Mehrheit der Deutschen an Europawahl interessiert

Kurz vor der anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament zeigt die Mehrheit der Deutschen ein großes Interesse an der Europawahl. Gleichzeitig werden große Wissenslücken über die europapolitischen Positionen der Parteien deutlich. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage mit dem Ipsos Demokratiepuls.

Von Europamüdigkeit keine Spur

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger interessiert sich für die Europawahl, nur 26 Prozent der befragten Deutschen stimmen der Aussage zu, dass sie sich kaum für den bevorstehenden Urnengang interessieren. 57 Prozent glauben, dass es einen Unterschied macht, ob man wählen geht oder nicht. Dagegen stehen nur 26 Prozent, die ihrer Stimme in Europa keine Bedeutung zumessen. Damit wird der viel beschworenen politischen Apathie von den Deutschen eine klare Absage erteilt.

Auf der anderen Seite scheint es den Parteien kurz vor der Wahl noch gelungen zu sein, die Bürger über ihre Positionen zu informieren. Jedenfalls zeigt sich im Hinblick auf den Kenntnisstand der Befragten ein durchaus gemischtes Bild.  Jeder Vierte (27%) fühlt sich über die politischen Positionen der Parteien ausreichend informiert, 38 Prozent hingegen sehen sich nicht genügend informiert, 32 Prozent sind sich in dieser Frage nicht sicher.
 

Sonntagsfrage

In den Ipsos-Projektionen für die Europawahl zeigen sich nur wenige Veränderungen. Im Vergleich zu Anfang Mai verlieren die Union (38%) und die SPD (25%) jeweils ein Prozent der Wählerstimmen. Die Grünen können leicht zulegen (+1%) und sind mit 11 Prozent drittstärkste Kraft. Linkspartei und AfD bleiben unverändert bei 8% bzw. 7%. Die sonstigen Parteien steigen in der Wählergunst (+2%) und liegen in Summe nun bei acht Prozent. Die FDP verliert leicht (-1%) und kommt auf 3 Prozent.

 

Steckbrief

Grundgesamtheit:      Wahlberechtigte in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:                 N = 674 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte
Erhebungszeitraum:   im Zeitraum vom 05.05 bis 18.05.2014

Methode:                    Telefonische Befragung (CATI)/Dual-Frame

Ähnliche Inhalte

  • Wie sollte das Steuersystem in Deutschland reformiert werden? Laut einer aktuellen Ipsos-Umfrage bevorzugen 55 Prozent Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen, auch wenn dafür sehr hohe Einkommen und große Vermögen stärker belastet werden.
    Steuern Pressemitteilung

    Steuerreform: Mehrheit befürwortet höhere Abgaben für Spitzenverdiener und große Vermögen

    Aktuell wird in Politik und Wirtschaft intensiv über Steuerreformen diskutiert, um Haushaltsdefizite zu schließen und Bürger:innen gezielt zu entlasten. Vor diesem Hintergrund hat Ipsos 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland zu verschiedenen Reformoptionen befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: 55 Prozent befürworten spürbare Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen, auch wenn dafür sehr hohe Einkommen und große Vermögen stärker belastet werden.
  • Wie glücklich sind die Deutschen? Laut einer Ipsos-Umfrage zum Weltglückstag bezeichnen sich aktuell 72 Prozent in Deutschland als glücklich – ein Plus von 8 Prozentpunkten gegenüber 2025.
    Gesellschaftliche Trends Pressemitteilung

    Weltglückstag 2026: Deutsche glücklicher als im Vorjahr

    Anlässlich des Weltglückstags am 20. März veröffentlicht Ipsos seinen Happiness Report 2026. Seit 15 Jahren untersucht Ipsos das Glücksempfinden weltweit und hat dafür in diesem Jahr mehr als 23.000 Personen in 29 Ländern befragt. In Deutschland bezeichnen sich aktuell 72 Prozent der Befragten als glücklich – ein Plus von 8 Prozentpunkten gegenüber 2025. Dennoch liegen die Werte unter dem Niveau von vor 15 Jahren, als der erste Ipsos Happiness Report erschien. Den Tiefstwert markierte das Jahr 2025 mit 64 Prozent, den Höchstwert das Jahr 2019 mit 78 Prozent.
  • Mit welcher Partei wird Vetternwirtschaft am ehesten in Verbindung gebracht? Laut einer aktuellen Ipsos-Umfrage nennen ein Drittel der Befragten zuerst die AfD, dahinter folgt die Union aus CDU und CSU.
    Politik Pressemitteilung

    AfD am stärksten mit Vetternwirtschaft assoziiert – viele Deutsche rechnen nicht mit Schaden für die Partei

    Nach Berichten über Fälle von Verwandtenbeschäftigung bei AfD-Abgeordneten auf Landes- und Bundesebene stehen Vorwürfe der Vetternwirtschaft im Raum. Ipsos hat deshalb erhoben, welche Partei die Deutschen am ehesten mit Vetternwirtschaft in Verbindung bringen und ob die AfD durch die aktuellen Vorwürfe ihrer Meinung nach Schaden nimmt.