Politische Ereignisse wie der Brexit oder die Wahl Donald Trumps im vergangenen Jahr haben das Thema Populismus wieder stark in den medialen Fokus gerückt. Eine weltweite Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos zeichnet nun ein Bild einer globalen Gesellschaft, in der sich viele vom politischen System vernachlässigt fühlen.
Letzte Woche stellte Ben Page, CEO Ipsos, in London die Ipsos Global Trends Studie vor. Für die Studie wurden Menschen in 20 Ländern weltweit zu umfangreichen Themenkomplexen befragt, die sowohl Konsumgewohnheiten als auch Einstellungen zu gesellschaftspolitischen Fragen umfassen.
In der Studie wird am Beispiel des Fernsehduells zur Bundestagswahl 2013 untersucht, inwieweit die Rezeption von TV-Debatten die Bedeutung unpolitischer Merkmale bei der Beurteilung von Kanzlerkandidaten verstärkt.
Nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD schwebt weiterhin das Damoklesschwert des SPD-Mitgliederentscheids über der Großen Koalition. Am Samstag soll das Ergebnis verkündet werden. Eine aktuelle Umfrage mit dem Ipsos-Demokratiepuls beschäftigte sich aus diesem Anlass unter anderem mit der Einstellung der Deutschen zum Thema Neuwahlen. Vor allem die Anhänger der SPD lehnen Neuwahlen mit großer Mehrheit ab (60%). Jeder zweite Unions-Anhänger (50%) ist ebenfalls gegen einen neuen Urnengang.
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen spricht sich für die Einführung einer PKW-Maut für Ausländer bei gleichzeitiger Senkung der KfZ-Steuer für Inländer aus. Laut einer aktuellen Umfrage aus dem Ipsos Demokratiepuls sind 60 Prozent der Befragten dafür. In einer der strittigsten Frage der gerade abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen hat der Haupttreiber dieses Projekts, Horst Seehofer (CSU), die Mehrheit der Unions-Anhänger auf seiner Seite, 73 Prozent dieser Gruppe sprechen sich für die Maut aus.
Während die Spitzenvertreter von Union und SPD über die Eckpunkte der Großen Koalition verhandeln, wird die Problemagenda der Deutschen von den Themen Arbeitslosigkeit und Mindestlohn angeführt, wie eine aktuelle Repräsentativ-Umfrage mit dem Ipsos Demokratiepuls ergab.
Legen sich Wähler heutzutage überhaupt noch auf eine Partei fest? Welchen Einfluss haben mediale Ereignisse und taktische Überlegungen auf die tatsächliche Stimmabgabe? Angeleitet von diesen Fragestellungen, haben Tobias Michael und Hans-Jürgen Frieß ein Erhebungswerkzeug entwickelt.
Für drei Viertel der Deutschen ist die Ehe mit Trauschein und Kindern die erstrebenswerteste Lebensform. Obwohl nur jeder dritte Bundesbürger (33%) derzeit so lebt , wünschen sich mehr als doppelt so viele (76%) die traditionelle Ehe mit Kindern. „Das finde ich persönlich erstrebenswert“ sagen 82 Prozent der Frauen und 69 Prozent der Männer in Deutschland. Dies geht aus Ergebnissen einer aktuellen Repräsentativbefragung hervor, die Zukunftsforscher Horst Opaschowski in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Sozialforschungsinstitut Ipsos auf repräsentativer Ebene ermittelte. 1.000 Personen ab 14 Jahren wurden in Deutschland danach gefragt, welche Lebensform sie für sich persönlich erstrebenswert finden und welche sie aktuell leben.
Nachdem auch der Parteikonvent der SPD den Weg frei gemacht hat für die Verhandlungen über eine Große Koalition können Union und SPD auf die Unterstützung ihrer Anhänger zählen. Das zeigen aktuelle Umfragedaten aus dem Ipsos Demokratiepuls.
Deutschland zeigt eine gute wirtschaftliche Performance im internationalen Vergleich. Ein hohes Bruttoinlandsprodukt, geringe Arbeitslosigkeit und hohe Steuereinnahmen. Geht es uns gut? Sind derartige Wirtschaftskennziffern ein Indikator für den Wohlstand, das Wohlergehen einer Nation oder auch des
einzelnen Bürgers? Oder gehören noch ganz andere Voraussetzungen dazu, um zu sagen: Uns geht es gut?