Glücksindex 2025: Die Deutschen sind unglücklicher denn je
Glücksindex 2025: Die Deutschen sind unglücklicher denn je

Ipsos Happiness Index 2025: Deutsche so unglücklich wie nie zuvor

Fast zwei von drei Deutschen (64 %) bezeichnen sich als glücklich. Damit hat das Glücksempfinden in Deutschland einen neuen Tiefstand erreicht: Vor drei Jahren gaben noch 72 Prozent der Deutschen an, glücklich zu sein, 2019 wurde mit 78 Prozent ein Höchststand erreicht.

Das sind Ergebnisse des Ipsos Happiness Index 2025, den Ipsos seit 2011 jährlich zum Weltglückstag am 20. März in 30 Ländern erhebt. Nur in vier weiteren Ländern – Japan, Südkorea, Türkei und Ungarn – sind die Menschen noch weniger zufrieden mit ihrem Leben.

Die drei Hauptfaktoren, die die Deutschen unglücklich machen, sind die finanzielle Situation (48 %), gefolgt von der psychischen und physischen Gesundheit (je 36 %). Auch mit ihrer allgemeinen Lebensqualität sind viele Bundesbürger:innen unzufrieden: Weniger als die Hälfte (44 %) bewertet sie derzeit als gut. Ähnlich viele (42 %) erwarten jedoch, dass sich ihre Lebensqualität in den nächsten fünf Jahren verbessern wird.
 

Familie, Wertschätzung und Freunde: Das macht die Deutschen glücklich

Familie und Kinder (40 %), das Gefühl, wertgeschätzt oder geliebt zu werden (36 %) und gute Freund:innen (30 %) sind die drei wichtigsten Bereiche, die zum Lebensglück der Deutschen beitragen. Die Wohnsituation (26 %) und die Beziehung zum/zur Partner:in (25 %) komplettieren die Top 5 in Deutschland. Weltweit spielen neben den genannten Faktoren auch das Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben und die psychische Gesundheit eine wichtige Rolle.
 

Zufriedenheit im mittleren Alter am höchsten, Jüngere am unglücklichsten

Zwischen Männern und Frauen gibt es in Deutschland nur geringfügige Unterschiede im Glücksempfinden. Etwas größer dagegen sind die Abweichungen zwischen den Generationen: Während sich 68 Prozent der 35- bis 49-Jährigen und 64 Prozent der über 50-Jährigen als glücklich bezeichnen, sind es bei den unter 35-Jährigen nur sechs von zehn Befragten (60 %).
 

Niederlande am glücklichsten in Europa, Ungarn Schlusslicht

Im Gesamtranking der 30 befragten Länder liegt Deutschland mit 64 Prozent auf dem fünftletzten Platz des Glücksindex. Unter den G7-Staaten sind nur die Japaner:innen (60 %) unglücklicher, in Europa nur die Ungar:innen (45 %). Weltweit am glücklichsten fühlen sich die Menschen in Indien (88 %), gefolgt von den Niederlanden (86 %) und Mexiko (82 %).

Von den 20 Ländern, die bereits an der ersten Erhebung des Ipsos Happiness Index im Jahr 2011 teilgenommen haben, sind 15 weniger glücklich als damals. Den größten Rückgang der Zufriedenheit verzeichnet die Türkei (-40 Prozentpunkte), gefolgt von Südkorea (-21), Kanada (-18) und den USA (-16). Spanien ist das einzige Land, in dem das Glücksempfinden seit 2011 zweistellig gestiegen ist (+11).
 

Wie geht es den Menschen in Deutschland? Laut Ipsos Happiness Index 2025 bezeichnen sich fast 2 von 3 Deutschen als glücklich, allerdings ist dies ein neuer Tiefstand.

 

Methode

Dies sind die Ergebnisse der Studie Ipsos Happiness Index 2025, die von Ipsos auf der Online-Plattform Global Advisor in 30 Ländern durchgeführt wurde. Für die Online-Umfrage wurden zwischen dem 20. Dezember 2024 und dem 3. Januar 2025 insgesamt 23.765 Personen befragt. In Deutschland waren die Befragten zwischen 16 und 74 Jahre alt, die Stichprobe umfasste rund 1.000 Personen.

Zu den befragten Ländern gehören: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Peru, Polen, Schweden, Singapur, Spanien, Südafrika, Südkorea, Thailand, Türkei, Ungarn, USA.
In 17 der 30 untersuchten Länder ist die Internetdurchdringung so hoch, dass die Stichproben als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung in den untersuchten Altersgruppen angesehen werden können, darunter auch Deutschland.

Die Daten wurden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammensetzung jedes Landes das demografische Profil der erwachsenen Bevölkerung gemäß den jüngsten Volkszählungsdaten bestmöglich widerspiegelt. 
 

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