Schlüssel zu einer erfolgreichen Portfoliostrategie in wirtschaftlich unsicheren Zeiten
Vom Chaos zur Klarheit.
Während sich in vielen Ländern die Inflationsrate verlangsamt, bleibt die Krise der Lebenshaltungskosten für viele die größte Sorge. In unserer Umfrage „What worries the world“ ist Inflation die größte Sorge, und zwar bereits seit 22 aufeinanderfolgenden Monaten.
Selbst in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs und des langsamen Wachstums legt die Innovationstest Datenbank von Ipsos nahe, dass Verbraucher:innen in schwierigen Zeiten immer noch empfänglich für Innovationen sind, da sich ihr Status quo und ihr Verhalten deutlich ändern. Wir haben festgestellt, dass Innovationen, die während Krisen oder Zeiten höherer Inflation eingeführt wurden, eine größere Erfolgsquote hatten. Das unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Innovation trotz vermeintlicher Herausforderungen.
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Tatsächlich haben persönliche Veränderungen und Störungen, wie sie während der Covid-19-Pandemie erlebt wurden, große Auswirkungen auf das Verbraucherverhalten. Schnelle Anpassungen während einer Krise bieten Chancen für flexible Vermarkter. Ökonomen sind sich einig, dass sich ein drohender Abschwung auf unterschiedliche Weise auf die Verbraucher:innen auswirken wird, wobei die Inflation die Bevorratung ankurbelt und Rezessionen unverhältnismäßig starke Auswirkungen auf die unteren sozioökonomischen Gruppen haben werden.
Sicherlich wirken sich sowohl Inflations- als auch Rezessionsszenarien auf die Kaufkraft und das Vertrauen der Verbraucher:innen aus und erhöhen die Preissensibilität. In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs führt das rationale Verhalten der Verbraucher:innen häufig zu einer Verbreitung von SKUs, was möglicherweise die Rentabilität beeinträchtigen könnte. Die SKU-Rationalisierung, die die Eliminierung leistungsschwacher Varianten und die Einführung stärkerer Varianten umfasst, trägt zur Aufrechterhaltung der Effizienz bei. Wenn die Einkommen der Verbraucher:innen schrumpfen, bevorzugen sie weniger elastische Kategorien wie Grundnahrungsmittel und Haushaltspflegeprodukte, während austauschbarere Kategorien eher weniger konsumiert werden.
Zu den Abhilfestrategien gehören Geschäftsmodell Innovationen wie die monatlichen Kaffeeabonnements von Pret-A-Manger, „Jetzt-kaufen“-Taktiken wie die Einführung von Großpackungen und die Ausrichtung auf wachsende Segmente, wie bei der Diversifizierung der Angebote von Coca-Cola und McDonald's für gesundheitsbewusste Verbraucher:innen.
In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs können Premiummarken Strategien wie die Betonung der Produktüberlegenheit, erschwingliche Genüsse und die Einführung von „Kampfvarianten“ anwenden. Innovation kann in diesen Zeiten Marken stärken. Vorausschauende Vermarkter sehen Herausforderungen als Chancen und arbeiten an Wachstumsstrategien. Neu entstandene Konsumgewohnheiten wie Online-Shopping bieten Chancen. Vermarkter sollten auch vorübergehende Chancen in ihrem sich entwickelnden Wettbewerbsumfeld erkennen und schnell nutzen.
Geringere Verbraucherausgaben wirken sich je nach Elastizität unterschiedlich auf verschiedene Sektoren aus. Marken können von angrenzenden Wachstumsbereichen in rückläufigen Sektoren profitieren, während gefährdete Premiummarken unter Berücksichtigung möglicher Auswirkungen auf das Eigenkapital günstigere, aber dennoch hochwertige Kategorien erkunden können. In Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge kann die Konzentration auf langfristige Ziele, wie es Netflix und Honda Civic in früheren Krisen getan haben, einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Widerstandsfähigkeit, Forschung und proaktive Innovation können Risiken in Chancen verwandeln.