb widmen wir uns jeden Tag der Messung, Auswertung und Analyse relevanter Daten.
Dazu gehört auch die Abfrage der Zufriedenheit mit der Bundesregierung, insbesondere für politische Akteure, Institutionen und Medienschaffende. Unser Minister-Ranking ist heute Teil des SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitors und gibt einen wertvollen Einblick in die öffentliche Meinung zu aktuellen politischen Maßnahmen und Entscheidungen. Ziel der Befragung ist es, ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung zur Regierungsarbeit insgesamt und zur Beliebtheit der einzelnen Kabinettsmitglieder zu erhalten.
Die Daten ermöglichen es, Entwicklungen im Zeitverlauf sichtbar zu machen und Veränderungen in der Bewertung von Regierung und politischen Entscheidungsträger:innen frühzeitig zu erkennen. Das Minister-Ranking liefert damit wertvolle Erkenntnisse für Politik, Medien, Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit und trägt dazu bei, die politische Stimmungslage in Deutschland besser zu verstehen.
Die Ergebnisse des SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitors basieren auf einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung wahlberechtigter Personen in Deutschland. Die Datenerhebung erfolgt online über die bewährten Ipsos Panels und kombiniert verschiedene Stichprobenansätze, um die Bevölkerung möglichst umfassend und belastbar abzubilden. Die Daten werden nach zentralen soziodemografischen Merkmalen gewichtet, sodass die Ergebnisse die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland repräsentativ widerspiegeln.
Aktualisiert am 9. September 2026
Das aktuelle Minister-Ranking: Pistorius bleibt klar vorn, Warken gewinnt deutlich hinzu
Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung bleibt auf einem sehr niedrigen Niveau. Nur 17 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die Arbeit der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD positiv. 83 Prozent sind unzufrieden. Damit bleibt die Regierungszufriedenheit gegenüber der vorherigen Erhebung im Juli unverändert. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erreicht lediglich 17 Prozent Zustimmung (+1 pp).
Während sich die Gesamtbewertung der Regierung nach der Kabinettsumbildung kaum verändert hat, zeigen sich bei einigen Ministerinnen und Ministern teils deutliche Verschiebungen. Boris Pistorius behauptet mit großem Abstand die Spitzenposition. Alexander Dobrindt und Nina Warken legen sichtbar zu, während Lars Klingbeil und Bärbel Bas leicht zurückfallen.

Boris Pistorius bleibt mit großem Abstand Spitzenreiter
Mit einem Zufriedenheitswert von 50 Prozent führt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) das Ranking weiterhin klar an. Gegenüber Juli gewinnt er vier Prozentpunkte hinzu. Außenminister Johann Wadephul (CDU) folgt mit 34 Prozent auf dem zweiten Platz und verbessert sich ebenfalls um vier Punkte.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) verzeichnet einen Zuwachs von fünf Prozentpunkten auf 30 Prozent. Damit überholt er Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), die unverändert bei 26 Prozent liegt, und steigt vom vierten auf den dritten Rang. Neu auf Platz fünf folgt Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) mit 24 Prozent.
Kabinettsumbildung prägt die Rangliste
Die stärkste gemessene Verbesserung erzielt Nina Warken (CDU): Ihr Zufriedenheitswert steigt um sieben Prozentpunkte von 16 auf 23 Prozent. Damit rückt Nina Warken im Minister-Ranking vom 16. auf den sechsten Rang vor. Der Vergleich fällt allerdings in eine Phase des Ämterwechsels: Nina Warken wechselte Ende Juli vom Gesundheitsministerium an die Spitze des Bundeskanzleramts. Carsten Linnemann übernahm das Gesundheitsministerium, Steffen Bilger das Verkehrsministerium. Beide werden deshalb erstmals in ihren neuen Regierungsämtern bewertet.
Wirtschaftsministerin Reiche am unteren Ende des Rankings
Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) fällt um einen Punkt auf 20 Prozent. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) bleibt unverändert bei 19 Prozent. Ebenfalls 19 Prozent erreicht der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU).
Am unteren Ende des Rankings liegen Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD), Bildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU) und Bundeskanzler Friedrich Merz mit jeweils 17 Prozent. Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) erreicht mit 16 Prozent den niedrigsten Zufriedenheitswert.
