Brexit: Daten, Fakten Hintergründe aus Umfragedaten der letzten Monate

Noch diese Woche entscheiden die Briten in einem Referendum darüber, ob ihr Land in der EU bleiben oder das Bündnis verlassen wird. Eine Entscheidung für einen Brexit wäre nach Auffassung von Experten seit den Beschlüssen von Maastricht die größte Zäsur in der Geschichte der EU. Daher begleitet Ipsos das Brexit-Thema bereits seit Oktober letzten Jahres mit kontinuierlichen Bevölkerungsumfragen in Großbritannien und weiteren EU-Ländern. Hier ein Überblick der Insights der vergangenen Woche.

15 Prozent haben seit April das Lager gewechselt
Wohl selten haben sich Meinungen in einem solchen Zeitverlauf so stark geändert. 15 Prozent der Briten haben seit April von „in“ zu „out“ oder umgekehrt gewechselt, auch in der Umfrage der letzten Woche waren sich 20 Prozent noch nicht sicher, ob sie am 23.6. noch anders wählen würden.  Weiterlesen...

 

Stimmungswechsel vor dem Referendum: Jeder zweite Brite will für einen Brexit stimmen
Messung am 16. Juni zeigt höchsten Austrittswille seit Oktober 2015. Weiterlesen...

 

Briten fürchten Auswirkungen auf die Wirtschaft aber nicht auf ihren Lebensstandard
Die Briten sehen die wirtschaftlichen Auswirkungen eines EU-Austritts auf ihr Land nicht sehr optimistisch. Allerdings erwarten zwei Drittel keine negativen Auswirkungen auf ihre persönliche finanzielle Situation. Weiterlesen...

 

Deutsche sehen die Auswirkungen eines Brexit entspannter als andere EU-Bürger
Befragung in 9 EU-Ländern zu den möglichen Auswirkungen eines Brexit. Vor allem Konsequenzen für die britische Wirtschaft befürchtet. Weiterlesen...

 

So kann man sich irren - Fehleinschätzungen der Briten über die EU
Die entscheidenden zwei Themen bei der Frage nach einem Ausstieg aus der EU sind, laut Ipsos-Mori Umfrage in Großbritannien, „Einwanderung“ und „wirtschaftliche Aspekte“. Dabei sind viele Briten mit ihren Vermutungen ziemlich auf dem Holzweg. Knapp ein Viertel (23%) denken beispielsweise, dass Großbritannien den größten Teil des jährlichen EU Budgets von mehr als 140 Mrd Euro stelle, 84 Prozent sehen ihr Land unter den Top-3-Einzahlern in die EU-Kasse. In Wahrheit nimmt das Königreich hier Rang 4 ein. Beim Thema Einwanderung sind die Fehleinschätzungen noch krasser. So schätzten die Befragten die Anzahl der Einwanderer, die in anderen EU-Staaten geboren wurden, dreimal so hoch ein wie sie tatsächlich ist. Polen als Haupteinwanderungsland wurde allerdings von 46 Prozent richtig identifiziert, aber die Einwanderung aus Deutschland unterschätzten unsere Nachbarn stark: nur 12 Prozent und Platz 9 war die Annahme, in Realität stehen Deutsche gleich nach polnischen und irischen Einwanderern. Die EU Perils of Perception Studie hat weitere Details. Weiterlesen...

 

Schwere Zeiten für Buchmacher
Selten war es so spannend und wechselhaft bei politischen Wetten.  Zur Zeit ist die Wettquote für einen Verbleib Großbritanniens in der EU noch höher als die für einen Brexit, dies kann sich jedoch nach den letzten Umfragewerten schnell ändern: Laut einer neuen Umfrage von Ipsos kommen die EU-Gegner mit 53 Prozent auf einen deutlichen Vorsprung vor den EU-Befürwortern mit 47 Prozent. Diese Umfrage ist nach Angaben des Wettanbieters Betfair unter anderem dafür verantwortlich, dass die Wettquote zur Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs in der EU auf 60 Prozent fiel. Laut dem britischen Buchmacher „Ladbroke“ ist die Wettquote aktuell die kleinste, seit Beginn der Wetten vor einem Jahr.

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