Sorge vor dem Klimawandel geht zurück
Obwohl es das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war, wird laut FSC (Forest Stewardship Council) ein signifikanter Rückgang der globalen Sorge gegenüber dem Klimawandel deutlich.
Die „FSC 2025 Global Consumer Awareness Survey“, die gemeinsam mit Ipsos in 50 Ländern und mit über 40.000 Befragten durchgeführt wurde, zeigt, dass Krieg und Konflikte nun mit 52% als größte öffentliche Sorge dominieren, während der Klimawandel mit 31 % weit zurückliegt – ein erheblicher Unterschied von 21 Punkten. Diese Besorgnislücke zwischen „Klimawandel“ und der jeweiligen größten Sorgen in den einzelnen Jahren hat sich von 12 Punkten im Jahr 2022 auf 16 Punkte im Jahr 2025 in der Gruppe von 32 Ländern, in denen in beiden Jahren befragt wurde, vergrößert.
Große Unterschiede im globalen Vergleich
Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass die allgemeine gesellschaftliche Sorge über den Klimawandel in großen europäischen Volkswirtschaften wie Frankreich, Dänemark, Spanien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland abgenommen hat, während es einen entgegengesetzten Anstieg der Besorgnis in Japan, Thailand, Brasilien und Mexiko gibt. Bemerkenswerterweise unterstützen Verbraucher aber weiterhin Nachhaltigkeit, 72 % der globalen Verbraucher in 29 Märkten geben eine Präferenz für Produkte an, die Pflanzen oder Tieren nicht schaden.
Trotz des rückläufigen Trends der Sorge über den Klimawandel in der Gesellschaft bleiben Wälder ein Bereich, in dem die Auswirkungen des Klimawandels am meisten zu spüren sind. Themen wie Entwaldung, Waldbrände und der Verlust der Biodiversität gehören zu den wichtigsten forstwirtschaftlichen Sorgen. Die Studie verdeutlicht, wie wichtig es ist, Klimaschutzmaßnahmen im Alltag greifbar zu machen. Der FSC fordert Strategien, die Umweltinitiativen mit sozialer und wirtschaftlicher Sicherheit verbinden, um zu verhindern, dass klimabezogene Themen inmitten globaler Krisen an Bedeutung verlieren.
Die Umfrageergebnisse, die auf der FSC-Generalversammlung 2025 diskutiert wurden, fordern Industrien auf, sich der Verbrauchernachfrage nach nachhaltigen Produkten anzupassen, um Markentreue und Vertrauen zu fördern. Dies zeigt einen entscheidenden Schnittpunkt, an dem sich Verbraucherverhalten und ökologische Nachhaltigkeit gegenseitig unterstützen können, um klimabezogene Herausforderungen anzugehen.
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