Politische Ereignisse wie der Brexit oder die Wahl Donald Trumps im vergangenen Jahr haben das Thema Populismus wieder stark in den medialen Fokus gerückt. Eine weltweite Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos zeichnet nun ein Bild einer globalen Gesellschaft, in der sich viele vom politischen System vernachlässigt fühlen.
Hamburg, 16.08.2022. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 27 Prozent der wahlberechtigten Befragten CDU/CSU wählen. Damit gewinnt die Union im Vergleich zum Vormonat wieder einen Prozentpunkt hinzu und bleibt klar stärkste Kraft. Die Grünen kommen auf 22 Prozent der Stimmen (+2) und überholen damit die SPD, für die sich nur noch 19 Prozent (-3) der Wähler entscheiden würden. Zum ersten Mal seit August 2021 rutschen die Sozialdemokraten in der Ipsos-Wahlumfrage wieder unter die 20 Prozent-Marke. Koalitionspartner FDP muss ebenfalls Verluste hinnehmen und erzielt nur noch 8 Prozent der Stimmen (-1). Die AfD gewinnt leicht an Zuspruch und kommt auf 11 Prozent (+1), die Linkspartei bleibt unverändert bei 5 Prozent.
Hamburg, 12. August 2022. Im Zuge der anhaltenden Energiekrise spricht sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen für eine Aussetzung der Schuldenbremse aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos. Fast zwei Drittel der Befragten (65%) bevorzugen demnach eine Aussetzung, um dem Staat die Aufnahme von Krediten zu ermöglichen, damit dieser Bevölkerung und Wirtschaft bei den steigenden Energiekosten stärker finanziell entlasten kann. Nur jeder dritte Bundesbürger (35%) befürwortet ein Festhalten an der Schuldenbremse.
Hamburg, 13. Juli 2022. Das 9-Euro-Ticket für die deutschlandweite Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs läuft Ende August aus. Eine deutliche Mehrheit von 85 Prozent der Deutschen ist jedoch für die dauerhafte Förderung eines vergünstigten Tickets auch nach Ende des Sommers. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos.
Hamburg, 08.07.2022. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich 26 Prozent der wahlberechtigten Deutschen für CDU/CSU entscheiden. Damit verliert die Union in der aktuellen Ipsos-Wahlumfrage einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat. Die Unionsparteien bleiben allerdings stärkste Kraft vor der SPD, die auf 22 Prozent der Stimmen kommt (-1). Die Grünen rücken währenddessen näher an die SPD heran. Sie gewinnen einen Prozentpunkt und stehen nun bei 20 Prozent. Die FDP stabilisiert sich nach Verlusten in den Vormonaten und steht unverändert bei 9 Prozent. Ebenso unverändert ist der Wert der AfD, die bei 10 Prozent bleibt. Die Linkspartei kann sich leicht verbessern und steht nun wieder bei 5 Prozent (+1).
Hamburg, 15. Juni 2022. Das Infektionsschutzgesetz zur Bekämpfung des Coronavirus läuft zum September hin aus. Mehr als jeder zweite Deutsche (52%) wünscht sich laut einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos jedoch eine sofortige Verlängerung des Gesetzes. Nur knapp jeder Fünfte (19%) spricht sich dafür aus, künftig ganz auf das Gesetz zu verzichten. 29 Prozent der Befragten würden es wiederum bevorzugen, wenn die Bundesregierung diese Entscheidung erst trifft, falls sich die Corona-Situation wieder verschlechtert. Unter den Anhängern der Koalitionsparteien herrscht in dieser Frage Uneinigkeit. Während die Unterstützer von SPD und Grünen mehrheitlich eine sofortige Verlängerung des Infektionsschutzgesetzes begrüßen, zeigen sich die Sympathisanten der FDP tief gespalten.
Hamburg, 13.06.2022. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich 27 Prozent der wahlberechtigten Deutschen für CDU/CSU entscheiden. Damit gewinnt die Union im Vergleich zum Vormonat erneut zwei Prozentpunkte und ist nun klar stärkste Kraft vor der SPD, die nur noch auf 23 Prozent der Stimmen kommt (-1). Auch die Grünen gewinnen deutlich an Zuspruch und verbessern sich um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent. Koalitionspartner FDP büßt dagegen zwei Prozentpunkte ein und erzielt nur noch 9 Prozent der Stimmen. Die AfD verliert im Vergleich zur letzten Ipsos-Wahlumfrage ebenfalls leicht an Zustimmung und kommt auf 10 Prozent (-1), die Linkspartei würden aktuell sogar nur 4 Prozent (-1) der Deutschen wählen.