Seit dem Regierungsstart deutlich weniger Zustimmung
Im längerfristigen Vergleich liegt die Zufriedenheit mit der Bundesregierung weiterhin erheblich unter dem Ausgangsniveau vom Juni 2025. Damals bewerteten 40 Prozent die Regierungsarbeit positiv, aktuell sind es nur 17 Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 23 Prozentpunkte. Der Zufriedenheitswert von Bundeskanzler Friedrich Merz ist im selben Zeitraum von 39 auf 17 Prozent gesunken, also um 22 Punkte. Unter den durchgängig in derselben Funktion bewerteten Kabinettsmitgliedern verzeichnet Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche den stärksten Rückgang: Ihr Zufriedenheitswert sank seit Juni 2025 von 41 auf 16 Prozent.
Bekanntheit: Klingbeil und Pistorius nahezu allen ein Begriff
Die bekanntesten Kabinettsmitglieder bleiben Boris Pistorius und Lars Klingbeil: Jeweils nur 4 Prozent der Befragten geben an, die beiden SPD-Politiker nicht zu kennen. Auch Bärbel Bas und Carsten Linnemann sind mit jeweils 6 Prozent sehr bekannt, gefolgt von Alexander Dobrindt mit 7 Prozent und Johann Wadephul mit 8 Prozent.
Am wenigsten bekannt ist weiterhin Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan: 34 Prozent der Befragten kennen sie nicht. Auch Landwirtschaftsminister Alois Rainer mit 24 Prozent, Digitalminister Karsten Wildberger mit 23 Prozent sowie Bauministerin Verena Hubertz mit 22 Prozent weisen vergleichsweise hohe Unbekanntheitswerte auf. Seit dem Start der Regierung ist vor allem Katherina Reiche deutlich bekannter geworden: Der Anteil der Befragten, die sie nicht kennen, ist von 23 auf 9 Prozent gesunken.
Welche Auswirkungen hat die Bundestagswahl 2025 auf die Zukunft Deutschlands? Lesen Sie hier die Analysen und Einschätzungen unseres Experten für Politik- und Sozialforschung, Dr. Robert Grimm.
Methode der Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung
Das aktuelle Minister-Ranking wurde von Ipsos im Auftrag des SPIEGEL durchgeführt. Vom 26. bis 31. August 2026 wurden insgesamt 2.105 Wahlberechtigte in Deutschland im Rahmen einer quotierten Online-Befragung im Ipsos iSay Panel sowie einer stratifizierten Online-Befragung im Ipsos KnowledgePanel befragt. Die Ergebnisse wurden repräsentativ nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl gewichtet. Die Vergleichswerte stammen aus einer Online-Umfrage, die vom 3. bis zum 5. Juli 2026 durchgeführt wurde.
Die Zufriedenheitswerte basieren auf einer Skala von 1 ("Vollständig unzufrieden") bis 10 ("Voll und ganz zufrieden"). Der angegebene Prozentwert entspricht dem Anteil der Befragten, die ihre Zufriedenheit auf den Stufen 6 bis 10 eingeordnet haben.
Die Ergebnisse der Umfragen werden durch unsere Expert:innen aus der Politik- und Sozialforschung detailliert analysiert und in unserem Bericht zur politischen Meinungslage in Deutschland veröffentlicht. Alle Daten stellen wir sowohl der Öffentlichkeit als auch politischen Entscheidungsträger:innen kostenfrei zur Verfügung.
Alle volljährigen Bundesbürger:innen sind eingeladen, an der Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung teilzunehmen. Für unsere Meinungsumfragen ist es uns wichtig, einen vielfältigen und repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen. Deshalb laden wir Menschen aus allen Altersgruppen und geografischen Regionen zur Teilnahme ein.
FAQ: Zufriedenheit mit der Bundesregierung
Wie zufrieden sind die Deutschen mit der Bundesregierung?
Laut dem SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitor sind aktuell nur 17 % der Deutschen mit der Arbeit der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD zufrieden, 83 % äußern sich unzufrieden. Zu Beginn der Legislaturperiode im Juni 2025 lag die Zufriedenheit noch bei 40 %. Unter den 18 Kabinettsmitgliedern erreicht lediglich Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einen Zufriedenheitswert von mindestens 50 %. Die Mehrheit der Minister:innen wird von weniger als einem Viertel der Bevölkerung positiv bewertet.
