Ampel im Sturm
Ampel im Sturm

Ampel-Spitzen verlieren weiter an Rückhalt

Hamburg, 23. Januar 2024 – Nach der Einigung im Haushaltsstreit stürzen die Spitzenvertreter der Ampelkoalition in der Gunst der Bevölkerung weiter ab. Sowohl Kanzler Olaf Scholz (SPD) als auch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) müssen zu Beginn des neuen Jahres deutliche Ansehensverluste hinnehmen, wie eine Ipsos-Umfrage zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung zeigt. Der mit Abstand beliebteste Minister bleibt SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius.

Scholz, Habeck und Lindner im Umfragetief

Größter Verlierer im Ampel-Kabinett ist Vizekanzler Robert Habeck. 59 Prozent der Deutschen geben inzwischen an, sehr unzufrieden mit der Arbeit des Wirtschaftsministers zu sein, nur 12 Prozent zeigen sich sehr zufrieden. Damit liegt Habecks Netto-Zufriedenheit, also die Differenz zwischen denjenigen, die sehr zufrieden und sehr unzufrieden sind, bei -47. Im Vergleich zur letzten Erhebung im November 2023 fällt sie um 10 Punkte.

Ähnlich schlechte Werte verzeichnen Scholz und Lindner. Olaf Scholz verliert im Vergleich zum November 9 Punkte auf der Zufriedenheitsskala und liegt wie Habeck bei einem Netto-Wert von -47. Nur jede:r zehnte Deutsche (10%) bewertet die Arbeit des Regierungschefs als sehr gut, während eine Mehrheit von 57 Prozent angibt, sehr unzufrieden zu sein. Finanzminister Christian Lindner büßt ebenfalls 9 Punkte ein und liegt somit bei einem Zufriedenheitswert von -44. Lediglich 9 Prozent sind sehr zufrieden mit der Arbeit des FDP-Vorsitzenden, 53 Prozent geben an, sehr unzufrieden zu sein.
 

Ampel erreicht neuen Tiefstwert, Pistorius klar an der Spitze

Neben Scholz, Habeck und Lindner verlieren auch fast alle anderen Ministerinnen und Minister des Bundeskabinetts im Beliebtheitsranking. Dieser Abwärtstrend spiegelt sich auch in der Bewertung der Regierung als Ganzes wider. Nur 8 Prozent der Deutschen geben an, sehr zufrieden mit der Arbeit der Ampel-Regierung zu sein, während sich 58 Prozent sehr unzufrieden zeigen. Damit verliert die Bundesregierung auf der Zufriedenheitsskala erneut 4 Punkte und kommt auf einen neuen Tiefstwert von -50.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) ist das einzige Regierungsmitglied, das im Vergleich zum November leichte Zugewinne erzielt. Nach starken Ansehensverlusten Ende 2023 kann Faeser nun wieder 3 Punkte zulegen, wobei sie sich mit einem Wert von -48 immer noch auf sehr niedrigem Niveau bewegt.

Der mit Abstand beliebteste Ressortchef bleibt weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius. Der SPD-Minister verliert zwar in der aktuellen Rangliste 2 Punkte, bewegt sich mit einem Netto-Wert von -2 aber nach wie vor mit großem Abstand vor allen anderen Kabinettsmitgliedern. Immerhin 28 Prozent der Deutschen kann Pistorius mit seiner Arbeit klar überzeugen, etwa ebenso viele (30%) äußern sich sehr unzufrieden.
 


Methode

Quotierte Online-Befragung von 2.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland, repräsentativ gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl. Die Befragung wurde zwischen dem 05. und 07. Januar 2024 durchgeführt.

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