Populismus in Europa und den USA

Politische Ereignisse wie der Brexit oder die Wahl Donald Trumps im Jahr 2016 haben das Thema Populismus stark auf die mediale Agenda gebracht. Der Aufschwung extremer Parteien oder politischer Bewegungen in nahezu allen europäischen Ländern trägt zu dem Eindruck bei, die Menschen würden sich nach politischen Veränderungen sehnen. Die Kandidatur Marine Le Pens für die Präsidentschaftswahlen in Frankreich, die AfD in Deutschland oder das Gebaren von Recep Erdoğan in der Türkei und Viktor Orbán in Ungarn, die sich offen von gemeinsamen europäischen Werten distanzieren, sind Ausdruck einer spürbaren Veränderung der politischen Landschaft.

Populismus in Europa und den USA

Autor(en)

  • Dr. Robert Grimm Ipsos Public Affairs, Germany
  • Alexandra Schoen Ipsos Public Affairs, Germany
  • Armgard Zindler Ipsos Public Affairs, Germany
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Verschiedene Untersuchungen, die sich dem Phänomen Populismus und insbesondere dessen Ursachen widmen, zeigen dabei immer wieder die Bedeutung von Zukunftsängsten, einer allgemeinen Verunsicherung und der Unzufriedenheit mit dem politischen Establishment für das Erstarken populistischer Bewegungen. Während bestehende Parteien und Politiker unter Glaubwürdigkeitsproblemen leiden, punkten Populisten mit Vereinfachungen und Polarisierungen. Darüber hinaus ist der Erfolg dieser Bewegungen stets an eine bestimmte starke Persönlichkeit geknüpft.
Diese verschiedenen Einflussfaktoren wurden in einer international vergleichenden Studie genauer untersucht, die Ipsos im Oktober und November 2016 durchführte. Diese beschäftigte sich ausführlicher mit der subjektiven Perspektive der Befragten, ihrer Bewertung der Globalisierungseffekte, der Zufriedenheit mit dem bestehenden System sowie ihrem Wunsch nach politischer Veränderung. In der vorliegenden Arbeit werden die Einstellungen und Meinungen der Bevölkerung in den Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Ungarn, Türkei und den USA genauer betrachtet. Die Ergebnisse basieren auf einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung, für die Ipsos die jeweilige Landesbevölkerung ab 18 Jahren befragte.

Autor(en)

  • Dr. Robert Grimm Ipsos Public Affairs, Germany
  • Alexandra Schoen Ipsos Public Affairs, Germany
  • Armgard Zindler Ipsos Public Affairs, Germany

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