Deutsche glauben nicht an schnelle Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie

Jeder zweite Deutsche (55%) glaubt nicht daran, dass sich die Wirtschaft nach Aufhebung des Lockdowns wegen der Coronavirus-Pandemie schnell erholen wird. Lediglich jeder Dritte (36%) sieht Chancen auf eine schnelle ökonomische Erholung, so das Ergebnis einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die vom 09. bis 12. April in 15 Ländern durchgeführt wurde.

In den von der COVID-19-Pandemie stark betroffenen Ländern Spanien (76%), Frankreich (72%), Italien (68%) und Großbritannien (67%) glaubt man noch seltener an einen raschen Aufschwung. Anders in den asiatischen Ländern Vietnam (80%), China (68%) und Indien (63%), in denen große Mehrheiten von einem schnellen Wiedererstarken ihrer Wirtschaft nach der Corona-Krise überzeugt sind. In den USA sind die Menschen in dieser Frage sehr gespalten: Während fast die Hälfte aller Befragten (49%) nicht an eine schnelle Erholung glaubt, äußern sich 43 Prozent diesbezüglich eher optimistisch (Abb.1).

Abbildung 1: „Die Wirtschaft wird sich nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkung schnell erholen.“

Abb 1


Zweifel, ob getroffene Maßnahmen bei der Eindämmung des Virus helfen
Geht es um die Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19, so glauben die Menschen in Deutschland, Brasilien (je 54%) und Indien (56%) mehrheitlich nicht, dass Reisebeschränkungen, Anordnungen zur sozialen Distanzierung und dergleichen die Ausbreitung des Virus wirklich stoppen werden. In China (63%), Australien (59%), Italien, Kanada (je 58%), Spanien (57%), Vietnam, Großbritannien (je 54%) und Frankreich (51%) ist man dagegen mehrheitlich von der Wirksamkeit dieser Maßnahmen überzeugt.

Vor allem in Ländern wie Australien und Japan, in denen seit Mitte März deutliche Veränderungen bei den Anti-Corona-Maßnahmen durchgeführt wurden, zeigt sich in dieser Frage eine sehr viel optimistischere Einstellung der Bevölkerung als noch vor drei Wochen (Abb.2).
 

Abbildung 2: „Die Ausbreitung des Virus wird sich durch all die Reisebeschränkungen und angeordneten Selbstisolierungen nicht wirklich stoppen lassen.“

Abb 2


Methode:
Dies sind die Ergebnisse einer Ipsos-Umfrage, die vom 9. bis 12. April 2020 über die Online-Plattform ‚Global Advisor‘ unter 28.000 Erwachsenen im Alter von 18 bis 74 Jahren in Kanada und den USA bzw. 16 bis 74 Jahren in Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Russland und Vietnam durchgeführt wurde.

Wo verfügbar, werden die Ergebnisse früherer Studien, die bis März durchgeführt wurden, und ausgewählte Ergebnisse vom Februar nach Datum als Referenz hinzugezogen.

Die Stichprobe besteht aus etwa 2.000 Personen in jedem Land mit Ausnahme von Vietnam mit jeweils 1.000 Personen. Die Stichproben in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA können als repräsentativ für die allgemeine erwachsene Bevölkerung dieser Länder über 16 oder 18 Jahren (wie oben) und unter 75 Jahren genommen werden.

Die Stichprobe in Brasilien, China, Indien, Mexiko, Russland und Vietnam ist städtischer, gebildeter und/oder wohlhabender als die Allgemeinbevölkerung und sollte so betrachtet werden, dass sie die Ansichten der stärker "vernetzten" Bevölkerungsgruppe widerspiegelt. Die Daten werden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammensetzung jedes Marktes das demografische Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den neuesten Volkszählungsdaten am besten widerspiegelt. Die Stichprobengrößen können in früheren Wellen variieren.

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