US-Politik im Fokus: Meinungen & Stimmen aus Amerika
Politik der USA & die Auswirkungen auf Deutschland
Kaum ein anderes Land beeinflusst globale Entwicklungen so umfassend wie die Vereinigten Staaten. Das gilt sowohl für sicherheitspolitische und wirtschaftliche Fragen als auch zunehmend für gesellschaftliche Diskurse und regulatorische Impulse. Politische Entscheidungen in den USA wirken häufig über Landesgrenzen hinweg und sind daher auch für deutsche Entscheidungsträger von Bedeutung.
Als wichtigster außereuropäischer Handelspartner Deutschlands haben wirtschaftspolitische Entscheidungen der USA direkten Einfluss auf unsere Exportmärkte, Lieferketten und letztlich auch auf Arbeitsplätze. Aufgrund dieser Verflechtungen ist es für deutsche Entscheidungsträger wichtig, ein differenziertes Verständnis der Dynamiken innerhalb der US-Politik zu erlangen. Denn wer politische und gesellschaftliche Strömungen frühzeitig erkennt, kann Risiken besser einschätzen und neue Handlungsräume identifizieren.
Mit der Wiederwahl von Donald Trump werden viele dieser Zusammenhänge auf den Prüfstand gestellt. Die "America First"-Agenda stellt Entscheidungsträger weltweit vor die Frage, wie berechenbar die USA unter seiner Führung sind. Wie verlässlich sind bestehende wirtschaftliche Partnerschaften? Welche Regulierungen sind in Zukunft zu erwarten? Und was für politische Narrative setzen sich in den USA durch? Mit Know the New America bleiben Sie hinsichtlich aktueller Entwicklungen in der US-Politik auf dem neuesten Stand.
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Aktualisiert am 27. März 2026
US-Politik in aktuellen Zahlen
Während der Krieg im Iran seit etwa einem Monat andauert, werden die Sorgen der US-Bevölkerung immer deutlicher. Die Militärschläge stoßen weiterhin auf breite Ablehnung: 59 Prozent der US-Amerikaner:innen lehnen sie in unserer jüngsten Reuters/Ipsos-Umfrage ab. Zudem sehen viele US-Amerikaner:innen den Konflikt im Ausland als etwas, das ihnen auch zu Hause schaden könnte – womöglich ganz unmittelbar. Rund zwei von fünf US-Amerikaner:innen (46 %) glauben, dass die USA dadurch auf lange Sicht weniger sicher werden, nur 29 Prozent erwarten das Gegenteil.
Auch an der Zapfsäule spüren US-Konsument:innen die Folgen: Viele sind überzeugt, seit Beginn des Krieges im Iran mehr zu zahlen, und die meisten (84 %) rechnen damit, dass die Preise in den kommenden Wochen weiter steigen. Das prägt bereits jetzt ihr Verhalten: 58 Prozent der Befragten fahren laut Ipsos Consumer Tracker insgesamt weniger Auto, 60 Prozent steuern beim Einkaufen näher gelegene Geschäfte an, und 21 Prozent nehmen längere Strecken in Kauf, um Tankstellen mit besseren Preisen zu finden.
Wichtig für Marken: Etwa die Hälfte der US-Konsument:innen gibt an, dass nach dem Bezahlen der Rechnungen kein Geld übrig bleibt. Heißt: Wenn ein Budgetposten teurer wird, etwa Benzin, muss an anderer Stelle gespart werden. Marken sollten jetzt handeln, um nicht auf der Streichliste zu landen.
Auf unserer neuen Website können Sie sich über die neuesten Ipsos-Umfragen zum Iran-Konflikt aus aller Welt informieren.
Was bedeuten diese Entwicklungen? Das neue Amerika ist ein komplexes und oft widersprüchliches Gebilde. Lesen Sie weiter und erfahren Sie die neuesten Erkenntnisse von Ipsos zur US-Politik. Gerne unterstützen wir Sie mit einer breiten Vielfalt an Lösungen dabei, sich in diesem unsicheren Umfeld zurechtzufinden. Unser breites Leistungsspektrum reicht von der Unternehmensreputation über Markenmanagement und Verbraucherbeobachtung bis hin zur Messung der öffentlichen Meinung.
Viele US-Amerikaner rechnen mit Truppeneinsatz im Iran
65 Prozent der US-Amerikaner:innen halten einen groß angelegten Bodeneinsatz der USA im Iran für wahrscheinlich. Unterstützen würden diesen jedoch nur 7 Prozent der Befragten. Laut einer neuen Reuters/Ipsos-Umfrage spricht sich zudem eine Mehrheit von 55 Prozent grundsätzlich gegen eine Entsendung von Truppen in den Iran aus.

