Deutlich weniger Rückhalt für Scholz und Bundesregierung

Nur jeder Fünfte sehr zufrieden mit Arbeit des Kanzlers, Opposition kann trotz Ampel-Schwäche nicht profitieren

Hamburg, 15. August 2022. Bundeskanzler Olaf Scholz verliert wieder deutlich an Zuspruch in der Bevölkerung. Gewannen Scholz und seine Ampelregierung im Juli noch an Beliebtheit, können sie diesen Trend laut einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos im August nicht mehr aufrechterhalten. 37 Prozent der Befragten geben dem Regierungschef auf einer Zufriedenheitsskala von 1 bis 10 die niedrigsten Werte 1 bis 3, sechs Prozentpunkte mehr als noch im Vormonat (31%). Gleichzeitig ist nicht einmal jeder fünfte Bundesbürger (19% | -6 im Vgl. zum Juli) mit seiner Arbeit klar zufrieden. Betrachtet man die Netto-Zufriedenheit, also die Differenz zwischen denjenigen Befragten, die sehr zufrieden und sehr unzufrieden sind, erreicht Scholz nur einen Wert von -18 und verliert 12 Prozentpunkte. 

Die Arbeit der Bundesregierung als Ganzes wird im Vergleich zu den vergangenen Monaten ebenfalls negativer bewertet. Lediglich 14 Prozent (-7) der Deutschen geben an, aktuell sehr zufrieden zu sein, während sich wie schon bei Scholz 37 Prozent (+7) gänzlich unzufrieden äußern. Die Netto-Zufriedenheit mit der Ampelregierung beträgt somit im August nur -23, sinkt also im Vergleich zum Vormonat um 14 Prozentpunkte. 
 

Keine Gewinne für Opposition 

Von diesem deutlichen Zufriedenheitsverlust bei Scholz und Regierung scheint die Opposition jedoch nicht wirklich profitieren zu können. Die beiden Unionschefs Merz (-4) und Söder (-3) verzeichnen im Vergleich zur letzten Erhebung sogar Verluste in der Netto-Zufriedenheit. Dietmar Bartsch und Janine Wissler, Fraktions- und Parteivorsitzende der Linken, treten auf der Stelle und können ebenfalls keine nennenswerten Gewinne einfahren. 

Politiker Ranking August 22

Methode

Quotierte Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland repräsentativ gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region. Die Befragung wurde zwischen dem 05. und 08. August durchgeführt.
 

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