Mehrheit der Deutschen fordert Unterstützung für die Ukraine
Wirtschaftliche Sanktionen Ja – militärisches Eingreifen Nein
Die Deutschen sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Nur 26 Prozent der Befragten sagen, dass sich die Bundesregierung aus dem Konflikt in der Ukraine heraushalten sollte. Dabei ist die Unterstützung für ökonomische Maßnahmen am größten. Rund 46 Prozent befürworten wirtschaftliche Sanktionen, während 44 Prozent der Befragten dafür sind, dass die ausländischen Guthaben und Konten von Präsident Putin und anderen führenden russischen Politikern eingefroren werden. Im internationalen Vergleich stimmen weniger als die Hälfte der Befragten (45%) der Aussage zu, dass die jeweilige politische Führung wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängen sollte, Deutschland liegt damit im Mittelfeld. Die größte Zustimmung erhielt die Aussage in Schweden (59%), gefolgt von Polen (53%), Großbritannien und Spanien (47%), Irland und den Niederlanden (46%), Belgien (42%), Frankreich (39%), Italien (34%) und Ungarn (32%).
Zwar sagt mehr als die Hälfte der Deutschen (52%), dass die Bundesregierung alles tun sollte, um ein weiteres Vordringen Russlands über die besetze Krim hinaus zu verhindern, aber nur jeder Vierte (26%) würde eine internationale militärische Eingreiftruppe als Puffer zwischen der Ukraine und Russland unterstützen, 39 Prozent lehnen dies explizit ab. Die größten Befürworter eines militärischen Eingreifens finden sich in Polen (38%), gefolgt von Irland (34%), Schweden (30%), Frankreich (25%), Großbritannien (25%), den Niederlanden (25%), Spanien (23%), Belgien (22%), Italien (21%) und Schlusslicht Ungarn (15%), hier lehnen 60 Prozent einen Militäreinsatz ausdrücklich ab.


Steckbrief
Die Ergebnisse stammen aus einer von Ipsos durchgeführten Online-Befragung. Befragt wurden 8.333 Personen zwischen 16-64 Jahren. Die Stichprobe wurde aus dem Ipsos Global @dvisor Online Panel gezogen und gewichtet, um die Bevölkerung in den jeweiligen Ländern zu repräsentieren. Die Befragung fand zwischen dem 1. und 17. April in Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Irland, Italien, Polen, Spanien und Schweden statt. Pro Land nahmen rund 1000 Personen teil, mit Ausnahme von Belgien, Ungarn, Irland, Polen und Schweden, wo jeweils eine Stichprobe von ca. 500 Personen befragt wurde. In den Niederlanden wurden 832 Personen befragt.