(R)Evolution des Fernsehens – Wie junge Erwachsene TV in ihren Medienalltag integrieren

Was bedeutet die Digitalisierung des Fernsehens für Zuschauer und Werbetreibende? Ein Blick auf aktuelle Nutzungspraktiken zeigt, wie junge Erwachsene TV in ihren Medienalltag integrieren und gibt Hinweise, wie diese Zielgruppe erreicht werden kann.

Autor(en)

  • Diana Livadic
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markenartikelLange vorbei scheint die Zeit, in der sich die ganze Familie jeden Abend vor dem Fernseher eingefunden hat. Oder in der man sich schon tagelang auf einen besonderen Film im Fernsehen gefreut, den Abend reserviert und dann pünktlich mit Snacks und Getränken auf der Couch gesessen hat. Es sieht aus, als würde in unserer neuen, digitalen Bewegtbild-Welt alles nur noch gestreamt werden: Der Siegeszug von Online-Videoplattformen wie YouTube und Streaming-Diensten wie Netflix scheint unaufhaltsam. Und auch neuere Plattformen wie TikTok oder Twitch erreichen immer mehr vor allem junge Nutzer. Im Wettbewerb um die verfügbare Medienzeit steigt die Zahl der Teilnehmer und oft fällt der Satz: »Das Fernsehen ist tot.« Aber ist das wirklich so?
 

Lang lebe das Fernsehen – linear und non-linear

Die Geschichte des Fernsehens zeigt, dass dieses Medium seit der Eröffnung der ersten Fernsehstuben im stetigen Wandel ist – von der Entwicklung zum Massenmedium, über die Einführung des Farbfernsehens, des privaten Rundfunks und des VHS-Recorders bis hin zum Start des Internets mit der Etablierung von Video- und Streaming-Plattformen. Aber auch wenn die aktuellen Veränderungen disruptiver sind als zuvor, findet das Fernsehen ganz im Sinne des Rieplschen Gesetzes seine Rolle im Portfolio der (Massen-)Medien. Denn die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre führten nicht nur zu einer Zunahme verfügbarer Sender, sondern auch zum Aufbau sendereigener Mediatheken und Streaming-Plattformen. Eine Vielzahl linearer und non-linearer TV-Angebote bietet Zuschauern Inhalte für verschiedenste Interessen, die jederzeit und an jedem Ort genutzt werden können. Im insgesamt stark fragmentierten Bewegtbild-Markt aus Fernsehen, Video- und Streaming-Diensten liegt das traditionelle Fernsehen trotz des sinkenden Anteils jüngerer Zuschauer vorn, wenn es um die tägliche Nutzung und Reichweite geht.

Dieser Artikel ist in markenartikel – Das Magazin für Markenführung – erschienen. Den kompletten Beitrag finden Sie weiter unten als PDF.
 

Autorin:

Die Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Diana Livadic ist Global Product Director in der Werbeforschung bei Ipsos in Hamburg und promovierte zum Thema 'Fernsehen in konvergierenden Medienumgebungen'.
 

Quellenangabe:

Livadic, Diana: (R)Evolution des Fernsehens, in: markenartikel 7-8/2020, S. 24–26.

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  • Diana Livadic

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