Wie viel Prozent sind mit Merz zufrieden?
Im September 2026 sind laut SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitor nur 17 % der Deutschen mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zufrieden, 83 % bewerten sie negativ. Damit belegt Merz im Minister-Ranking nur Rang 15 von 18 Kabinettsmitgliedern. Seit dem Amtsantritt im Juni 2025, als noch 39 % der Bevölkerung mit seiner Arbeit zufrieden waren, hat Merz 22 Prozentpunkte verloren.
Welche politischen Themen prägen die Bewertung der Bundesregierung?
Das Ipsos Themenbarometer vom Juli 2026 zeigt, dass die Bundesregierung unter Merz die Erwartungen der Bevölkerung in nahezu allen zentralen Politikfeldern verfehlt. Die größte Enttäuschung betrifft die Wirtschaftspolitik: Der Anteil der Deutschen, die hier Fortschritte wahrnehmen, liegt 32 Prozentpunkte unter dem Erwartungswert vom Juni 2025. Auch bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum (69 % sehen Verschlechterungen), der inneren Sicherheit und dem Bürokratieabbau überwiegen die negativen Bewertungen deutlich. Parallel dazu geben 87 % der Deutschen im Ipsos-Sorgenbarometer an, dass sich das Land insgesamt in die falsche Richtung bewegt.
Wer ist der beliebteste Minister in Deutschland?
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist laut dem SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitor vom September 2026 der mit Abstand beliebteste Politiker im Bundeskabinett. 50 % der Deutschen bewerten seine Arbeit positiv. Auf dem zweiten Platz folgt Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 34 %. Am wenigsten Zuspruch erhält Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), deren Zufriedenheitswert bei 16 % liegt.
Wie hat sich die Beliebtheit der Regierung Merz entwickelt?
Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung unter Kanzler Merz ist seit dem Amtsantritt im Juni 2025 stark gesunken. Innerhalb eines Jahres fiel der Wert von 40 % auf 17 % im Juli 2026, was einem Rückgang von 23 Prozentpunkten entspricht. Den stärksten Vertrauensverlust unter den einzelnen Minister:innen verzeichnet Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit einem Minus von 25 Prozentpunkten (von 41 % auf 16 %). Selbst Spitzenreiter Boris Pistorius blieb vom Abwärtstrend nicht verschont und verlor seit Amtsantritt 14 Prozentpunkte (von 64 % auf 50 %).
Wie wird die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung durchgeführt?
Die Befragung zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung wird von Ipsos im Auftrag des SPIEGEL durchgeführt. Vom 26. bis 31. August 2026 wurden insgesamt 2.105 Wahlberechtigte in Deutschland im Rahmen einer quotierten Online-Befragung im Ipsos iSay Panel sowie einer stratifizierten Online-Befragung im Ipsos KnowledgePanel befragt. Die Ergebnisse wurden repräsentativ nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl gewichtet.
Warum sollte ich an der Befragung zum Minister-Ranking teilnehmen?
Eine repräsentative Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung zeichnet sich dadurch aus, dass die Zusammensetzung der Befragtengruppe die zu untersuchende Grundgesamtheit der Bevölkerung in verkleinertem Maßstab widerspiegelt. Idealerweise wird dies durch eine Zufallsstichprobe erreicht, bei der jede wahlberechtigte Person die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, ausgewählt zu werden. Ihre Teilnahme ist wichtig, um ein breites Spektrum an Meinungen zu erhalten, unabhängig von Ihren Interessen oder politischen Überzeugungen. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse alle Stimmen gleichermaßen repräsentieren und nicht nur die der politisch aktiven oder entschiedenen Wähler:innen.
Kann ich die Ergebnisse der Umfragen zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung einsehen?
Ja, die Ergebnisse unserer Umfragen werden regelmäßig auf unserer Website veröffentlicht. Unseren Website-Besucher:innen stellen wir detaillierte Berichte zur Verfügung, die die wichtigsten Erkenntnisse und Trends zusammenfassen. Alle Informationen über die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung sind frei zugänglich und tragen zu einer informierten öffentlichen Debatte bei.
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Rouven Freudenthal
Pressesprecher Ipsos Deutschland
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