AXA Future Risks Report 2023: Eine Welt in der Polykrise
In diesem Jahr beleuchtet die Studie das Phänomen der Polykrise. Geopolitische Spannungen, das exponentielle Aufkommen neuer Technologien (wie generative KI) oder die Beschleunigung der globalen Erwärmung folgen nicht mehr aufeinander, sondern geschehen gleichzeitig.
Wichtigste Erkenntnisse des AXA Future Risks Report 2023
- Die mit künstlicher Intelligenz und Big Data verbundenen Risiken weisen im Expertenranking den größten Anstieg auf und steigen von Platz 14 im Jahr 2022 auf Platz 4 im Jahr 2023. Eine Mehrheit der Expert:innen (64 %) und der Öffentlichkeit (70 %) glauben sogar, dass die KI-Forschung gestoppt werden sollte.
- Bereits zum sechsten Mal in Folge stehen Cybersicherheitsrisiken auf dem Expertenpodium. Erstmals haben sie es auch in die Top 3 Risiken der Gesamtbevölkerung geschafft. Als Motiv wurde „Cyberkrieg“ in die Liste aufgenommen, das die Expert:innen als Begründung für ihre Wahl angeben konnten. So wurde das Thema eng mit dem der geopolitischen Instabilität verknüpft, dieses Jahr an dritter Stelle.
- Wie schon im vergangenen Jahr steht die globale Erwärmung sowohl in der Fachwelt als auch in der Öffentlichkeit an erster Stelle. Doch erstmals steht dieses Risiko in allen Regionen der Welt an erster Stelle, auch in der Öffentlichkeit, ausnahmslos.
- Das Gefühl der Verwundbarkeit bleibt auf einem hohen Niveau. 84 % der Expert:innen fühlen sich auf nationaler Ebene verwundbarer als noch vor fünf Jahren (im Vergleich zu 76 % im Jahr 2020) und 73 % auf lokaler Ebene (im Vergleich zu 64 % im Jahr 2020). Dieser Trend zeigt sich auch in der Allgemeinbevölkerung, wo das Gefühl der Verwundbarkeit sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene in drei Jahren um 7 % zugenommen hat.
Allerdings wächst das Vertrauen in verschiedene Akteure, die Folgen neuer globaler Krisen zu begrenzen. Erstens genießen Wissenschaftler:innen das Vertrauen von 84 % der Expert:innen und 70 % der Allgemeinbevölkerung. Das Vertrauen in Unternehmen steigt sowohl bei Expert:innen (72 %, plus 8 % in einem Jahr) als auch in der Bevölkerung (49 %, plus 4 %).
Gleichzeitig glauben 93 % der Expert:innen und 74 % der Gesamtbevölkerung, dass die Rolle der Versicherer bei der Begrenzung der Auswirkungen künftiger Risiken wichtig oder sehr wichtig ist (im Vergleich zu 89 % bzw. 69 % im letzten Jahr).
„Diese zehnte Ausgabe des Future Risks Report beleuchtet eine Welt in der Polykrise. Die letzten drei Jahre waren geprägt von der globalen Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, den schlimmer werdenden Folgen der globalen Erwärmung ... Jetzt müssen wir noch steigende Risiken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit sowie einen zunehmend instabilen geopolitischen Rahmen hinzufügen.
Trotz des Ausmaßes der Herausforderungen wollen wir die Zukunft nicht als Risiko betrachten. Um dies zu erreichen, müssen wir auf dem wachsenden Vertrauen der Bevölkerung in Wissenschaftler:innen – und damit in Fortschritt und Wissenschaft – sowie in Unternehmen, insbesondere Versicherungen, aufbauen, denen drei Viertel der Befragten die Fähigkeit zuschreiben, die Auswirkungen künftiger Risiken zu begrenzen“, sagte Thomas Buberl, CEO der AXA.
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