Der Reiz des Influencer Marketings

Influencer sind eines der Top-Themen in der Marketing- und Marktforschungsbranche: Sie werden ausführlich diskutiert in Artikeln, Newslettern oder auf Konferenzen und sind Gegenstand zahlreicher Workshops und Schulungen. Dennoch bleibt bei vielen Unternehmen die Unsicherheit, ob und wie Influencer Marketing am besten eingesetzt werden kann. Nicht zuletzt, weil es noch wenig Best Practices zu validen Erfolgsmessungen gibt.

Der Reiz des Influencer Marketings

Autor(en)

  • Diana Livadic
  • Madita Brandhorst
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Deshalb betrachten wir das Thema für Sie aus Forscherperspektive: Basierend auf aktuellen Nutzungszahlen beleuchten wir die Erfolgsfaktoren der Influencer und Chancen für das Marketing. Dazu empfehlen wir Best Practices, die zum Erfolg beitragen und Kennzahlen, die ihn messbar machen.

Wie alles begann: Digitalisierung und Social Media als Basis für Influencer Marketing
Das Internet hat sich zu einem der wichtigsten Kommunikationskanäle der heutigen Zeit entwickelt: Im Jahr 2018 sind über 90 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren online, 77 Prozent nutzen das Internet sogar täglich – im Schnitt volle 196 Minuten (3:16 Stunden), mit einem Anstieg von 47 Minuten im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs von mehr als 30 Prozent ist getrieben von Kommunikationsdiensten wie WhatsApp, die knapp anderthalb Stunden der Gesamtnutzungszeit einnehmen. Unter Jüngeren (14-29 Jahre) nimmt das Internet insgesamt (353 Minuten) – und besonders die individuelle Kommunikation mit anderen (152 Minuten) – im täglichen Leben sogar noch mehr Raum ein. Neben Messenger Apps wie WhatsApp spielen auch soziale Medien eine bedeutende Rolle. Während Facebook insgesamt die höchste tägliche Nutzung aufweist, sind für die 14-29-Jährigen auch Instagram und Snapchat relevant.

Dabei erweist sich die Social Media Landschaft nicht nur in Bezug auf ihre Reichweitenentwicklung als ein äußerst dynamisches Feld. Denn auch ihre typischen Kommunikationsformen sind durch einen stetigen Wandel gekennzeichnet. Während Social Media Nutzer auf Facebook zunächst hauptsächlich Text, dann zusätzlich Fotos mit Kommentaren teilten, drehte sich bei Instagram von Anfang an alles um möglichst aufmerksamkeitsstarke und ästhetische Bilder. Snapchat als jüngste dieser drei Social Media Plattformen stellt hingegen kurze Videos in den Vordergrund. Neuere Plattformen wie z. B. musical.ly bzw. jetzt TikTok setzen mittlerweile sogar fast ausschließlich auf Videos und Live-Chats. Und das stößt auf großes Interesse der Zielgruppe: So wurde TikTok im Jahr 2018 auf insgesamt 8,8 Millionen deutschen Android- und iOS-Geräten installiert. In Folge übernehmen auch andere Plattformen erfolgreiche Features. So wie beispielsweise die ursprünglich von Snapchat eingeführten „Stories“ jetzt auch auf Instagram, Facebook und sogar WhatsApp verfügbar sind.

Chancen für das Marketing
Soziale Medien dienen dabei nicht nur dem individuellen Austausch, sondern auch der Kommunikation mit Marken und Influencern. So folgen acht von zehn Instagram-Nutzern mindestens einer Marke auf der Plattform und gut jeder Dritte (36%) nutzt Instagram vor allem, um Neues über Influencer zu erfahren. Ideale Ausgangsbedingungen für Marketer, so nah wie noch nie an ihre Konsumenten heranzukommen.

Autor(en)

  • Diana Livadic
  • Madita Brandhorst

Medien & Marken - kommunikation