Feedback- und Dialogkompetenz sind erfolgsentscheidend

New Work und die Auswirkungen auf die Organisationskultur

HR PerformanceDie Arbeitswelt hat sich im letzten Jahr massiv verändert. Gab es vorher schon Entwicklungen, zunehmend New Work Konzepte zu etablieren, so wurde dieser Trend quasi über Nacht in vielen Organisationen zur tatsächlichen Realität. Dabei stellt sich die Frage, welche Erfahrungen Mitarbeitende in dieser neuen Welt machen.

Zahlreiche Mitarbeitendenbefragungen, die seit Beginn der Pandemie durchgeführt wurden, aber auch repräsentative Studien zeigen, dass die Erfahrungen mit der neuen Arbeitssituation in der Krise tatsächlich vielfach positiv sind. Dies zeigt beispielsweise der Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsunternehmen der RACER Benchmark Group GmbH, einem Zusammenschluss großer Unternehmen im deutschsprachigen Raum zu Benchmarking und Best Practices von organisationalem Feedback.

Leben wir in der „New World of Working” auf Kredit?
Das Arbeiten im Homeoffice funktioniert für viele gut – die meisten sind nach wie vor zufrieden. Die Beziehungen zu Kolleg:innen und Führungskräften werden im Durchschnitt weitestgehend unverändert wahrgenommen. Auch findet sich in vielen Befragungen sogar ein gestiegenes Engagement der Mitarbeitenden. Gleichzeitig ändern sich die zentralen Faktoren der sogenannten „Employee Experience“, was auf eine veränderte Priorisierung im sich wandelnden Kontext zurückzuführen ist. Beispielsweise werden die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsplatzsicherheit wichtiger.

Es scheint also, als ob für viele Unternehmen und Mitarbeitende auf den ersten Blick der Sprung in die „New World of Working“ gelungen ist. Allerdings sollten wir uns fragen, ob wir hier nicht der möglichen Gefahr einer vorschnellen Fehleinschätzung unterliegen. Könnte es nicht sein, dass wir vielleicht eher auf Kredit leben, was das Funktionieren unserer Organisationen und insbesondere unserer Organisationskulturen angeht?

Dieser Fachartikel wurde in HR Performance 2/2021 veröffentlicht. 

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Autor:innen

Prof. Dr. Karsten Müller, Universität Osnabrück, Leiter des Fachgebiets Arbeits- und Organisationspsychologie
Dr. Ingrid Feinstein, Ipsos, Director im Bereich Employee & Organizational Research (EOR)
Dr. Svenja Schumacher, Universität Osnabrück, Postdoc am Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie
Dr. Tammo Straatmann, Universität Osnabrück, Postdoc am Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie

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