Mehrheit der Unions- und SPD-Anhänger für Große Koalition

Nachdem auch der Parteikonvent der SPD den Weg frei gemacht hat für die Verhandlungen über eine Große Koalition können Union und SPD auf die Unterstützung ihrer Anhänger zählen. Das zeigen aktuelle Umfragedaten aus dem Ipsos Demokratiepuls.

Die Hälfte der Unions-Anhänger will die Große Koalition

Das schwarz-rote Regierungsbündnis findet bei Anhängern der Union (50%) wie auch der SPD (43%) breite Zustimmung. Allerdings hätten immerhin rund 19 Prozent der Unions-Anhänger lieber eine Schwarz-Grüne Koalition auf der Regierungsbank gesehen. Die Anhänger der Grünen sind hingegen gespalten: 26 Prozent unterstützen die Große Koalition während sich 28 Prozent eine Schwarz-Grüne Regierung wünschen. Insgesamt betrachtet spricht sich auch die Mehrheit der Deutschen (35 Prozent) für eine Große Koalition im Bund aus. Nur 14 Prozent befürworten ein schwarz-grünes Regierungsbündnis.

 

Große Koalition hat leicht an Zustimmung verloren

Auch wenn die Große Koalition aus Sicht der Befragten weiterhin die beliebteste Regierungsoption bleibt, hat sie doch leicht an Zustimmung verloren. Das zeigen Vergleiche der Koalitionspräferenzen vor der Bundestagswahl mit Daten, die nach der Wahl im zwei-Wochen-Rhythmus erhoben wurden. Vor der Wahl haben rund 21 Prozent der Befragten eine Große Koalition unterstützt. Kurz nach der Bundestagswahl erreichte der Zuspruch für Schwarz-Rot seinen Höhepunkt mit 42 Prozent. Dagegen ist der Zuspruch für das schwarz-grüne Experiment im Bund kontinuierlich angestiegen: von 3 Prozent vor der Wahl über 11 Prozent kurz nach der Wahl auf aktuell 14 Prozent.

 

Sonntagsfrage: AfD im Bundestag

Betrachtet man die Sonntagsfrage hat sich gegenüber dem Wahlergebnis nur die AfD deutlich verändert, die nun den Sprung in den Bundestag schaffen würde (6 Prozent). CDU/CSU liegen bei 41 Prozent, SPD bei 26 Prozent Grüne und Linke jeweils bei 9 Prozent. Die FDP verschlechtert sich gegenüber der Bundestagswahl leicht auf 4 Prozent. Die Piraten bleiben nahezu unverändert bei 2 Prozent.

 

Steckbrief

Stichprobe: n = 2.835 im Zeitraum vom 09.09. bis 20.10.13

Sonntagsfrage: n =730 im Zeitraum vom 30.09. bis 13.10.13

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland

Methode: Telefonische Befragung (CATI)

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