Regionalität liegt auch bei Handelsmarken voll im Trend

Hamburg, 06. September 2018. Produkte aus der Heimat sind bei deutschen Verbrauchern gefragter denn je. Auch bei Handelsmarken scheint der Markt für regional produzierte Artikel längst noch nicht gesättigt zu sein: Das Gros der Konsumenten (69%) hofft, bei zukünftigen Einkäufen ein noch umfangreicheres Angebot an ›Regio-Produkten‹ vorzufinden.

Bei weiblichen Verbrauchern ist der Wunsch nach mehr regionalen Produkten besonders stark ausgeprägt: Laut des aktuellen Handelsmarkenmonitors teilen fast drei Viertel der befragten Frauen (74%) die Auffassung, dass es mehr Eigenmarken geben sollte, die in der jeweiligen Heimatregion hergestellt werden. Der Handelsmarkenmonitor wird jährlich erhoben von Ipsos und der Lebensmittel Zeitung, die in der dfv-Mediengruppe Deutschen Fachverlag GmbH, Frankfurt, erscheint.  

Verbraucher nehmen bei Handelsmarken einen vermehrten Bezug zur Heimat wahr

Die Regionalität von Produkten ist den Käufern von Eigenmarken aber nicht nur persönlich ein immer größeres Anliegen, sie nehmen mittlerweile auch bei Handelsmarken einen zunehmend stärker werdenden regionalen Bezug wahr. Vier von zehn Befragten (41%) stellen fest, dass Handelsmarken immer öfter einen regionalen Bezug zur eigenen Heimat herausstellen. In den Vorjahren wurde dies lediglich von jeder dritten Person (33 - 35%) bewusst wahrgenommen.

Konsumenten fordern eine nachhaltige Produktion von Eigenmarken

Ein weiterer Faktor, der für die Käufer von Handelsmarkenprodukten besonders wichtig zu sein scheint, ist die Art und Weise der Herstellung: Die große Mehrzahl der deutschen Verbraucher (72%) ist der Meinung, dass Händler bei ihren Eigenmarken auf eine sozial und ökologisch verantwortungsvolle Herstellung achten sollten. Damit liegt der diesjährige Zustimmungswert deutlich über den Ergebnissen der Vorjahre (2016: 64%, 2017: 67%).

Regional und nachhaltig ja, aber bitte nicht zu teuer

Die Regionalität und Nachhaltigkeit von Eigenmarken wird zwar allgemein als immer wichtiger erachtet, sollte aus Verbrauchersicht aber dennoch nicht zu Preissteigerungen führen. Nicht einmal jeder Zweite (47%) würde für Handelsmarkenprodukte aus sozial und ökologisch verantwortungsvoller Herstellung mehr Geld bezahlen. Bei Artikeln mit regionalem Bezug ist die Bereitschaft sogar noch geringer: Weniger als vier von zehn Befragten (38%) zeigen sich willens, für ein Handelsmarkenprodukt, das in der Heimatregion hergestellt wurde, auch etwas mehr auszugeben.  

Unter jungen Konsumenten im Alter zwischen 18-39 Jahren sowie Personen mit einem höheren Einkommen ist der Anteil der Zahlungswilligen besonders hoch. Ältere (60+) und männliche Verbraucher zeigen sich hingegen deutlich zurückhaltender und sind seltener dazu bereit, eine Preiserhöhung für regionale und nachhaltig produzierte Produkte in Kauf zu nehmen.

Handelsmarken & Regionalität

Methode:

Diese Ergebnisse stammen aus einer Kooperationsstudie von Ipsos und der Lebensmittel Zeitung. Der Handelsmarkenmonitor wird seit 2015 jährlich erhoben und erfasst die Wahrnehmungen und Einstellungen von deutschen Verbrauchern zu Handels- und Herstellermarken. 2018 wurden für die nationalrepräsentative Studie 1.000 haushaltsführende Personen ab 18 Jahren befragt. Die Online-Umfrage wurde zwischen dem 2. und 9. Februar 2018 durchgeführt.

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