Eine gute Customer Experience (CX) ist in vielen Branchen ein relevanter Faktor für die Weiterentwicklung der Marketing- oder Kommunikationsstrategie. Inwieweit das auch für Pharmaunternehmen zutrifft und welche Fragestellungen für die Healthcare-Marktforschung sich daraus ergeben, erörtern Dr. Inga Seecker (Healthcare Lead) und Matthias Kraus (CX Lead) von Ipsos sowie weitere Fachleute aus der Branche in der aktuellen Ausgabe von "Healthcare Marketing".
Mystery Shopping ist ein ideales Verfahren zur Erhebung von Kundenbindung und Dienstleistungsqualität. Geschulte Testkäufer treten als normale Kunden auf, um reale Kaufsituationen bewerten und die Einhaltung von Vorgaben prüfen zu können. Doch wie objektiv sollte diese Bewertung ausfallen? Und welche Konsequenzen ergeben sich, wenn Mitarbeiter von ihren Protokollen abweichen?
Machen mehr Daten über die Kunden auch eine bessere Customer Experience? Um sich nicht in der Informationsflut zu verlieren, muss CX auch strategisch weiterentwickelt werden. Technik kann dabei unterstützen, doch die Arbeitsorganisation dahinter bleibt entscheidend.
Wertvolles direktes Kundenfeedback erhält man durch geschicktes und spezifisches Nachfragen – ohne lange Reaktionszeit. Ob und wie sich dafür auch künstliche Intelligenz eignet, beschreibt dieser Beitrag von Dr. Jan Olzem und Sören Spiegel.
Für viele Online-Shopper sind Kundenbewertungen der Maßstab für oder gegen einen Produktkauf. Welche Strategien zur effektiven Marktbearbeitung E-Commerce-Verantwortliche aus den Daten entwickeln können, stellen Stefan Maas und
Matthias Tien vor.
Enterprise Feedback Management (EFM) Programme erfreuen sich einer rasant zunehmenden Verbreitung. Die Digitalisierung, mithin niedrige Datenerhebungskosten und leicht zugängliche Daten z. B. in sozialen Medien haben bewirkt, dass kaum ein Unternehmens-Touchpoint unbeleuchtet bleibt. Daten darüber, wie Kunden Marken und Unternehmen erleben, stehen in bisher ungekannt großen Mengen und hoher Dichte zur Verfügung. Aber ist Masse auch gleich Klasse?
Die Testkäufer von Ipsos Loyalty untersuchten kürzlich bundesweit das Empfehlungsverhalten und die Beratungsqualität in Baumärkten. Mit überraschendem Ergebnis. Nur fünf Prozent der Verkäufer empfahlen bei Akkuschraubern die Eigenmarke des Baumarktes, bei Rasenmähern waren es 12 Prozent. Stattdessen riet das Verkaufspersonal mehrheitlich zum Kauf der jeweiligen Premiummarke. Hinsichtlich des Services wurden dem Personal zwar überwiegend gutes Fachwissen bescheinigt, jedoch war nur bei jedem fünften Einkauf sofort ein Verkäufer zur Stelle. Weitere Angebote hinsichtlich Zusatzzubehör oder anderen Produkten wurden den Mysteryshoppern so gut wie nie gemacht. Nur jeder Zweite Verkäufer bedankte sich für den Einkauf.
Umfragen zur Kundenzufriedenheit gehören in Kreditinstituten zum Alltag. Der statistische Zusammenhang mit dem Geschäftserfolg ist jedoch schwach. Das soll mit dem Modell der „Wallet Allocation Rule” anders werden. Hier sind der Rang, den die Kunden der jeweiligen Bank in ihrem Banknutzungsverhalten zuweisen, sowie die Anzahl der weiteren Bankverbindungen die zentralen Größen. Daraus lässt sich der Share of Wallet als Frühindikator für Kundenloyalität ermitteln – die nicht immer etwas mit der Kundenzufriedenheit zu tun haben muss.