Gefühlter Wohlstand in Deutschland weiterhin auf Höhenflug

Der seit mehr als drei Jahren durchgeführte Nationale WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D) zeigt eine kontinuierliche Erhöhung des Wohlstandsempfindens in Deutschland. Jeder zweite Bundesbürger (49%) lebt heute nach eigener Einschätzung im Wohlstand. Gegenüber der Erhebung von vor drei Jahren ist dieser Index um 7,3 Prozentpunkte gestiegen.

Der NAWI-D, den Ipsos Observer in Kooperation mit Zukunftsforscher Opaschowski kontinuierlich in repräsentativen Bevölkerungsumfragen erhebt, deckt die Bereiche ab, die von den Bürgern in Deutschland selbst mit Wohlstand in Verbindung gebracht werden. Neben ökonomischen, sind das vor allem gesellschaftliche, individuelle und im geringeren Ausmaß auch ökologische Faktoren.

Flüchtlingsfrage trübt  Wohlbefinden nicht

Festzuhalten bleibt laut Hans-Peter Drews von Ipsos Observer, dass auch in Zeiten massiver Flüchtlingsströme das persönliche Wohlbefinden der Deutschen  generell nicht eingeschränkt wird, sondern im Gegenteil sogar einen neuen Rekordwert erreicht. Besonders hoch stufen die Deutschen dabei den erreichten gesellschaftlichen Wohlstand ein. Hier schätzen die Bürger insbesondere, dass sie in Frieden mit ihren Mitmenschen leben können (aktuell 71%), frei ihre Meinung äußern können (63%), Kontakt zu Menschen haben, denen es gut geht (59%) und in einer Gesellschaft leben, der das Thema Weiterbildung wichtig ist (52%). Alle diese persönlichen Einstufungen sind im Laufe von drei Jahren deutlich gestiegen.

Sicherheit wichtiger als Reichtum

Das trifft auch für die wichtigsten ökonomischen Aspekte des Wohlstands zu. Hier stehen Arbeitsplatz- und Einkommenssicherheit und die damit verbundene Freiheit von finanziellen Sorgen ganz oben in der Wichtigkeit. Es geht den Deutschen somit mehr um diese Sicherheit als darum, viel Geld zu verdienen oder über ein hohes Vermögen verfügen zu können. Die Anforderungen werden für immer mehr Menschen erfüllt. Die Konjunktur läuft gut und es sieht ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung die Arbeitseinkommen bzw. Renten als gesichert an.

Wohlstand auf Rekordniveau

 

Steckbrief

Methode: Capibus™  Computer Assisted Personal Interviewing, im Haushalt des Befragten, random route - zufällig ausgewählter Haushalt und Befragungsperson Stichprobe: je 2.000 Personen ab 14 Jahren aus einer Gesamtbasis von 28.000 Fällen.
Grundgesamtheit: Deutschsprechende Bevölkerung in Privathaushalten
Feldzeit der aktuellen Welle: 14.- 27. September 2015

Ähnliche Inhalte

  • Wie stehen die Menschen zum Klimawandel und zu steigenden Energiepreisen? Laut einer aktuellen Ipsos-Studie zum Tag der Erde nimmt die Klimamüdigkeit weltweit zu, während das Thema Bezahlbarkeit in den Vordergrund rückt.
    Klimawandel Pressemitteilung

    Tag der Erde: Jeder Zweite vertraut nicht auf Klimaplan der Bundesregierung

    Pünktlich zum Tag der Erde (Earth Day) am 22. April zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Ipsos-Studie in 31 Ländern ein beunruhigendes Bild: Die Klimamüdigkeit ist weltweit auf dem Vormarsch. Zwar stimmen weltweit 61 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass Untätigkeit beim Klimaschutz künftige Generationen im Stich lässt, doch in allen 26 Ländern, in denen Ipsos seit 2021 fortlaufend Daten erhebt, ist die Zustimmung rückläufig. Deutschland bildet dabei keine Ausnahme.
  • Politische Meinungslage in Deutschland | Ipsos

    Politische Meinungslage in Deutschland – Januar bis April 2026

    Erfahren Sie mehr über die aktuelle politische Meinungslage in Deutschland. Ipsos teilt regelmäßig Erkenntnisse zu Wahlabsichten, Parteibindung & mehr!
  • Gesundheit für alle? | Ipsos
    Gesellschaft Umfrage

    Gesundheit für alle?

    Ergebnisse der zum zweiten Mal durchgeführten Studie der Aktion Mensch in Zusammenarbeit mit Ipsos.