Mehrheit in den USA für KI-Regulierung – Details bleiben umstritten
In den USA besteht über Parteigrenzen hinweg weitgehend Einigkeit darüber, dass die US-Regierung KI regulieren sollte, um Schaden zu vermeiden. Demokrat:innen messen den Umweltauswirkungen von KI einer aktuellen Ipsos-Umfrage zufolge jedoch deutlich größere Bedeutung bei.

Epstein-Skandal untergräbt Vertrauen in Eliten
Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage gab mehr als die Hälfte der US-Amerikaner:innen an, dass die Enthüllungen rund um die Epstein-Akten ihr Vertrauen in politische und wirtschaftliche Führungskräfte in den USA geschwächt haben.
Trumps Zustimmungswerte bleiben trotz Krieg vorerst stabil
Befürworten Sie insgesamt gesehen die Art und Weise, wie Donald Trump seine Aufgabe als Präsident wahrnimmt, oder lehnen Sie sie ab?
Der Großteil derjenigen, die einen Einsatz von Bodentruppen im Iran ablehnen, missbilligt Trump ohnehin. Zugleich gibt es unter seiner Anhängerschaft eine beachtliche Minderheit von rund einem Fünftel, die jegliche Bodentruppen im Iran ablehnt. Sollten dennoch Truppen in den Iran entsandt werden, könnte Trump an den Rändern seiner Unterstützerbasis Stimmen verlieren. Dies wäre aber voraussichtlich kein allzu schwerer Rückschlag.
Verbraucherstimmung: So wirkt sich die US-Politik aus
Konsumklima in den USA sinkt durch den Iran-Krieg
Laut dem Ipsos Consumer Sentiment Index hat sich das Vertrauen der US-Amerikaner:innen in die US-Wirtschaft mit Kriegsbeginn im Iran verschlechtert. Eine Mehrheit von 53 Prozent erwartet seither, dass sich ihre persönliche finanzielle Lage durch den Krieg verschlechtern wird.
Wie sich die Lage für Bürger & Unternehmen durch die US-Politik verändert
Die Wiederwahl von Donald Trump offenbarte ein differenzierteres Bild der Außenpolitik der USA, in der die Trennlinien zwischen den politischen Lagern zunehmend verschwimmen. Für Unternehmen und Organisationen weltweit wird es daher entscheidend sein, diese Grauzonen zu verstehen. Wer sich klug an den Erwartungen seiner Verbraucher:innen, Kunden und Stakeholder orientiert, hat die besten Chancen auf Erfolg. Mehr dazu erfahren Sie in einem neuen Bericht aus der Reihe Insights to Activate von Ipsos. Darin erläutern wir, was globale Marken aus den Sektoren Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Einzelhandel, Technologie und Gesundheitswesen wissen müssen.
So stark ist das Ansehen der USA durch die aktuelle US-Politik weltweit gesunken
Die Zahl der Menschen weltweit, die glauben, dass die USA einen positiven Einfluss auf die Welt haben werden, ist seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump deutlich gesunken: Im März/April 2025 sagten weniger als zwei Drittel (durchschnittlich 63 Prozent in 29 Ländern) sagten, die USA würden einen positiven Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Vor der Wahl Trumps im September/Oktober 2024 waren es noch 77 Prozent.
Was der Rest der Welt über die aktuelle US-Politik denkt
Auch wenn sich Donald Trump vor allem auf das Geschehen im eigenen Land konzentriert, bleibt eines klar: Die USA sind auf andere Länder angewiesen – wenn auch nur als Absatzmärkte. Die ersten Reaktionen fallen jedoch überwiegend negativ aus: So hat Trump in Kanada, das einst zu den engsten Handelspartnern der USA zählte, einen neuen Schub an Patriotismus ausgelöst und den Liberalen Auftrieb gegeben. Der Anteil der Menschen, die zuversichtlich sind, dass die politische Führung des Landes mit Trump umgehen kann, ist auf 59 Prozent gestiegen (ein Anstieg um 12 Prozentpunkte). Kanada muss sich jedoch auch künftig auf turbulente Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump einstellen.
Auch in Mexiko und quer durch Europa überwiegt die Skepsis gegenüber der neuen US-Regierung. Höhere Verteidigungsausgaben vieler Länder und eine Neuordnung von Bündnissen scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein.
Entdecken Sie, was andere Länder über die US-Politik denken:
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Rouven Freudenthal
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