Arbeitslosigkeit und Mindestlohn wichtigste Probleme

Während die Spitzenvertreter von Union und SPD über die Eckpunkte der Großen Koalition verhandeln, wird die Problemagenda der Deutschen von den Themen Arbeitslosigkeit und Mindestlohn angeführt, wie eine aktuelle Repräsentativ-Umfrage mit dem Ipsos Demokratiepuls ergab.

Hauptproblem Arbeitsmarkt, NSA unbedeutend

Trotz anhaltender positiver Zahlen vom Arbeitsmarkt wird die Liste der politischen Probleme von arbeitsmarktpolitischen Themen beherrscht: So nennen 20 Prozent der Befragten spontan Arbeitslosigkeit und Mindestlohn als das gegenwärtig wichtigste politische Problem in Deutschland. Damit verknüpft ist die Sorge um die Folgen der Eurokrise, die für 17 Prozent im Focus stehen. Rund 12 Prozent sorgen sich um die fehlende soziale Gerechtigkeit in Deutschland. Weitere Themen, die die Befragten ungestützt nennen, rangieren im unteren Prozentbereich, wie die Folgen der Energiewende (6%), der Zuzug von Ausländern (5%), die Bildungspolitik (4%) und die Sorge um die Altersversorgung (4%). Und ganz weit abgeschlagen ist der Abhörskandal um den amerikanische Geheimdienst NSA, der nur einem Prozent der Befragten als wichtigstes Problem erscheint.

 

SPD-Anhänger mit deutlichem Votum

Während jedem vierten CDU-Anhänger spontan überhaupt kein drängendes politisches Problem einfällt (24%, SPD: 15%), sieht jeder fünfte SPD-Sympathisant das Thema soziale Gerechtigkeit  (21%) und gut jeder zehnte das Thema Eurokrise (13%) als primäres Polit-Problem. Themen, die zwar auch bei den CDU-Anhängern ganz oben stehen, aber mit umgekehrten Prioritäten: Eurokrise (23%), soziale Gerechtigkeit (12%).

Auch beim Thema Arbeitsmarkt und Mindestlohn wird von den SPD-Anhängern (26%) ein größerer Handlungsbedarf der Politik gesehen als bei Anhängern der Union (16%).

 

Sonntagsfrage sieht CDU weiter vorn

An der anhaltenden Beliebtheit der CDU/CSU hat sich wenig geändert. Wären nächsten Sonntag Bundestagswahlen,  kämen CDU/CSU unverändert auf 41 Prozent, die SPD käme auf 26 Prozent der Stimmen. Die Grünen können sich leicht um einen Prozentpunkt verbessern (10%). Die Alternative für Deutschland würde wie zuvor den Einzug in den Bundestag schaffen (5%), während die FDP an der fünf-Prozent-Hürde scheitern würde (4%) Linke (9%) und Piraten (2%) blieben in der Wählergunst unverändert . 

 

Ipsos-Demokratiepuls

 

Steckbrief

Stichprobe: N = 730 im Zeitraum vom 14.10. bis 26.10.13
Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Methode: Telefonische Befragung (CATI)

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