Mit Instagram junge Zielgruppen erforschen

Gemeinsam in der Bubble. Marktforscher bewegen sich auf Social-Media- Plattformen inmitten harter Konkurrenz, wenn es darum geht, die jungen, umkämpften Zielgruppen zu erreichen. Wie aus Aufmerksamkeit echtes Engagement werden kann, beschreiben Judith Zumdohme und Aniko Kopp in einer Case Study aus dem Beautybereich.

Mit Instagram junge Zielgruppen erforschen

Jugendliche ohne ihr Smartphone anzutreffen, ist nahezu unmöglich. Ständig werden Nachrichten hin und her geschickt, Bilder auf Instagram oder Snapchat geliked, geshared oder Videos mit einem süßen Hundefilter online gestellt. Marken und ihre Marketeers haben die Social-Media-Kanäle schon länger für sich und ihre Kommunikation entdeckt – ob das jetzt der Schwede mit vier Buchstaben mit einem Weihnachtsdeko- Special auf Pinterest ist oder Instagram-Star Caro Daur, die fleißig von Marken dafür bezahlt wird, deren Produkte bestmöglich in Szene zu setzen.
Das Thema ist natürlich auch an der Marktforschung nicht spurlos vorbeigegangen. Längst sind Social Intelligence und digitale Trendradare nicht mehr aus dem Alltag der Marktforscher wegzudenken.
Wir setzen sowohl Langzeit- als auch kurzfristige Communities ein, befragen unsere Zielgruppen per App nach ihrer Meinung und unterhalten uns mit Konsumenten in Online-Fokusgruppen.

Insights auf Augenhöhe gewinnen

Wenn wir Insights über besonders junge und umkämpfte Zielgruppen (wie Gen Y und Z) gewinnen wollen, dann sollte uns Marktforschern allerdings bewusst sein, dass wir in extrem harter Konkurrenz zu Schule, Freunden und eben dem Smartphone mit all seinen Social Media Apps stehen. Aufmerksamkeit zu generieren ist verhältnismäßig leicht, sie zu behalten und darüber hinaus auch noch echtes Engagement hervorzurufen, ist dagegen eine Kunst. Um fundierte Erkenntnisse und ein tiefgreifendes Verständnis der Bedürfnisse und Motivationen der Generation Y und Z zu erhalten, brauchen wir also Forschungsmethoden, die sich auf die Besonderheiten dieser jungen Zielgruppen einstellen.
Bei Ipsos sind wir daher neue Wege gegangen und haben uns zusammen mit unserem Kunden Beiersdorf auf eine Social-Media- Reise begeben, um die Teens und Twens genau dort zu treffen, wo sie sich ohnehin schon tagtäglich befinden: in den von ihnen regelmäßig genutzten sozialen Netzwerken. Eine solche Vorgehensweise erfüllt gleich mehrere Anforderungen:
Spaß
Erstens sollten die gewählten Methoden Spaß machen. Sie sollten
abwechslungsreich und einfach zu verstehen und anzuwenden sein.
Social-Media-Kanäle wie Instagram erfüllen das und sind der Zielgruppe
vertraut.
Niedrige Teilnahmehürden
Zweitens sollten die Teilnahmehürden niedrig sein. Wenn wir die
Forschung genau dort betreiben, wo sich die Zielgruppe sowieso in
ihrer Freizeit aufhält, ist das die perfekte Integration in den Alltag.
Eine Sprache sprechen
Drittens sollten wir eine Sprache sprechen. Wir erhalten ehrlichere
und tiefergehende Aussagen, wenn wir als Forscher die Sprache unserer
Zielgruppe sprechen. Das ist in den sozialen Medien sehr gut
umsetzbar. Wir sprechen mit Emojis, setzen Bilderwelten ein und
fassen uns kurz, denn wir sind auch Millennials!

(vollständiger Artikel im pdf)

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