Ein Jahr nach Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung sehen 82 Prozent der Deutschen das Land auf dem falschen Kurs – drei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Die Lage der Nation wird damit so pessimistisch eingeschätzt wie selten zuvor. Lediglich nach dem Bruch der Ampelkoalition im Februar 2025 war die Stimmung noch etwas schlechter: Damals lag der Anteil der Zuversichtlichen bei 17 Prozent, aktuell bei 18 Prozent. Auch die wirtschaftliche Lage wird zunehmend kritisch bewertet: Nur noch 22 Prozent der Deutschen halten sie für gut – ein Rückgang um 7 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat.
Iran, Klimawandel, Amerika … Ipsos Update beleuchtet die neuesten Forschungsergebnisse und Überlegungen zu wichtigen Themen von Ipsos-Teams aus aller Welt.
Entdecken Sie die aktuelle Stimmungslage in Deutschland. Ipsos analysiert jeden Monat die Sorgen der Deutschen und bietet umfassende gesellschaftliche Einblicke.
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In den letzten Wochen wurden sowohl im NATO-Luftraum als auch über Deutschland vermehrt Drohnen unbekannter Herkunft gesichtet. Diese Entwicklung weckt Sorgen über eine mögliche kriegerische Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Russland. Laut einer aktuellen Ipsos-Umfrage halten 27 Prozent der Deutschen es für wahrscheinlich, dass es in den nächsten sechs Monaten zu einer mit Waffen ausgetragenen Auseinandersetzung kommt. 61 Prozent der Befragten halten ein solches Szenario hingegen für unwahrscheinlich.
Im Jahr 2011 beschloss der Deutsche Bundestag, die allgemeine Wehrpflicht auszusetzen. 14 Jahre später befürworten nun wieder gut zwei Drittel der Deutschen (62 %) die Wiedereinführung der Wehrpflicht, wie aus einer aktuellen Ipsos-Umfragee hervorgeht. Allerdings sprechen sich nur 18 Prozent dafür aus, dass ausschließlich Männer dazu verpflichtet werden sollten, der Bundeswehr zu dienen. Der deutlich größere Anteil von 44 Prozent bevorzugt eine Wehrpflicht unabhängig vom Geschlecht. Etwa ein Drittel (31 %) lehnt eine Wiedereinführung kategorisch ab. Die Einstellungen zur Wehrpflicht unterscheiden sich je nach Alter, Geschlecht und politischem Lager der Befragten stark voneinander.
Nach der Bundestagswahl formiert sich derzeit eine neue Regierung, gleichzeitig hat der Krieg in der Ukraine durch die wenig erfolgreichen Friedensbemühungen Donald Trumps neue Relevanz gewonnen. Beide Entwicklungen hinterlassen ihre Spuren in der Meinungs- und Gefühlslage der Deutschen – das zeigt die aktuelle Erhebung der Ipsos-Studie „What Worries the World“, die monatlich in 29 Ländern durchgeführt wird.
Kurz vor der Neuwahl ist die Stimmung in der deutschen Bevölkerung getrübt – das zeigt die aktuelle Erhebung der Ipsos-Studie „What worries the World“, die monatlich in 29 Ländern weltweit durchgeführt wird.